«DGST»

06. Februar 2011 15:14; Akt: 07.02.2011 10:15 Print

Hier wird Kilchsperger von Wrestler gebodigt

Die zweite Sendung von «Die grössten Schweizer Talente» bot Skurriles, Sportliches, Musikalisches - aber auch bewegende Geschichten.

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Die Solothurnerin Jeanette Brunner eröffnete die zweite Sendung um die Juroren Roman Kilchsperger, Christa Rigozzi und DJ Bobo. Ihre unterhaltsame, aber nicht allzu tolle Version von Céline Dions Liebesballade «Think Twice» kam besonders bei Musik-Profi Bobo nicht gut an - der Entertainer buzzerte nach wenigen Sekunden und meinte: «Ich wollte dich nur vor dir selbst schützen.»

Dann kam es schon bald zur bewegendsten Geschichte, die an diesem TV-Abend am Schweizer Fernsehen gezeigt werden sollte: Die zehnjährige Anthea Beyeler erobert mit ihrer Art die Jury-Herzen und reisst mit einer Flamenco-Performance auch das Publikum von den Sitzen. Den Auftritt widmet sie ihrem schwerkranken Vater Alfred, der während der Aufzeichnung hinter der Bühne auf sein Töchterchen wartet. Was der TV-Zuschauer da noch nicht weiss: Der 61-Jährige ist am 29.Januar an einer Lungenfibrose gestorben. Das Schweizer Fernsehen strahlte diese Information in Absprache mit der Familie dann doch noch kurz ein. Ein aufwühlender Moment für alle.

Wrestling, Tenöre und Schlager

Weiter ging es mit dem Gesangs-Quartett Phenomen, bestehend aus je einer Jazz-, Pop-, Rock- und R’n’B-Stimme, optisch irgendwie angelehnt an Il Divo. Mit einer klassischen Version von «Por ti sere» begeistern sie die Jury und kriegen ein dreifaches «Ja» - im Gegensatz zu den Kämpfern von «Swiss Championship Wrestling». Dafür sorgen diese für Unterhaltung, als sie den «Talente»-Juroren Roman Kilchsperger mit einem «Body Slam» aufs Kreuz legen.

In die nächste Runde kam dann allerdings Matthias Vogt aus Brittnau AG. Der 24-jährige Koch gab den Schlager «Träume sind stärker» zum Besten, wird von Bobo rasch weggebuzzt - doch Schlagerfan Kilchsperger kommt voll auf seine Kosten. Und meint schliesslich gar: «Das ist das klarste ‚Ja’, das ich je gegeben habe.»

Aus dem Publikum auf die Bühne

Ebenfalls ein klares «Ja» erhielt die 31-jährige Flora Makaya Yavwa aus Uster ZH. Sie sang während einer Pause im Publikum und begeistert die Moderatoren so sehr, dass sie spontan in die Show eingeladen wurde. Nach ihrer Version von «I Will Always Love You» von Whitney Houston bekommt sie Standing Ovations und die Einladung in den Recall.

Natürlich durfte in der zweiten Sendung aber auch der Trash-Faktor nicht fehlen. Für diesen war René Wiedmer mit seinem Highspeed-Jodeln besorgt. Er, der bereits beim deutschen «Supertalent» sein Glück versucht hatte, wollte gegen einen Düsenjet antreten - hätte dafür aber bereits im Voraus 100 000 Franken gebraucht. Die Siegerprämie in dieser Höhe wird er definitiv nicht mehr kriegen.

Anschauen kann man sich die Sendung hier

(cap)