Neue Show

10. Dezember 2011 15:17; Akt: 10.12.2011 15:20 Print

Gottschalk darf nicht mehr grabschen

Thomas Gottschalk hat erstmals seine neue Sendung vorgestellt. Dabei sind die Gäste nicht mehr zwingend im Studio, sondern werden auf einem Bildschirm eingeblendet, oder per Skype zugeschaltet.

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Ganze 24 Jahre - mit kleinen Unterbrüchen - moderierte Thomas Gottschalk «Wetten, dass...?». Am 3. Dezember 2011 kam der Abschied.

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Thomas Gottschalk sieht seine neue Sendung im Ersten «zwischen Boulevard und Feuilleton». Bei der Vorstellung von «Gottschalk Live» am Freitag in Berlin sagte der 61-Jährige, die Bezeichnung Hauptstadtmagazin finde er nicht schlecht. «In den USA würde so eine Sendung aus New York kommen.» Gottschalk sprach von einer «Wohlfühlhalbestunde» vor der 20.00-Uhr-«Tagesschau» und scherzhaft von einem «verlängerten Frühstücksfernsehen».

Zwischen «FAZ-Feuilleton und 'Bauer sucht Frau'»

Diese Zeit sei «genial», meinte er. «Wenn der Vater nach Hause kommt, weiss Mutti schon ein bisschen mehr.» Zum Konzept sagte Gottschalk: «Es muss etwas geben zwischen dem «FAZ-Feuilleton und 'Bauer sucht Frau'». Als Beispiele für ein Thema mit «menschlichem Bezug» nannte Gottschalk Pädogogik und Partnerschaft. Auf gar keinen Fall wolle er eine «Roter-Teppich-Sendung» machen. «Es muss schon eine gewisse journalistische Relevanz haben.» Aber als Journalist er habe sich nie betrachtet: «Wir wollen auch die bunten schillernden Menschen wie Anna Netrebko und Erwin Schrott», sagte Gottschalk.

Gottschalk will sich mit mindestens einem Studiogast und mit zugeschalteten Experten unterhalten. Er versucht eine «gewisse Leichtigkeit bei schweren Themen und eine gewisse Schwere bei leichten Themen«. Die Talkshows in der ARD sind ihm zu ernst. «Da fehlt mir, dass jemand dazwischen mal sagt: Moment, das hab' ich nicht verstanden.» Im US-Fernsehen erlebe er zwei Menschen, die einander sympathisch seien und über ein Thema stritten. Das will Gottschalk sich zum Vorbild nehmen.

Skypen statt tätscheln

Auf Studiopublikum verzichtet er, weil dies auf Kosten der Konzentration ginge, wie er sagte. «Das ist dann oft auch eine Klatschmasse, die relativ ermattet in den Seilen hängt», meinte Gottschalk. Die Zuschauer können aber ihre Meinungen, Videos oder Fotos beisteuern. Reaktionen sollen auf einem Laufband auf dem Bildschirm eingeblendet werden. Darauf will Gottschalk spontan reagieren und eventuell via Skype Kontakt aufnehmen, sich dabei aber «nicht als Internet-Guru stilisieren».

Ob sich der Kult-Moderator bewusst ist, dass er über Skype nicht begrapschen wird sich noch zeigen. «Gottschalk live» hat am 23. Januar Premiere und läuft montags bis donnerstags. «Ich habe allergrösste Lust darauf und hoffe, dass ich mich nicht verhebe», sagte Gottschalk.

(mor/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Quinci am 10.12.2011 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wetten dass...?

    wetten dass...? finde ich besser als per skype zu kommunizieren. Mann hat mehr davon

Die neusten Leser-Kommentare

  • Quinci am 10.12.2011 17:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wetten dass...?

    wetten dass...? finde ich besser als per skype zu kommunizieren. Mann hat mehr davon