Keine TV-Sendung mehr

14. Mai 2019 20:50; Akt: 14.05.2019 20:50 Print

Die grosse Victoria's-Secret-Show wird beerdigt

Jahrelang war die Victoria's Secret Fashion Show ein jährlicher Treffpunkt für Musikgrössen und Supermodels. Normalos verfolgten es per TV – damit ist nun aber Schluss.

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Jahrelang war die Victoria's Secret Fashion Show ein jährlicher Treffpunkt für Musikgrössen und Supermodels. Normalos verfolgten es per TV. Damit ist nun Schluss. Markeninhaber Leslie Wexner (81) verkündete, dass die Show nicht mehr im Fernsehen übertragen werde und ab 2019 in anderer Form stattfinden soll. Hier deswegen nochmals ein Blick auf die letzte, traditionell gehaltene Victoria's-Secret-Show von 2018. Im Bild der Auftritt von Rita Ora (28) und Model Stella Maxwell (28). Supermodel Adriana Lima (37) schritt an der vergangenen Show zum letzten Mal über den klassischen Victoria's-Secret-Catwalk. Josie Canseco an der letztjährigen Fashionshow. Shawn Mendes hat gesungen. Model Subah Koj war auch dabei. Neben Rita Ora war auch US-Sängerin Bebe Rexha teil des Unterhaltungprogramms. Die Dänin Josephine Skriver ist seit 2013 bei der Show dabei. 2016 wurde sie offiziell in den Rang eines Engels berufen. Mit Nadine Leopold schritt eine Österreicherin über den VS-Catwalk. Hier perfomt Bebe Rexha neben Willow Hand – und wirkt neben dem 1,79 Meter grossen Model klein. Das schwedische Model Elsa Hosk durfte den berühmten Fantasy-Bra tragen – vergangenes Jahr hatte der einen Wert von einer Million Dollar. Auch der Kardashian-Jenner-Clan war mit Engelsflügeln vertreten: Kendall Jenner schritt in schwarzem Dessous über den Laufsteg. Gigi Hadid präsentierte ein im Schottenmuster gehaltenes Kleid. Model Grace Bol wurden dunkelblaue Sternen-Flügeli montiert. Den klassischen Engel präsentierte das brasilianische Model Gizele Oliveira: Im weissen Federgewand und mit Lockenmähne schritt sie den Catwalk entlang. Hier eine Übersicht der Stage: Die war in Diamantenoptik gehalten. Georgia Fowler kombinierte mal schnell Unterwäsche mit einer abgeschnittenen Daunenjacke. Weil, warum auch nicht. Zum 18. Mal schwebte Adriana Lima vergangenes Jahr über den «Victoria's Secret»-Catwalk. Es war ihr letzter Walk für den Unterwäsche-Brand. Was sie damals nicht wusste: Auch für die anderen Models war es die letzte Show im herkömmlichen Sinne.

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Seit 1995 lud das amerikanische Unterwäsche-Label Victoria's Secret jährlich in einer anderen Metropole zu seiner berühmten Fashionshow.

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Die weltweit erfolgreichsten Models schritten in Dessous und Engelsflügeln über den Laufsteg, musikalisch begleitet wurden sie von Superstars wie Rihanna (31) oder Ariana Grande (25). Wer die heiss begehrten Flügel tragen durfte, flatterte auf direktem Weg in den Model-Olymp.

Normalos konnten das BH-Spektakel bis anhin im Fernsehen mitverfolgen, doch damit ist nun Schluss: Am Freitag zog Leslie Wexner (81, CEO und Gründer von L Brands, dem Mutterkonzern von Victoria's Secret) nach fast zwei Jahrzehnten die Notbremse. Die Mitarbeiter informierte er per Memo, wie «The New York Times» berichtet.

Show wird nicht mehr im TV übertragen

«Victoria's Secret muss sich weiterentwickeln, um wachsen zu können. Deswegen wird die Show nicht mehr im Fernsehen übertragen», so Wexner gegenüber «The New York Times». Das Aus für die Marke bedeutet das aber nicht. So verrät der 81-Jährige, dass weiterhin ein Event geplant sei. Allerdings werde dieser anders ausschauen und auf anderen Plattformen übertragen.

Das Erfolgsrezept mit reizender Unterwäsche und berühmten Namen spülte dem Dessous-Konzern jahrelang das grosse Geld in die Kasse. Seit einigen Jahren läuft das Geschäft aber immer schlechter.

Frauen wollen keine Engel in Strapsen sein

Models in Unterwäsche und Häuptlings-Federschmuck brachten dem Label Rassismusvorwürfe ein. Auch warfen immer mehr Frauen dem Konzern vor, nicht mehr zeitgemäss zu sein. Das Rollenbild habe sich verändert. Starke Frauen sind gefragt, keiner will mehr ein Fantasie-Engel sein.

Dementsprechend sanken Einschaltquoten und Verkaufszahlen. Auch Rihanna und ihre Fenty-Linie, die ganz im Zeichen von Vielfältigkeit und Body-Positivity steht, setzten dem Unterwäsche-Giganten zu. Zum Vergleich: 2013 schalteten bei der TV-Übertragung noch 9,7 Millionen Leute ein, 2018 waren es gerade noch 3,3.

(lam/mim)

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