TV-Experiment

07. Juli 2014 05:57; Akt: 07.07.2014 12:49 Print

Berühmt sein ist gar nicht so einfach

Die US-Reality-Show «Famous in 12» wollte eine ganz normale Familie innert 12 Wochen berühmt machen. Der Versuch scheiterte kläglich.

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Es ist die immer gleiche Leier. Spricht man von Berühmtheiten wie Paris Hilton, Lindsay Lohan oder Justin Bieber, dann fallen immer wieder die gleichen Sätze: «Das könnte ich auch!» oder «was haben die schon geleistet?» Berühmt sein sei oft zufällig, der Promistatus habe mit Qualität oder Leistung wenig zu tun. Der TV-Sender The CW wollte das Klischee untermauern und startete die Reality-Show «Famous in 12».

Die Sendung sollte beweisen, dass berühmt sein total einfach ist, dass jeder Nobody zu einem Superstar werden kann. Also flogen die Macher eine komplette Grossfamilie nach Los Angeles ein. Die Prominenten in spe: Jameelah, Maariyah und Taliah (jung, weiblich, gutaussehend und regelmässig nur spärlich bekleidet). Angie und Mike (die dynamischen Eltern), Lina (eigenen Angaben zufolge die beste Oma im ganzen Wilden Westen), Mike Jr., Aaminah, Dove und Jordan (die ins Kindchenschema passenden Jüngsten).

Ziel der Sendung: Die Familie sollte mittels schräger Aktionen mediale Aufmerksamkeit generieren und berühmt werden. 12 Episoden waren geplant und Experten – wohl vor allem die des TV-Senders – waren überzeugt, dass die Familie innert dieser kurzen Zeit Promi-Status erreicht.

Doch das Experiment ging in die Hose. Nach nur fünf Sendungen sackte das Zuschauerinteresse dermassen in den Keller, dass der TV-Sender die Sendung absetzte und die Familie nach Hause schickte.

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass berühmt zu sein eben doch nicht so einfach ist. Für Fame und Glamour braucht es doch ein bisschen mehr als nackte Haut, Drama und Skandale.

(lme)