«Zu viele Kühe und Alpen»

20. November 2014 12:50; Akt: 20.11.2014 12:50 Print

SRF plant grosse Unterhaltungs-Revolution

Kommt es zum grossen Coup? Sendungen wie «SRF bi de Lüt» sollen komplett umgestaltet werden. «Swissness ist ‹Teufelszeug›», heisst es in einem internen SRG-Papier.

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Gibt es bald weniger Swissness bei «SRF bi de Lüt»? (Bild: SRF)

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Beim SRF könnte es zur grossen Unterhaltungs-Revolution kommen. Dies geht aus einem internen Papier hervor, das der «Weltwoche» vorliegt. Hinter der Idee steckt Unterhaltungschef Christoph Gebel. «Die Swissness ist ‹Teufelszeug›», lautet offenbar sein vernichtendes Fazit.

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Zwar sei die Swissness das wichtigste «Alleinstellungsmerkmal» gegenüber der deutschsprachigen Konkurrenz. Sie dürfe aber «künftig nicht mehr in gleichem (Über-)Mass zu reinem Selbstzweck eingesetzt werden». Und weiter: Es gebe «definitiv zu viele Kühe und Alpen im Programm».

Realistischere Stoffe

Gebels Ziel ist es, so heisst es im Papier weiter, zu verhindern, «dass wir dem Publikum ein reaktionäres Weltbild vermitteln, also das Bild einer Schweiz skizzieren, die es so nur noch auf dem Leporello gibt». Man müsse realistischere Stoffe einplanen. Auch bei «SRF bi de Lüt» sei das «möglich und nötig». Die Show ist eine der erfolgreichsten Eigenproduktionen des Staatssenders.

Für Gebel ist klar: Die Stichworte «CH in Europa» sowie «CH in der Welt» sollen in den Sendungen zum Ausdruck kommen.

«TVOS» ein gutes Beispiel wegen der Secondos

Fragt sich bloss, wie ein SRF-Unterhaltungsformat dann im Idealfall aussehen müsste. Gebel nennt in dem Schreiben etwa die Castingshow «The Voice of Switzerland», weil dort viele Secondos mitmachten. Des Weiteren werden die Doku-Soaps «Jobtausch» und «Verkehrte Welt» genannt.

Nur: All diese Formate werden im Ausland eingekauft und zu einem grossen Teil auch von externen Firmen produziert. Davon möchte Gebel mehr, schreibt die «Weltwoche» weiter. Bewusst und vorsätzlich kratze man am «Alleinstellungsmerkmal».

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(scy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • C.S. am 20.11.2014 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Billag soll weg!

    Genau darum muss die Billag abgeschafft werden. SRF kann es nicht allen recht machen, aber heute müssen ALLE dafür bezahlen.

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  • Ameliore am 20.11.2014 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Sollen sich ein Beispiel

    an ORF nehmen - Kultur und aktuelle Serien/Filme gehen da sehr gut nebeneinander her!

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  • Herr R. am 20.11.2014 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Mist

    Mit dem Wort ist das alles umschrieben was Sie da planen. Identität zerstören/nicht mehr vermitteln wollen sie und mehr RTL Formate. Warum dann nicht gleich das RTL Programm komplett einkaufen ?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hamlet am 22.11.2014 00:03 Report Diesen Beitrag melden

    Quoten, Privatfernsehen

    Ja man produziert doch nur für die Quoten, das lässt sich auch immer wieder an den Äusserungen der SF Führung ablesen. Nichts von Verfassungauftrag die Leute zu informieren. SF ist ein privates Fernsehen das von den Bürgern Zwangsfinanziert wird. Ich bin für ein Werbungsverbot im SF.

  • Oliver Borries am 21.11.2014 22:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besser als Hartz 4tv

    Ich z.b. Schaue SRF...jeder Freitag auch bi de lüt... Das ist mein Highlight im Einheitsbrei und Hartz 4 tv von rtl 2 und wie die Sender alle heissen. Ich bin deutscher und wohne seit 10 Jahren im Grossraum zürich...und für solches tv Format zahle ich gern billig... Auf alle Fälle besser als irgendwelche amerikanischen pseudo komischen Serien zu schauen

  • Walter Spahni am 21.11.2014 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur die Billag muss weg!

    SRF kann gleich auch aufglöst werden. Wer schaut denn noch SRF??

  • Rentner am 21.11.2014 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    titel

    Wenn's bloss noch für die Jungen ist, will ich aber keine Gebühren mehr bezahlen.

  • Thomas Germann am 21.11.2014 16:37 Report Diesen Beitrag melden

    Service Public

    ist für mich Nachrichten, Abstimmungsresultate, Meteo und Notfallprogramme im Falle von Naturkatastrophen und im Kriegsfall. Alles andere ist Entertainment, und das ist NICHT Auftrag von Service Public !!! Daher mein Vorschlag; SFInfo behalten, den rest kippen. Macht Platz für private und reduziert die Billag um 99%.