Grosse Ambitionen

27. März 2019 04:59; Akt: 27.03.2019 04:59 Print

Deville verspricht seinen Zuschauern besseren Sex

Diese Woche übernimmt Dominic Deville mit seiner Satireshow den Sonntagabend auf SRF 1. Hier verrät er, was er vorhat.

Willkommen bei «20 Minuten Cribs»: Dominic Deville zeigt die Headquarters, in denen er mit seinem Team die Late-Night-Shows ausbrütet und teilweilse umsetzt. (Video: M. Fischer/20 Minuten)
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Deville über die Anspannung vor dem Staffelstart

«Die zehn Wochen, in denen die zehn Folgen produziert werden, sind eine Ausnahmesituation. In der Zeit bin ich mit meinem Team in einer eigenen Umlaufbahn, nach zehn Wochen stürze ich ab – und bleibe nochmals zehn Wochen liegen. Dann geh ich nach Hause und schaue mal, wie viele Kinder ich unterdessen habe.»

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Über den neuen Sendeplatz

«Ich darf jetzt überziehen! Bis zu fünf Minuten. Das ist schon ein bisschen Gottschalk. Und ‹Deville› wird endlich sichtbar. Wir sind bisher unter dem Radar geflogen. Jetzt erhält der ganze Humbug, den wir uns ausdenken, endlich auch das Publikum, das er verdient.»

Über seinen Anspruch

«Wir wollen genauer werden, mehr auf den Punkt kommen – mehr wehtun, wo es wehtun kann. Denn Satire muss wehtun, sonst ist sie nichts wert.

Unser Ziel ist, dass ‹Deville› am Sonntagabend die ganze Familie vor den Fernseher bringt. Die Kinder werden danach begeistert zu Bett gehen und von einer eigenen Satireshow träumen. Und die Eltern werden sensationellen Sex haben.»

Über die Neuerungen

«Wir haben bisher über 50 Sendungen gemacht. Die haben uns dorthin gebracht, wo wir jetzt sind: auf dem besten Sendeplatz. Wir werden deshalb an der Rezeptur nicht viel ändern. Ein paar Anpassungen haben wir vorgenommen – um noch besser anzukommen.

Karpi ist mein neuer Sidekick. Er ist seit Tag eins dabei, hat die Show mitentwickelt, ist Headwriter und war bisher auch Regisseur. Wir sind gute Freunde geworden – und verstehen uns mittlerweile blind.»

Über den ersten Gast

«Es war uns ein Anliegen, dass die Sendung nicht zur Würstchenparty verkommt! Lisa Catena ist eine tolle Kabarettistin und Standupperin, mit Preisen ausgezeichnet und auch in Deutschland erfolgreich unterwegs. Ein guter Start, bestimmt.»


Diese Szenen haben es nicht in den offiziellen Sende-Teaser geschafft: Die Outtakes vom Trailer-Dreh. (Video: SRF/Deville)

Über seine Qualitätsprüfung

«Meine zwei Kinder schauen die Sendungen jeweils mit dem Grosi. Sie waren auch schon bei der Aufzeichnung dabei. Und ich teste tatsächlich die Sketches gern an ihnen, wenn sie abgedreht sind.»

Über den Druck

«Noch geht es gut! Es hilft mir natürlich, dass ich in einem guten Team aufgehoben bin. Wir sind eine Gang.»

Über Kritik

«Ich lese Artikel über mich und die Sendung. Aber dosiert, mit Vorsicht. Kritiken lesen ist wie Drogen nehmen. Man muss dazu in der richtigen Stimmung sein. Trotzdem: Ich muss wissen, woran ich bin.»

Über den Unterschied zu Elseners «Late Update»

«Michael Elsener nimmt sich Politisches und macht was Lustiges draus. Wir nehmen lieber etwas Lustiges und machen es politisch.

Wenn 20 Minuten berichtet, dass es einen neue russische Hunderasse gibt, nehmen wir das auf und versuchen es auf eine andere Ebene zu hieven. Ich bin immer wieder überrascht, wo sich Politik überall versteckt. Das finde ich spannend.»

«Deville» läuft ab Sonntag, 31. März, jeweils um 21.40 Uhr auf SRF 1. Zunächst sind zehn Folgen geplant.

(fim)