Festtags-Fernsehen

27. Dezember 2011 21:39; Akt: 27.12.2011 21:39 Print

Aschenbrödel und Michel liegen hoch im Kurs

Weihnachtszeit, Zeit des Beisammenseins und der Traditionen – das gilt auch vor dem Fernseher. Märchenklassiker waren an Heiligabend der Hit.

Alte Märchenklassiker wie «Drei Nüsse für aschenbrödel» und «Michel in der Suppenschüssel» waren an Weihnachten auch dieses Jahr wieder beliebt.
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Sie sind Jahrzehnte alt und doch noch beliebt. Wer mit ihnen aufgewachsen ist, legt sie meist auch der nächsten Generation ans Herz: «Michel in der Suppenschüssel» (1971), «Der kleine Lord» (1980), «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» (1973). Die drei Märchenklassiker finden sich alle Jahre wieder im Weihnachtsprogramm der Fernsehsender und verkürzen an Heiligabend die Zeit bis zur Bescherung. Das mit Erfolg: Auch dieses Jahr konnten die altgedienten Lieblinge das Publikum wieder vor die Mattscheibe locken. 2.62 Millionen Zuschauer verfolgten Aschenbrödels Schicksal in der ARD. Das entspricht einem satten Marktanteil von 19.5 Prozent. Lausbengel Michel lockte im Nachmittagsprogramm von ZDF 2.5 Millionen kleine und grosse Lindgren-Fans vor die Mattscheibe. Dass die Märchen auch in der Primetime funktionieren, bewies «Der kleine Lord» bereits am Freitagabend: 5.87 Millionen sahen sich den Kinderklassiker in der ARD an.

Märchen als Familien-Kompromiss

An Weihnachten schaut die ganze Familie gemeinsam fern – vom Kleinkind bis zur Grossmutter. Die grösste Schnittmenge an Interessen scheinen da die alten Märchen abzudecken: Wer sie aus seiner Kindheit kennt, bei dem lösen sie auch beim fünfzigsten Mal noch ein wohlig-vertrautes Gefühl aus – ja sind sogar elementar wichtig, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Dem Grosi sind sie die Kinderfilme nicht zu wild und bei den Kleinsten werden Prinzessinnen und Lausbuben auch in Jahrzehnten noch hoch im Kurs sein.

«Ice Age 3» bricht alle Rekorde

Dass das Familienprogramm zieht, beweisen auch die Zahlen vom Weihnachtsabend: Mit «Ice Age 3» hat RTL fast acht Millionen Zuschauer erreicht und damit den erfolgreichsten TV-Film des gezeigt. Die Eiszeit-Truppe bescherte RTL einen gesamten Martanteil von 24.9 Prozent und erreichte sogar 36.7 Prozent der 14- bis 49-Jährigen. Mit dem schweren Brocken «Zeiten des Aufruhrs» brachte es ProSieben derweil auf knapp eine Million Zuschauer.

(sei)