Schwieriger Fall

04. Dezember 2008 11:26; Akt: 04.12.2008 13:59 Print

An Justin scheiterte die «Super-Nanny»

In ihrer RTL-Sendung «Super-Nanny» gab es bis jetzt nichts, das sie nicht lösen konnte. Doch erstmals seit vier Jahren gab sich Katharina Saalfrank beim siebenjährigen Justin geschlagen: «Hier kann ich nicht helfen.»

Fehler gesehen?

Justin ist sieben Jahre alt. Er hat noch zwei jüngere Schwestern: Die zweijährige Amelie und die einjährige Kira. Doch die Mutter behandelt ihre Kinder nicht alle gleich: Während sie den Mädchen Zuneigung und Liebe schenkt, hat sie für den Siebenjährigen nur Verachtung übrig. «Manchmal empfinde ich Hass für Justin», sagt die 30-jährige Jutta während der Sendung.

«Super-Nanny» Katharina Saalfrank muss zusehen, wie der Junge unter der schrecklichen Familiensituation leidet. Der Zweitklässler lebt unter ständiger Angst, von der Mutter geschlagen oder angeschrien zu werden. Er wolle lieber sterben, als bei seiner Mutter zu bleiben, gibt er zu Protokoll.

Fremdplatzierung als beste Variante

Für Saalfrank ist das ein schwieriger Fall: «Justin wird hier gequält. Es grenzt an Misshandlung», ist ihre Meinung. Zum ersten Mal in ihren vier Jahren als TV-Erzieherin kann sie der alleinerziehenden Mutter nicht helfen. «Es gibt zwei Möglichkeiten», schlägt sie vor, «entweder wir gehen zusammen zum Jugendamt und sorgen dafür, dass es zwischen dir und Justin eine Beziehungspause gibt – oder ich gehe alleine. Das, was ich hier gesehen habe, muss ich melden!»

Wie die deutsche Bild-Zeitung berichtet, habe die Pädagogin nach mehreren Gesprächen die Mutter schliesslich überzeugen können, Justin in einer Pflegefamilie unterzubringen. Rabenmutter Jutta wirkt am Ende der Sendung erleichtert: «Ich bin froh. Ich hatte am Ende Angst, dass etwas Schlimmeres passiert.»

(kle)