Dank «Tatort Internet»

08. Juni 2011 14:36; Akt: 08.06.2011 14:58 Print

Erster TV- Pädophiler verurteilt

Seit Herbst 2010 macht Stephanie zu Guttenberg mit ihrer Sendung «Tatort Internet» Jagd auf Sexualtäter. Jetzt schnappte die Falle zu.

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Das Sendeformat, mit dem Stephanie zu Guttenberg im Herbst 2010 erstmals auf Sendung ging, sorgte für Aufsehen. Bei «Tatort Internet» überführt die Frau des abgesetzten deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg Pädophile.

Versteckte Kamera überführt Sex-Täter

Erwachsene Mitarbeiter chatten getarnt als Minderjährige mit möglichen Tätern, verabreden sich sogar mit ihnen. Beim Treffen setzt zu Guttenberg den Pädophilen Lockvögel vor, die aussehen wie 12- oder 13-Jährige. Das Date wird mit versteckter Kamera und Mikrofonen aufgezeichnet; wirds heikel, greift das TV-Team ein.

Rene K. wollte Sex mit Sara

Und so schnappte die Falle auch im Fall von Schlosser René K. zu: Laut «Bild.de» chattete der 42-Jährige mit der angeblich 13-jährigen Sara. Das Online-Portal veröffentlicht Auszüge aus den Nachrichten. Sara schrieb: «Ich habe keine Erfahrung.» K. antwortete: «Ich weiss. Dann zeige ich es dir, wenn du willst. Ich werde auch sehr zärtlich zu dir sein.» An das Mädchen, von dem er glaubte, sie sei 13 Jahre alt, schrieb er ausserdem: «Du brauchst keine Angst haben, wenn ich mit dir schlafe.»

K. wegen versuchten sexuellen Missbrauchs verurteilt

Es kam zu einem Treffen. K. wiederholte sein Angebot, mit Sara zu schlafen. Dann griff das TV-Team ein. Rene K. wurde angeklagt, am Dienstag, 7. Juni stand er vor Gericht. Zu seiner Verteidigung sagte der überführte Pädophile: «Meine Beziehung ging in die Brüche. Aus Frust bin ich ins Internet. Für mich war das ein Spiel. Ich wollte rausbekommen, ob sie es ernst meint.» Der Richter verurteilte ihn wegen versuchten sexuellen Missbrauchs von Kindern zu drei Monaten Haft auf Bewährung, und er muss 1000 Euro an ein Institut zur Prävention von sexuellem Missbrauch zahlen. Stephanie zu Guttenberg sagte zu «Bild»: «Ich bin froh, dass endlich ein Richter den Mut findet, einen dieser Täter zu verurteilen. Die Justiz muss die Gesetze gegen Kinderschänder endlich härter anwenden.»

(bbe)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pasta am 08.06.2011 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    SUPER - weiter so !!!!

    Alle Achtung vor der Arbeit von Frau zu Guttenberg! und all jenen, die sich gegen den Missbrauch an Kindern einsetzen.

  • Peter Meier am 21.06.2011 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Scheinheilige Gesellschaft

    In andern Ländern werden jüngste 8 - 10 jährige Mädchen mit alten Männern verheiratet und die ganze Welt schaut zu und tut nichts. Hier sind lediglich die Eltern zu faul ihre Kinder zu überwachen und jammern dann aufs Gröbste wenn wirklich mal was passiert. Für mich einfach nur eine verlogenene Gesellschaft.

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  • Peter Zürcher am 08.06.2011 19:00 Report Diesen Beitrag melden

    Andere Sichtweise

    Mich würde interessieren ob es so eine Sendung auch in der anderen Richtung gibt, also ältere Frauen versuchen jüngere Männer zu verführen? Ich glaube das Resultat der Ergebnisse und den direkten Vergleich währe gerade so interessant. Zum eingentlichen Problem würde ich es begrüssen dass mehr in die Abteilung Cyberkriminalität der Polizei investiert würden, anstatt das ganze Medienwirksam zu zeigen und unnötige Gesetze zu lancienren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Meier am 21.06.2011 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Scheinheilige Gesellschaft

    In andern Ländern werden jüngste 8 - 10 jährige Mädchen mit alten Männern verheiratet und die ganze Welt schaut zu und tut nichts. Hier sind lediglich die Eltern zu faul ihre Kinder zu überwachen und jammern dann aufs Gröbste wenn wirklich mal was passiert. Für mich einfach nur eine verlogenene Gesellschaft.

