MTV Movie Awards

06. Juni 2011 08:27; Akt: 06.06.2011 13:41 Print

Grapscher, Knutscher und kurze Röcke

Auch dieses Jahr strömte die Prominenz wieder zum coolsten Filmpreis Hollywoods. Die Röcke waren kurz, die Hemmschwellen niedrig.

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Willkommen bei den MTV Movie Awards 2011. Reese Witherspoon führt uns auch schon den diesjährigen Red-Carpet-Trend vor: Hautpsache kurz. Auch Gossip Girl und Di-Caprio-Freundin Blake Lively hält sich an den Dresscode. Ebenso Cameron Diaz. Hier im Bild mit Schauspielkollege Jason Segel («How I Met Your Mother»). Auch Kristen Stewart zeigt Bein – und ist für einmal gut gelaunt. Die pure Eleganz: «Harry Potter»-Schauspielerin Emma Watson. Küsschen von Emma - wer möchte das schon nicht? Hinreissend - auf eine gänzlich andere Art - auch Sängerin Nicki Minaj. Bei den MTV Movie Awards darf man auch mal ein bisschen tiefere Einblicke gewähren. Schliesslich sind wir hier nicht bei den steifen Oscars. Rosie Huntington-Whiteley mit Protzkarre – war die jetzt in «Transformers» oder doch «Fast Five»?! Endlich etwas für die Frauen: «Twilight»-Werwolf Taylor Lautner. «Wer ist hier der Werwolf», scheint McDreamy aka Patrick Dempsey zu sagen. Roarr! «Jackass»-Vollpfosten Steve-O durfte natürlich auch nicht fehlen. Aber jetzt zu den Awards. Derjenige für den besten Kuss geht an – wer hätte es gedacht – das «Twilight»-Traumpaar Robert Pattinson und Kristen Stewart. Statt seine Freundin abzuknutschen, fühlt sich Pattinson vom Preis zu einem ganz anderen Schmatzer inspiriert... ... und fällt Schauspielkollege Taylor Lautner um den Hals. Im prüden Ami-Land ein kleiner Skandal. Lautner bleibt cool und nimmt den Preis für den besten Film – «Twilight – Eclipse» – entgegen. Pattinson bekommt auch noch den Preis für den besten Hauptdarsteller. Jetzt reichts aber langsam mit den Vampiren! Justin Bieber, na toll – vom Regen in die Traufe. «Was hat denn der bei einem Film-Anlass zu suchen?», mögen Sie sich fragen. Der Teenie-Millionär hat seine Biografie auf Zelluloid gebannt. In «Never Say Never» hat er laut der Jury für den besten «Kinnlade runter»-Moment gesorgt. Das, liebe MTV-Jury, ist ein «Kinnlade runter»-Moment: Mila Kunis grapscht Justin Timberlake in den Schritt, während dieser ihre Brüste fest im Griff hat. Ach ja, Musik gabs auch noch. Unter anderem von Dave Grohl und seinen Foo Fighters. Und auch der beste Bösewicht darf bei einer Awards-Show nicht fehlen. Kennen Sie nicht? Der Brite Tom Felton spielt Harry Potters Ur-Widersacher Draco Malfoy. Das war's. Wir sagen byebye und bis im nächsten Jahr an den MTV Movie Awards!

Fehler gesehen?

Wie schon im Vorjahr waren die Movie Awards des Musiksenders vom Duell «Twilight» gegen «Harry Potter» geprägt. Beide Verfilmungen stellten die meisten Nominierten in den einzelnen Kategorien und traten auch in der wichtigsten Kategorie «Best Movie» gegeneinander an.

Bald zeichnete sich ab, dass die Vampire um Robert Pattinson die Zauberlehrlinge um Harry Potter abhängen würden. So hiess es am Schluss denn auch sage und schreibe fünf Mal «And the Winner is ... 'Twilight'». «Eclipse – Biss zum Abendrot» wurde nicht nur zum besten Film gekürt - Pattinson durfte sich auch über den Preis als «bester Schauspieler» freuen, Kristen Stewart bekam den Award als «beste Schauspielerin».

Weiter hatte auch Teenie-Schwarm Justin Bieber allen Grund zur Freude: Der Sänger konnte sich mit seinem Film «Never Say Never» in der Kategorie «Atemberaubendster Moment» gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Einen Preis staubte zudem Reese Witherspoon ab: Die 34-Jährige wurde mit dem Generation Award ausgezeichnet. In der Begründung hiess es, die Witherspoon bekomme den Ehrenpreis, weil sie mit all ihren Filmen das Publikum begeisternen würde. Bei einer Rede zu Ehren Witherspoons verlor Pattinson für einen kurzen Moment die Contenance - und sagte das am amerikanischen TV sonst so verpönte «F-Wort» ...

Auch in anderer Hinsicht gab es weitere Skandälchen - zumindest für US-Verhältnisse. Als Robert Pattinson gemeinsam mit seiner Freundin Kristen Stewart den Preis für den «besten Filmkuss» entgegennahm, beschloss er diesen mit einem leidenschaftlichen Knutscher zu feiern ... nicht mit Kristen, sondern mit seinem männlichen Co-Star Taylor Lautner.

Ach ja, und Justin Timberlake und Mila Kunis nahmen die Anmoderation für den «besten Kinnlade-Runter-Moment» zum Anlass, sich gegenseitig an die primären und sekundären Geschlechtszeile zu greifen. Somit dürfte der Status der MTV Movie Awards als «etwas andere Award-Show» für weitere Jahre gefestigt sein.

(cap/obi)