Manuela Frey über SNTM

12. Oktober 2018 05:51; Akt: 12.10.2018 08:36 Print

«Ich muss hart sein. Das Modelbusiness ist hart»

Seit sechs Jahren arbeitet sie als Model, nun gibt sie ihr Wissen weiter: Manuela Frey (22) über ihren Job als «Switzerland's next Topmodel»-Host, Konkurrenzkämpfe und Lieblingskandidaten.

Lachen, überrascht oder sexy: Wie der perfekte Gesichtsausdruck für unterschiedliche Stimmungen funktioniert, zeigt Topmodel Manuela Frey. (Video: Katrin Ofner/Nicolas Faes)
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Manuela, bei «Switzerland's next Topmodel» machen Männer und Frauen mit. Gab es dadurch weniger Unstimmigkeiten in der Gruppe als bei «Germany's next Topmodel»?
Ich bin überzeugt, dass der Mix aus Jungs und Mädels besser harmoniert, weil es dann nicht so zu Zickereien kommt wie etwa bei GNTM. Generell sind die Schweizer Kandidaten aber zurückhaltender.

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Wo liegen die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Models?
Bei den Mädchen ist das Gesamtpaket schwieriger. Es gibt nur wenige, die 1,80 Meter gross sind, bei denen die Proportionen stimmen, die eine natürliche Ausstrahlung haben, deren Haut auch ohne Make-up rein ist und die den unbändigen Willen mitbringen. Die männlichen Modelanwärter hingegen sind meistens gross, den trainierten Body bringen sie oft schon mit und das Laufen auf dem Catwalk können sie auch schnell, weil es auch einfacher ist als bei uns Frauen.

Wer hat dich am meisten berührt?
Lorenzo. Sein Ehrgeiz trieb mir Tränen in die Augen. Er hat sich alle meine Tipps so zu Herzen genommen. Und mich sehr verehrt. Als wäre ich eine Göttin, was ich absolut nicht sein wollte.

Die 24 Kandidaten von «Switzerland's next Topmodel»

Hat er Chancen auf den Sieg?
Nichts ist unmöglich. Man könnte Lorenzo direkt auf den Runway schicken. Er ist zwar nicht gross, aber heutzutage erleben wir immer mehr, dass sich auch Influencer, Celebritys und Personen, die keine Models sind, auf dem Catwalk bewegen. Da könnte er definitiv mithalten.

Wie hast du es geschafft, trotz persönlicher Vorlieben den professionellen Blick nicht zu verlieren?
Das war das Schwierigste. Aber nach sechs Jahren, in denen ich nun schon in New York lebe und im Business tätig bin, weiss ich genau, was von einem professionellen Model verlangt wird und worauf es ankommt. Da muss man die Gefühle ausblenden. Ich suche ja Switzerland’s next Topmodel, keine Freundin.

Gab es Kandidaten, die du trotz ihrer guten Leistungen nicht mochtest?
Sicher! Ich habe mir aber nie gedacht «Die ist doof, die will ich jetzt nicht mehr, ciao». Wenn das Talent da war, habe ich sie selbstverständlich in die nächste Runde mitgenommen.

Hast du auch mal richtig weinen müssen?
Es war kurz vor dem Final, als wir eine Lieblingskandidatin verabschieden mussten. Bei der Entscheidung haben wirklich alle geweint und backstage war das grosse Drama. Obwohl sie nur ein paar Jahre jünger ist als ich, war sie für mich wie eine Tochter.

Wie war die Arbeit mit deinen Mitjuroren?
Papis Loveday habe ich zuvor nicht gekannt, aber viel von ihm gehört. Mit 16, 17 Jahren habe ich immer seine Shows gesehen. Während der jetzigen Dreharbeiten ist er ein guter Freund von mir geworden. Und die Dandy Diaries sind sehr lustig und richtig crazy. Mit der ganzen Jury war es wirklich toll.

Wer hat jeweils entschieden, welche Kandidaten weiterkommen?
Die Entscheidung lag allein bei mir. Das war wirklich cool. Gleichzeitig aber auch eine Herausforderung und Verantwortung. Du weisst genau, dass du in der nächsten Sekunde jemanden verletzten wirst und seinen Traum zerstörst. Trotzdem muss ich knallhart sein. Das Modelbusiness ist knallhart.

Fröhlich, traurig oder wütend: Oben im Video gibt Manuela Tipps fürs richtige Model-Posen.

(kao)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • @ Sala am 12.10.2018 06:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nützt nichts

    Geht Arbeiten, in die Pflege oder auf Arbeitsplätze wo es noch Leute braucht zum arbeiten. Nicht Chiki miki!

    einklappen einklappen
  • Cassy am 12.10.2018 07:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Models?

    Models?! Die haben alle zero Ausstrahlung und sehen total müde und krank aus...

  • iousili am 12.10.2018 06:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grosses Kino

    Ach du liebe Güte, das kann heiter werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • mary rose am 12.10.2018 10:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wer

    wer ist das, hab ich was verpasst. was hat sie je gemacht.

  • Norman Kurt am 12.10.2018 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Kurt

    Wo liegen die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Models? Männer verdienen viel viel weniger als Frauen. Schade wurde dies hier nicht erwähnt, ach ja, dumm von mir, Männerdiskriminerung gibt es ja nicht. :-)

  • jonny am 12.10.2018 09:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    model

    gefällt mir keine und keiner. Alle ohne Ausstrahlung.

  • King Kong am 12.10.2018 09:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Per aspera ad astra

    Ein weiterer Beitrag über das harte Leben der Models, welcher mir Tränen der Rührung in die Augen treibt. Welch unbändiger Wille und Ehrgeiz diese jungen Leute vorantreibt. Es wäre zu wünschen, sie würden diese Energie nicht derartig verschwenden.

  • Larissa am 12.10.2018 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Top-Models

    Nicht böse gemeint aber ich verfolge die Branche aus Eigeninteresse. Es ist sehr schwer sich hier zu etabilieren und von den Kandidaten wird es keine/r gross über den Teich schaffen. Im internationalen Vergleich mit richtigen Top-Models fehlt das spezielle und die Ausstrahlung. Es kommen 0 Emotionen rüber, das ist schon der Anfang vom Ende. Die Personene sind schön aber keine Top-Models. GNTM reicht sowieso, da brauchts nicht noch ne Schweizer Verison mit noch langweiligeren Kandidaten/innen.