Panflötist gewinnt

17. Dezember 2011 21:15; Akt: 18.12.2011 10:51 Print

Ricky wird Dritter bei «Das Supertalent»

Piano-Wunderkind Ricky Kam aus Muri bei Bern hat es bei «Das Supertalent» auf den sehr guten dritten Platz geschafft. Gewonnen hat Panflötenzauberer Leo Rojas.

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Klavier-Wunderkind Ricky Kam hat es bei «Das Supertalent» unter die Top drei geschafft.

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Kurz nach 24 Uhr kam in der Nacht auf Sonntag die Entscheidung: Panflötenspieler Leo Rojas aus Ecuador ist Gewinner von «Das Supertalent 2011» — und damit um 100 000 Euro reicher. Auf den zweiten Platz schaffte es Sänger Sven Müller. Das Schweizer Piano-Wunderkind Ricky Kam schaffte es auf Platz drei. Der Kleine freute sich sichtlich über seinen grossen Erfolg.

Jury sah Ricky in der Favoritenrolle

Mit Beethovens «Für Elise» hatte der sechsjährige Klavier-Knirps Publikum und Jury überzeugt. «Für mich hast du schon gewonnen», sagte Motsi Mabuse begeistert. «Ich könnte stundenlang von dir schwärmen», doppelte Sylvie van der Vaart nach. «Die Patschehändchen haben am Anfang etwas gewackelt», gab sich Poptitan Dieter Bohlen erst leicht kritisch, räumte aber sogleich ein: «Bei diesem Druck kann man auch von den Grossen nicht erwarten, dass jeder Ton sitzt.» Van der Vaart traut es Ricky zu, als erstes Kind überhaupt bei «Das Supertalent» zu gewinnen, und auch Bohlen meint in Anlehnung an Julius Caesars weltberühmten Worte: «Ich bin gespannt, ob es am Schluss heisst: Ricky Kam, sah und siegte». Immerhin bis auf den dritten Platz hat es für Ricky gereicht. Ein hervorragendes Resultat.

Schweizer Piano-Punk verpatzte

Weniger glücklich verlief der Finalauftritt für Jörg Perreten. Der Schweizer Punk-Pianist war nervös, traf während der Darbietung von Metallicas «Nothing Else Matters» nicht alle Töne. «Wer sich sechs- oder siebenmal verspielt, hat in so einem Final nichts verloren», kritisierte Bohlen hart. Das schonungslose Urteil des Poptitan: «Das war schlecht.» Leider sah das Publikum das ähnlich. Es gingen nicht genügend Anrufe für den 23-Jährigen ein. Und trotzdem hat es Perreten von 42 000 Bewerbern unter die Top 10 geschafft — eine reife Leistung.

(sei)