«Two and a Half Men»

14. Dezember 2011 13:01; Akt: 14.12.2011 14:34 Print

Charlie, du warst so «scheen»

von Maja Zivadinovic - Am Dienstag lief die letzte «Two and a Half Men»-Folge mit Charlie Sheen. Ein Abschiedsbrief an den Bad Boy.

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Lieber Charlie,
natürlich bist du nicht der Typ Mann, den ich meinen Eltern als zukünftigen Schwiegersohn vorstellen will. Also vor allem wegen ihnen - nicht wegen mir. Denn für mich bist du ein Held. Ich hab einfach ein Herz für randalierende Bad Boys. Ausserdem liebst du Frauen und kriegst nicht genug davon. So feierst du gerne wilde Koks-Partys mit Nutten und beschimpfst deinen Boss als kleine Made. Du bist ständig so zugedröhnt, dass du sogar deine eigene Handynummer twitterst (hier hatte ich kurz sehr, sehr heftiges Herzpöpperlen). Ganz klar: Der Mann zum Häuschenbauen und Combileasen bist du nicht, lieber Charlie. Du bist ein Herzensbrecher. So hast du auch meines in 15 Millionen Teile gebrochen. Und das am Dienstagabend. In meinem Wohnzimmer. Denn da sass ich auf der Couch, während ProSieben die letzte Folge «Two and a Half Men» mit dir zeigte.
Während 177 Folgen hast du mein Leben bereichert, 82 Frauen verführt und 23 verschiedene Bier- und Whiskeysorten konsumiert.

Jetzt ist deine Ära vorbei. So ein Seich, hey! Keine machoiden Sprüche mehr, keine Bermudas und keine Alan- und Jake-Diskriminierungen mehr. Harte Zeiten für hartgesottene Fans. Jetzt soll es Ashton Kutcher richten und dein Erbe antreten. Kein leichtes Ding. Schon klar, dass er zu krassen Mitteln greifen muss. So ist er in seiner ersten Szene füdliblut. Klar finde ich das sexy. Und klar sieht Ashton besser aus als du. Und noch klarer, dass dir der Gute in Sachen Tussen-Verschleiss in nichts nachsteht. Dennoch bin ich traurig. In meiner Welt kann es nämlich nur einen coolen Onkel geben. Und das warst du. Bist du. Wirst immer du sein. Dafür ein herzliches Danke.
P.S: Da du jetzt kein Haus mehr in Malibu hast, will ich dir gerne meinen Zürcher Palast zeigen. Ich hab zwar keinen Strand vor der Hütte, dafür aber die Langstrasse. Das ist das absolute Rotlicht-Viertel der Schweiz. Koks und Nutten à gogo. Charlie, du wirst es lieben. Du wirst mich lieben.


From Maja with big, big Love