Netflix-Trickserei

29. Januar 2020 16:42; Akt: 29.01.2020 16:42 Print

Die Schwerter in «The Witcher» sind nur halblang

Schon in der allerersten Folge der Netflix-Hitserie findet der beeindruckendste Kampf der ganzen Staffel statt. Henry Cavill verrät, wie dabei getrickst wurde.

Henry Cavill brennt (im übertragenen Sinn) für seine Rolle als Hexer Geralt, das ist jedem seiner Sätze anzuhören. (Video: Netflix)
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In der ersten Episode der Fantasy-Serie «The Witcher» zeigt Netflix, wie Hauptfigur Geralt seinen Beinamen «Der Schlächter von Blaviken» erhalten hat. In einer langen und blutigen Szene ist zu sehen, wie der Hexer im Städtchen Blaviken eine ganze Banditenbande samt deren Anführerin Renfri (Emma Appleton) auslöscht.

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Der Kampf ist einer der ersten in der Serie und bleibt bis zum Ende der Staffel auch der beeindruckendste, weil er besonders brutal ausfällt, eine grosse Gruppe beteiligt ist und der erste Teil aus einer einzigen Kameraeinstellung besteht.

Im Video oben erklärt Geralt-Darsteller Henry Cavill (36), wie anspruchsvoll die Szene war – und verrät, wie dabei getrickst wurde.

Und hier sind die drei wichtigsten Erkenntnisse daraus:

1. Die Schwerter sind abgeschnitten

«Ich pariere den Schwerthieb dieses Stuntmans mit nichts», so Cavill, «wir verwenden oft abgeschnittene Schwerter, wenn wir besonders komplexe oder gefährliche Sequenzen drehen.»

Die obere Hälfte des Schwerts wird dann in der Postproduktion am Computer ergänzt. Dort entstehen auch die blutigen Effekte – diese «in echt» zu erzeugen, wäre ungleich aufwendiger.

2. Jede Bewegung muss auf den Zentimeter genau stimmen

Kampfszenen müssen generell sehr genau einstudiert werden, damit sie gut rüberkommen und beim Drehen niemand verletzt wird. Noch wichtiger ist, dass bei einer Szene wie dem ersten Blaviken-Teil, der komplett ohne Schnitt (also ohne Filmschnitt, denn Schwertschnitte passieren durchaus einige) auskommt.

«Wenn auch nur eine kleine Sache nicht perfekt läuft, wenn die Kamera nicht genau richtig positioniert ist oder ein Stuntman ein kleines bisschen neben seiner Markierung steht, dann ist die ganze Szene ruiniert», so Cavill, «für Fehler ist kein Platz.»

3. Eine Minute Kampf bedeutet einen Monat Training

Im zweiten Teil der Auseinandersetzung stehen sich Geralt und Renfri gegenüber. Der eigentliche Kampf dauert nur rund eine Minute. Cavill: «Emma hat dafür unerbittlich trainiert. Ich glaube, sie hat während drei oder vier Wochen unzählige Stunden investiert.»

Zusätzlich kam eine Stuntfrau zum Einsatz, weil der Kampf technisch so anspruchsvoll war. «Ich hatte das grosse Glück, mit Lucy Cork zu arbeiten – wahrscheinlich die beste Stuntperson, mit der ich jemals performt habe», so der Hauptdarsteller.

Cork (28) und Cavill waren zwischen 2017 und 2018 knapp ein Jahr ein Paar. Die angebliche Trennung haben beide nie bestätigt – sollten sie also wirklich nicht mehr zusammen sein, verstehen sie sich aber immerhin noch sehr gut, wie es scheint.

(shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Flachländer am 29.01.2020 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wen kümmert das genau?

    ...und ich dachte immer StarTrek würde immechten Weltraum gedreht. Nun bin ich aber enttäuscht. hihi...

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  • Plötze am 29.01.2020 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    Immer wieder von neuem überrascht

    Das mit den Kurzschwertern wusste ich nicht. Wer aber schon mal ein solches Eisenschwert versucht hat nur schon waagerecht mit ausgestrecktem Arm zu halten, der weiss, wie extrem kraftraubend das ist. Einen Kampf so "echt" hin zu bekommen wie in "The Witcher" ist schon überraschend gut gemacht (choreografiert, mit passenden Klängen und Musik unterlegt, die richtigen Blut- und Schnittwunden hinzugefügt, der richtige Speed etc). Bei den Drachen von GoT überlegt man sich gar nicht erst, wie die Feuer speien. Solche "richtigen" Schwertkämpfe zwischen 2 Figuren sind da schon eine andere Sache

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  • simo am 29.01.2020 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    interressant, hätte ich nie gedacht. bin hin und weg wegen dem beschieß jetzt muss ich all die Actionfilme und Weltraum Filme nochmals ansehen. sterben die Leute in den Filmen auch nicht?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • King Kong am 30.01.2020 15:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lug

    Was? Wie? Geralt trickst? Nicht möglich, das kam doch im Fernsehen.

  • Mo Rast am 30.01.2020 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Schwertkämpfe sind langweilig.

    Zum Glück wurden Schusswaffen erfunden! Wer geht schon an eine Schiesserei mit einem Schwert?

    • Max der Dax am 30.01.2020 16:03 Report Diesen Beitrag melden

      John Wick

      Vielleicht John Wick wenn er gerade keine Munition mehr hat. :-)

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  • Andi am 30.01.2020 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vikings und dann Norsemen

    Und es kann herzhaft über die Barbaren und ihre absurden Bräuche gelacht werden. Der Blutadler ist dort modisch der allerletzte Schrei.

  • Stefan am 30.01.2020 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Supercavil

    Henry Cavil ist ein cooler Typ, egal was er spielt.

  • Sebi am 30.01.2020 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Gepunzt?

    Vergrössert bitte die Bilder, damit ich sehen kann, ob das Silberschwert auch wirklich gepunzt ist.