    • A.Z. am 22.06.2011 08:33 Report Diesen Beitrag melden

      Re: Scheinheilige Gesellschaft

      Sie haben es auf den Punkt gebracht mit Ihrer Aussage...Bravo, da stimme ich Ihnen völlig zu!

    • Alleinerziehender Vater am 27.09.2011 12:27 Report Diesen Beitrag melden

      aber, aber Herr Meier...

      Es ist einfach denn Eltern die Schuld zuzuweisen! Die Schulen sind doch genauso mitschuldig, denn die wollen das wir Eltern unsere Kinder ins Internet lassen, ach ja, und Fotos wurden auch schon von meinen Kindern Online gestellt, und erst noch ohne Einwilligung von mir als Erziehungsberechtigten! Habe der Schule Verboten Fotos von Meinen Kinder ins Internet zu stellen! Kinder solten keinen Internezugang haben bis sie 12 Jahre alt sind!

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  • Tim Weber am 14.06.2011 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Gefängnis?

    Für alle die jetzt finden dass dieser Mann mehrere Jahre ins Gefängnis müsste: Er hat nichts gemacht wofür man ihn ins Gefängnis bringen könnte. Er hat nur geredet. Nicht mal angefasst, sie mitgenommen, ausgezogen etc. Die Bereitschaft zu einer Straftat ist leider nicht strafbar. Womit diese Sendung ziemlich nutzlos und das Gesetz ins lächerliche gezogen wird.

  • Xaver Dreher am 11.06.2011 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Verführung

    Ich frage mich , ob es eine 13 Jährige in der heutigen Zeit , immer noch nicht kapiert was sie tut , wenn sie am PC surft und auf solche weise , sich den Männern nähert ? Entweder , die Eltern achten zu wenig auf die Kinder , oder in den Medien , die sowas publizieren , wird von diesen Kid's nicht verstanden , oder man will es nicht verstehen . Dies alles in der heutigen Zeit ? Kann ich nur den Kopf schütteln .

    • Christoph Geiser am 21.06.2011 02:26 Report Diesen Beitrag melden

      Da kann ich auch nur den Kopf schütteln

      Es spielt keine Rolle was die 13jährige macht, sie ist nicht mündig. Es ist die Aufgabe der Erwachsenen, erwachsen zu sein und diese Verantwortung kann man nicht einfach auf die Kinder abwälzen.

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  • Dani am 09.06.2011 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    Was?

    3 Monate auf Bewährung und eine Spende von 1000 Euro? Und das soll den davon abhalten, das ganze nochmals zu versuchen? Nächstes mal hält ihn wahrscheinlich kein Fernseh-Team auf!

    • HaltStopp am 10.06.2011 08:29 Report Diesen Beitrag melden

      Strafe?

      Vollkommen richtig! Die Justiz muss härter zugreifen bei solchen Angelegenheiten. Diese Strafe macht genau das Gegenteil von dem, was sie im Grunde machen sollte.

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  • sonicht am 08.06.2011 23:25 Report Diesen Beitrag melden

    Voll daneben diese Sendung

    Selbstjustiz nannte man das früher. Auch wenn die Absichten noch so Nobel sind, diese Frau und ihre Sendung ist mir zuwider! Ich stelle schliesslich auch keinen Blitzkasten vor dem Haus auf und mache Nachts Jagd auf Verbecher. Eine Frechheit sondergleichen!

    • ich bins am 10.06.2011 07:25 Report Diesen Beitrag melden

      word

      Ich finde auch, das dieses Thema absolut nichts in einem "Eintertainment"-Sender zu suchen hat. Ich finde es schon wichtig das diesen Männern das handwerk gelegt wird und sie in die Falle laufen, aber das ist Aufgabe der Polizei. Die Seundung jedoch ist zu 98% auf RTL-Entertainment aufgebaut, was absolut grotesk ist.

    • wiedann am 10.06.2011 16:15 Report Diesen Beitrag melden

      Selbstjustiz?

      Selbstjustiz währe es wenn Frau zu Guttenberg selbst das Richterliche Urteil aussprechen und die Strafe vollziehen würde.

    • Xaver Dreher am 11.06.2011 14:25 Report Diesen Beitrag melden

      Medien ?

      Der Meinung bin ich auch , sauber ist die Aktion nicht , und zwar auf beiden Seiten .

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