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31. August 2018 08:22; Akt: 31.08.2018 08:23 Print

SRF versucht wieder was Neues beim ESC

Wer vertritt die Schweiz beim Eurovision Song Contest 2019? Das bestimmt neu eine 100-köpfige Zuschauer-Jury. Dafür fällt die grosse TV-Entscheidungsshow weg.

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Wir nutzen die News zum Eurovision Song Contest, um auf die 2018er Ausgabe des Musikwettbewerbs, an dem das Duo Zibbz (mit einem Fan, links) die Schweiz vertreten hat, zurückzublicken. Nachfolgend zeigen wir die gesamte Rangliste des Finals. Platz 1 beim ESC 2018: Netta Barzilai aus Israel gehörte zu mit ihrem Lied «Toy» von Beginn weg zu den Favoriten. Platz 2: Eleni Foureira aus Zypern mit ihrem Lied «Fuego» galt ebenfalls als Top-Favorit. Platz 3: Cesár Sampson mit «Nobody but you» für Österreich. Platz 4: Michael Schulte mit «You let me walk alone» für Deutschland. Platz 5: Ermal Meta & Fabrizio Moro mit «Non mi avete fatto niente» für Italien. Platz 6: Der Tscheche Mikolas Josef gehörte mit seinem «Lie To Me» ebenfalls zu den Top-Favoriten. Platz 7: Benjamin Ingrosso mit «Dance you off» für Schweden. Platz 8: Elina Nechayeva trat mit «La forza» für Estland auf. Platz 9: Dänemark mit Rasmussen und dem Lied «Higher ground» setzte auf Rock. Platz 10: DoReDoS mit «My lucky day» für Moldau. Platz 11: Eugent Bushpepa mit «Mall» für Albanien. Platz 12: Ieva Zasimauskaite mit «When we're old» für Litauen. Platz 13: Madame Monsieur mit «Mercy» für Frankreich. Platz 14: Equinox aus Bulgarien mit ihrem Lied «Bones». Platz 15: Alexander Rybak aus Norwegen gab sein Lied «That's How You Write A Song» zum Besten. Platz 16: Ryan O'Shaughnessy mit «Together» für Irland. Platz 17: Mélovin mit «Under the ladder» für die Ukraine. Platz 18: Waylon mit «Outlaw in 'em» für die Niederlande. Platz 19: Sanja Ilic & Balkanika mit «Nova deca» für Serbien. Platz 20: Jessica Mauboy musste den weitesten Weg zurücklegen. Die 28-Jährige aus Australien konnte mit ihrem Lied «We Got Love» nur bedingt überzeugen. Platz 21: Ungarn setzte mit der Band AWS und dem Lied «Viszlat nyar» auf rockige Musik. Platz 22: Für Slowenien trat Lea Sirk mit dem Lied «Hvala, ne!» an. Platz 23: Alfred & Amaia mit «Tu canción» für Spanien. Platz 24: SuRie mit «Storm» für Grossbritannien. Platz 25: Saara Aalto mit «Monsters» für Finnland. Platz 26: Cláudia Pascoal mit «O jardim» für Portugal. Die Schweizer Vertretung Zibbz klassierten sich leider nur im letzten Viertel – Rang 32 ist es letztlich geworden.

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Wer für die Schweiz am Eurovision Song Contest 2019 in Israel antreten wird, bestimmt neu ein 100-köpfiges Zuschauer-Panel und eine internationale Fachjury, wie SRF bekanntgibt. Wie bei den internationalen ESC-Shows zählen die Stimmen zu je 50 Prozent.

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Der Grund für diesen neuen Ablauf: 2019 gibt es keine Schweizer ESC-Entscheidungsshow im TV mehr. Das Format ist der Sparschere zum Opfer gefallen, wie Reto Peritz, Bereichsleiter Show bei SRF gegenüber 20 Minuten bestätigt: «SRF wird weniger Einzelsendungen realisieren.» 2018 schauten 152'000 zu, was einem Marktanteil von 8,4 Prozent entsprach.

Weniger Blamage für die Verlierer

«Wichtig war uns, dass nicht SRF die Entscheidung zum Schweizer ESC-Beitrag trifft, sondern dass das unabhängig und breit abgestützt geschieht», begründet Peritz die Einführung des Zuschauer-Panels.

Zwar fällt das TV-Spektakel nun weg, der neue Auswahlprozess habe aber auch Vorteile, findet der SRF-Show-Chef: «Da die Bewerbungen nicht öffentlich zugänglich sind, können Schweizer Künstlerinnen und Künstler anonymer am Bewerbungsprozess teilnehmen und müssen sich nicht in einem Schweizer Finale exponieren und allenfalls ausscheiden.»

Wer in die Publikums-Jury will, kann sich ab sofort hier dafür bewerben. Und Musik-Acts reichen ihre Songs für eine mögliche ESC-Teilnahme ab dem 1. September bei SRF ein – alle Infos dazu gibt es hier.

Das Projekt Eurovision Song Contest 2019 realisieren SRF, RTS, RSI und RTR gemeinsam.


Dieses Jahr gab es noch eine Entscheidungsshow: Hier erfahren Zibbz gerade, dass sie die Schweiz am ESC 2018 vertreten dürfen. (Video: SRF)


Der Auftritt der Zibbz am ESC 2018 in Lissabon. In der Vorrunde war bereits Schluss fürs das Luzerner Geschwister-Duo. (Video: SRF)

(kat/shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alejandro69 am 31.08.2018 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    Gebt doch auf

    Hört doch auf, hab ihr noch nicht verstanden das die Schweiz nie unter den Finalisten gehen wird. Spart euch das Geld von der Abend Show, reise Hotel ecc...ec.... verteilt lieber das Geld an den TV Abonenten

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  • Mani am 31.08.2018 08:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wow

    Der Grand Prix des schlechten Geschmacks.. Wer tut sich das überhaupt noch an?

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  • Kenan am 31.08.2018 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Was ich schon seit Jahren sage

    Die Sängerinnen, Sänger und Gruppen sollten am ESC anonym auftreten. Am besten nur im Radio. Alle sollen Englisch singen. Keiner weiss woher sie kommen. Da würden die Rangliste plötzlich anders aussehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bella am 03.09.2018 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Probierts mal mit Nicht-Teilnahme

    Wir sollten wirklich etwas Neues probieren: die Nicht-Teilnahme! Mir tun die Gebürhengelder noch mehr weh im Portemonnaie, wenn ich damit diesen Käse mitfinanzieren muss!

  • AntonMeier am 02.09.2018 22:18 Report Diesen Beitrag melden

    Was solls

    Ist doch kein Problem, die Gebührenzahler finanzieren den Schwachsinn ja. Dafür will man Fussballspiele oder f1 streichen mit vielen tausenden Zuschauern. Selbstherrliche Programm Chefs.

  • B.k. am 01.09.2018 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    Schande

    Schlimm ist. Dass die Radiosender in der Schweiz nicht mal die Musik spielt. Das ist eine schande für die Interpreten.

  • G. Nug am 01.09.2018 08:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lasst es!

    Warum muss man etwas erzwingen, bei dem man null Chancen hat.?

  • boy named sue am 01.09.2018 04:34 Report Diesen Beitrag melden

    wieso, warum und

    wozu das ganze? einfach um dabeizusein? tatsache ist doch, dass es in der schweiz keine konkurenzfähigen musiker gibt, die nur schon mit dem bescheidenen niveau des esc mithalten könnten.da kann noch so gepusht und gehypt werden... es reicht ganz einfach nicht.