Unterhaltung

17. Mai 2010 13:30; Akt: 20.05.2016 15:59 Print

Gabriela Amgarten verlässt das SF

Die Unterhaltungschefin des Schweizer Fernsehen hat genug: Überraschend hat Gabriela Amgarten ihren Job gekündigt. Sie will sich als Beraterin selbstständig machen.

storybild

Will ihren Traum von der Selbständigkeit verwirklichen: Gabriela Amgarten, Abteilungsleiterin Unterhaltung und Mitglied der Geschäftsleitung. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Beim Schweizer Fernsehen (SF) kommt es zu einem gewichtigen Rücktritt. Unterhaltungschefin Gabriela Amgarten verlässt den Sender auf Ende 2010. Sie will sich als Beraterin selbstständig machen, wie Sprecher Urs Durrer gegenüber 20 Minuten Online bestätigt. «Der Abgang kam für uns überraschend», sagt er. Die Stelle für die Nachfolge werde im Sommer ausgeschrieben.

Amgarten verlässt SF auf eigenen Wunsch. Grund ist offenbar die anstehende Fusion von Radio und Fernsehen, wobei ihr Anspruch auf den Posten als Unterhaltungschefin ungefährdet gewesen wäre. Das Schweizer Radio hat keine Abteilung Unterhaltung. Doch Amgarten hätte sich für einige Jahre verpflichten müssen. «Danach hätte ich meinen Traum, mich selbstständig zu machen, kaum mehr verwirklicht», lässt sich die 48-jährige Amgarten in der Medienmitteilung zitieren. Beratung und Coaching sei nach 20 Jahren in der Fernsehunterhaltung ein weiterer Lebenstraum, den sie nun anpacken wolle.

Fernsehdirektor Haldimann bedauert

Seit 2005 steht Amgarten der Unterhaltungsabteilung als Chefin vor. Sie ist gleichzeitig Mitglied der SF-Geschäftsleitung. Fernsehdirektor Ueli Haldimann bedauert laut Medienmitteilung Amgartens Abgang. Sie habe als Unterhaltungschefin viel bewegt und viele neue Formate erfolgreich lanciert. Amgarten habe die SF-Unterhaltung entscheidend geprägt, so Haldimann, zunächst vor der Kamera, später als Programmverantwortliche und als Geschäftsleitungsmitglied.

Gabriela Amgarten feierte im Januar 2010 ihr 20-jähriges Dienstjubiläum beim Schweizer Fernsehen. Bekannt wurde Amgarten als Gesicht der Quizshow «Risiko», die sie von 1992 bis 2000 moderierte (siehe Box). Danach moderierte sie verschiedene weniger bekannte Sendungen und war ab 2001 Redaktionsleiterin Spiele, bevor sie 2005 ihre heutige Aufgabe als Abteilungsleiterin Unterhaltung übernahm. Amgarten ist ausgebildete Krankenschwester und arbeitete nach dem Wechsel in die Medienbranche beim Lokalradio Pilatus und bei den Luzerner Neuesten Nachrichten.

(mdr)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Luzerner am 17.05.2010 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    endlich!

    können wir uns wieder Hoffnung machen, dass sich das sftv verbessert. Wurde ja wirklich zeit!

  • gabor imgarten am 17.05.2010 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte an 20 Minuten

    Meldet doch bitte alle diese Kommentare ans SF, erst dort sind sie am richtigen Ort!

  • Hans Blickensdorfer am 17.05.2010 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    endlich

    endlich hat Frau Amgarten eingesehen, dass sie den Zenith überschritten hat und jüngeren dynamischeren Leuten Platz machen muss. Und es könnten auch noch gerade ein paar andere "alte", sogenannt verdiente Mitarbeiter des SF ihr Pult räumen, voran Herr Thurnherr, der als Sportreporter ein "tolle" Figur macht; aber es werden uns einige dieser Mitarbeiter denke ich, noch lange erhalten bleiben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gunter Igel am 26.11.2010 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    veraltete Bilder...

    aber hallo: da macht ihr kritische Bemerkungen an die werte Frau Amgarten, aber selber schafft ihr es nicht, eine aktuelle Bilderauswahl zu erstellen, sondern blendet einfach was uraltes ein -> lest mal die Bildunterschriften....

  • Bertrand Minger am 26.11.2010 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Chapeau SF!

    Das Schweizer Fernsehen muss mit beschränkten Mitteln viel unter einen Hut bringen und hat daher einen harten Job. Den erfüllt es meiner Meinung nach mehr als gut, in sehr vielen Sparten. Ich fühle mich als Schweizer gut reflektiert und bin oft aufs Angenehmste überrascht vom Programm. Weiter so aus meiner Sicht, kritisieren ist immer das Einfachste.

  • A. Meier am 26.11.2010 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Erstaunlich...

    Ich habe alle 54 Kommentare gelesen, doch niemand hat sich positiv über SF geäussert! Woran liegt das? Lesen die, die SF gerne schauen, keine Online-Zeitungen? Es scheint tatsächlich so, dass das SF-Publikum im Alter von 50 bis scheintot ist. Das würde mir als Verantwortlicher von SF zu denken geben...

  • Marcello Bello am 26.11.2010 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    SF

    Wenn ich TV schaue, dann tue ich das zu etwa 90 % bei SF. So schlecht kann also das Programm nicht sein oder zumindest sind die anderen Anbieter noch schlechter. Information und Sport finde ich meistens sogar sehr gut, bei der Unterhaltung ist sicher noch Verbesserungspotential vorhanden.

  • Maya Ziegler am 24.05.2010 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Hut ab!

    Frau Amgarten konnte sich als unqualifizierte Fernsehmacherin ungewöhnlilch lange auf dem Sessel halten. Sie wurde wohl von fähigen Kolleginnen und Kollegen im Hintergrund unterstützt. Darum: Hut ab für die Konsequenz.