Halbfinal-Kandidaten

20. Februar 2011 10:32; Akt: 21.02.2011 19:22 Print

Das sind die 24 grössten Talente

von Philipp Dahm - Bei «Die grössten Schweizer Talente» steht das Team für das Halbfinale. Zuletzt kamen Schlangenfrau Nina Burri, Sängerin Tiffany Limacher und Kämpferherz Luca Spitz weiter.

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Luca Spitz ist zwar erst zarte elf Jahre alt, aber schon durchschlagend wie ein Grosser: Der Knabe aus Sisseln hat schon den braunen Gurt im Karate und ist dementsprechend fit und wendig. Nachdem er drei «Gegner» bearbeitet hatte, kam der Steppke mit drei Ja-Stimmen weiter – und steht bei «Die grössten Schweizer Talente» im Halbfinale.

«Du bist auch nicht der grosse Tänzer»

Zusammen mit Markus Müller: Der 44-Jährige sang auch für seinen schwerhörigen Sohn das Lied «Gold von den Sternen» - und rührte Publikum und Jury. Christa Rigozzi lobte die enorme Bühnenpräsenz des Vaters zweier Kinder und auch Musical-Fan Roman Kilchsperger gab dem Mann seinen Segen.

Apropos Kilchsperger: Dessen Radio-Kollege Stefan Büsser sprach auch vor und sorgte mit dem Juror für Gelächter. Einerseits sagte Kilchsperger, er habe schon vor Jahren gesagt, Büsser müsse lustig sein, weil es vom Aussehen her nicht reiche. Andererseits gab es einen Seitenhieb gegen DJ Bobo: «Du bist auch nicht der grosse Tänzer und hast es weit gebracht!» Büsser bekam zwar drei Ja, aber ins Halbfinale zog der Radiomoderator nicht ein.

Grounding für Angelo, Eva und Anthony

Das galt auch für Angelo Seematter. Der 15-Jährige spielte auf dem Schwyzerörgeli ein Stück für einen verstorbenen Freund, doch er kam ebenso wie die 42-jährige «Ausdruckstänzerin» Eva Spatz nicht weiter.

Dass für Anthony Charles Djurovic Schluss sein musste, stand dagegen fest: Der Kleine begeisterte mit seinem Wissen um Auto-Embleme und noch mehr mit kindlichem Charme, doch mit drei Jahren ist er wohl noch zu jung für das Showgeschäft. Rigozzi hatte er trotzdem beeindruckt: «Amore! Ciao Piccolo», flötete sie angetan schon als er rein kam.

Betörende Schlangenfrau

Zwei Namen, auf die man im Halbfinale achten sollte, sind Nina Burri und Tiffany Limacher. Erstere ist 33 Jahre alt, kurzhaarig, und Schlangenfrau. Die Schönheit, die bereits bei «Aeschbacher» aufgetreten ist, sorgte bei der Jury für offene Münder. «Ich konnte nicht wegschauen, obwohl er weh getan hat», staunte Rigozzi über Burris Verrenkungen. Kilchsperger fand ihren Auftritt «zu kurz» und Bobo ergänzte, dass Nina so was erst seit drei Jahren mache: «Wie kann das gehen?», fragte er, bevor Burri in die nächste Runde einzog.

Tiffany Limacher ist mit 16 Jahren fast halb so alt wie die Schlangenfrau. Die Luzernerin, die als Musical-Darstellerin arbeiten will, überzeugte nicht nur mit fester, klarer Stimme, sondern hatte ihr Lied «I Need a Boyfriend» sogar selbst geschrieben. Sie hatte das Stück aus Einsamkeit geschrieben und ausgerechnet bei der Suche nach einer Band dann einen Liebhaber gefunden, berichtete sie in der SF-Show.

«Sie ist zu gut, um Nein zu sagen»

Dank ihres Sebastian braucht es nun keinen Freund mehr, dafür machte sich Tiffany Freunde in der Jury. «Das Lied, wenn es von dir ist, ist gut. Kein Welthit, mehr DJ-Bobo-Format», «lobte» sie Roman Kilchsperger. Der Sänger nahm das ganz gelassen. Obwohl er ihr Musical-Talent bescheinigte, zierte er sich, Tiffany weiterzulassen: Er wisse nicht, ob er dem jungen Mädchen einen Gefallen damit täte. Kilchsperger überzeugte seinen Jury-Kollegen: «Sie ist zu gut, um Nein zu sagen.»

Bevor die mit einem Schweizer verheiratete Nigerianerin Glory Bosnjak den Showabend schön abrundete, hatte noch Stephan Kocher seinen Auftritt. Der 60-jährige Berner sang das «Wolgalied» zusammen mit einer Eigenkomposition. Der wunderliche Mathematiker sang länger als vom Publikum gewünscht: Erst als Kilchsperger Rigozzis Buzzer drückte, erlöste der Juror die Zuschauer. «Hoffentlich wiederholt sich das nicht so schnell wieder», sagte er zu Recht.