DSDS-Drama

09. März 2011 08:18; Akt: 09.03.2011 10:21 Print

Nina Richel singt weiter

Drei Tage nach dem ihrem Zusammenbruch bei «Deutschland sucht den Superstar» will Kandidatin Nina Richel weitermachen.

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Der sich als Schlager-Onkel vermarktende Kandidat Norman Lange wähnt sich in seinem Element und legt gleich mit einem Gassenhauer des Aprés-Ski-Genres los: «Ein Stern» von DJ Ötzi und Nik P. Als Zweite ist die Zürcherin Zazou Mall am Start. Souverän umschifft sie mit einer Performance von Lady Gagas «Born This Way» jegliche Ballermann-Anleihen und legt den weitaus kosmopolitischsten Auftritt des Abends aufs Parkett. Während Patrick Nuo Zazou mit Attributen wie «sexy», «bombastisch» oder «abgegangen wie eine Rakete» überhäuft, zeigt sich Juror Dieter Bohlen gewohnt kritischer: «Du singst nicht so gut wie du aussiehst.» Als nächstes folgt Nina Richel (17) – Grund genug für die Regiem nochmals den Divenkrieg zu thematisieren. Bohlen nervt sich vor allem darüber, dass sie und Zankkollegin Woitschak «99.99 Prozent der Zeit nur in Scheisse investiert» hätten. «In einer Woche einen einzigen Song zu lernen – das bring ich sogar einem Hamster bei!» Der Österreicher Marco Angelini ist angehender Arzt, scheut sich aber nicht, im wohl behämmertesten Aufzug des Abends auf die Bühne zu gehen. Im Wurzelsepp-Outfit versucht er Norman Lange in seinem eigenen Spiel zu schlagen. DSDS-Küken Sebastian Wurth singt den Udo-Jürgens-Oldie «Ich war noch niemals in New York» - allerdings in der Version von Sportfreunde Stiller. Nuo eröffnet ihm: «Nicht mein Geschmack heute Abend. Die Strophen waren schwach, Refrain war … gut.» Die eiserne Jungfrau Anna-Carina Woitschak, die so reuelos Bitchiness an den Tag legte, singt «I Will Survive» von Gloria Gaynor, allerdings in einer Sprache, die es noch zu entdecken gilt. Marvin Cybulski sieht weiterhin nach dem aus, was er in Wirklichkeit auch ist: Der Proll mit Soul; einer der am liebsten am Samstag zum Fussball geht und Wurst und Bier reinhaut. Auch die Songauswahl - «1001 Nacht (Zoom)» von Klaus Lage – passt zum Gesamtpaket, auch wenn er nicht der optimale Track ist, um sein gesangliches Potential zur Schau zu stellen. Ardian Bujupi will mit «Tonight (I'm Loving You)» von Enrique Iglesias auf Stimmenfang gehen. Nuo beschreibt ihn als «geiler Performer». Fernanda als «Disco-Kanone». Es folgt Trainingsanzug-Gott Pietro Lombardi mit «Freaky Like Me» von der Gruppe Madcon. Dieter moniert, der Song habe eigentlich zwei Strophen. Pietros Replik hat das Zeugs zum Zitat des Abends: «Ich hatte die zweite Strophe schon gelernt, doch die anderen haben … die meinten … ich habe, weisst du … äähh … Scheisse, egal!» Nun wird fast zwei Stunden lang gewählt. Nina Richel bekommt in der Zwischenzeit nochmals einen Ohnmachtsanfall. Bei der Rangverkündung darf sie sitzen. Zazou, Lichtblick des Abends, die so mir nichts dir nichts professionell ihren Job erledigte und auf Boulevardfutter verzichtete, ist weiter. Den Hut nehmen musste völlig überraschenderweise Marvin Cybulski.

Am 5. März 2011 stand die zweite Show von «Detuschland sucht den Superstar» unter dem Motto Aprés Ski Hits.

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Noch nie gab es bei «Deutschland sucht den Superstar» solch ein Drama. Zicken-Terror, Zusammenbrüche, Weinkrämpfe und Atemnot. Für Kandidatin Nina Richel wurde am Samstag alles zu viel. Vor laufenden Kameras brach die 17-Jährige zusammen. Am Tag darauf holte ihr Vater sie aus der «DSDS»-Villa. «Ich nehme meine Tochter aus dem Wettbewerb», so Vater Detlef am Sonntag.

Arztuntersuchung entscheidet alles

Offenbar haben sich Nina und auch ihre Eltern wieder beruhigt, denn Nina will weitermachen. «Ja, ich möchte antreten», verkündet Richel gegenüber «Bild.de». Ob Nina am Samstag wirklich auf der Bühne stehen wird, wird aber erst nach einem Arztbesuch entschieden. RTL schickt die Kandidatin zu einer Herz-Kreislauf-Untersuchung und einem Psychologen. «Erst dann wird entschieden, ob Nina am Samstag dabei ist», so eine Sprecherin des Senders.

(isa)