«Leaving Neverland»

08. April 2019 10:58; Akt: 08.04.2019 11:40 Print

Decken Jacko-Fans SRF jetzt mit Beschwerden ein?

Der Schweizer Michael-Jackson-Fanclub ruft zur Beschwerde bei der Ombudsstelle der SRG auf. 20 Minuten hat bei Ombudsmann Roger Blum nachgefragt.

Der Trailer zur Michael-Jackson-Dokumentation, die Anfang März im US- und UK-Fernsehen und nun auch im deutschsprachigen TV ausgestrahlt wurde. (Video: HBO)
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Am Samstagabend lief «Leaving Neverland» erstmals im deutschsprachigen Fernsehen. Nach der Ausstrahlung auf SRF 2 und Prosieben diskutierten hiesige Zuschauer hitzig (auch auf 20min.ch) über die Dokumentation, in der zwei Männer erzählen, wie sie als Kinder von Michael Jackson missbraucht worden seien.

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Fansite-Betreiber sind empört

Der Schweizer Jacko-Fanclub Jackson.ch thematisierte seit der Premiere des Films am Sundance Festival Ende Januar auf seiner Website laufend die News, die «Leaving Neverland» kritisch betrachten oder negativ darstellen.

Nun rufen die Betreiber der Seite zur Beschwerde bei der Ombudsstelle der SRG auf, weil die Ausstrahlung der Doku gegen das Gebot des Sachgerechten verstosse, der Film prätentiös und manipulativ sei und SRF sich damit am «öffentlichen Rufmord an einem der bedeutendsten Künstler unserer Zeit» beteilige.

Sieben Beschwerden beim Ombudsmann

Die Fansite stellt sogar einen Textvorschlag zur Verfügung, der kopiert und an die Ombudsstelle gesendet werden kann. Das sei seit Samstagnacht auch passiert, bestätigt Ombudsmann Roger Blum auf Anfrage von 20 Minuten. Die Formulierungen würden ziemlich genau dem Vorschlag auf Jackson.ch entsprechen.

Allerdings seien bis am Montagmorgen erst sieben Beschwerden eingegangen – bei zwei weiteren fehle noch die Postadresse des Absenders, erst damit könne die Beschwerde angenommen werden.

SRF freut sich über die Diskussion

«Es sieht nicht nach einer Beschwerdewelle aus», sagt Blum. Aktuell sei es zudem still; es treffen also derzeit keine neuen Beanstandungen ein. Ordentliche Beschwerden prüft der Ombudsmann und entscheidet dann, wie und ob zwischen den Beteiligten vermittelt werden sollte.

Auf Anfrage bestätigt SRF, dass auch über ihre Kanäle Beschwerden angebracht wurden: «Wie erwartet, beteiligt sich das Publikum angeregt an der Diskussion, was uns sehr freut. Die meisten Kommentare erreichten uns über die sozialen Medien. Kritiker haben sich insbesondere daran gestört, dass SRF den Film ins Programm genommen hat.»

(shy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Enzo am 08.04.2019 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch wahr...

    Ich habe grossen Respekt für sein Talent und seinen Erfolg, jedoch wissen alle seit jeher, dass MJ Kinder missbraucht hat.. das ändert ja nichts an seinem Talent oder seiner Karriere, jedoch ist es die Wahrheit und ich finde gut, dass eine Aufklärung stattfindet.

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  • Ken-Guru am 08.04.2019 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Zweifel mehr

    Ich habe von der Doku absolut gar nichts gehalten, bis ich sie gesehen habe. Danach gibt es wohl, anhand der Zeitdokumente, keine Zweifel an der Richtigkeit der Aussagen durch die Opfer. Trotzdem mag ich die Musik noch von Michael Jackson.

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  • Clausilein am 08.04.2019 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Interessant!

    Wirklich interessant wie ein Pädophiler geschützt und seine Taten verniedlicht werden wenn es ein Star ist. Wie reagieren dieselben Fans wenn der etwas zu klein gewachsene und übergewichtige Nachbar als Pädophiler entlarvt wird? Werden dessen Taten auch schön geredet?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • HS. am 08.04.2019 22:31 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Wieviele Leute sich für einen Kinderschänder einsetzen.

  • Leandro am 08.04.2019 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubwürdig

    warum wurden von seiten mj keine gesprächspartner zugelassen? warum haben sie in der doku die gerichtlich abgewiesene schmerzensgeld forderung von 1,6 milliarden dollar verschwiegen? lüge in der doku: "James Safechuck wirft in der Doku Jackson vor, von ihm zwischen 1988 und 1992 mehrmals auf der Neverland-Bahnstation misshandelt worden zu sein. Allerdings wurde diese erst 1993 bewilligt und 1994 gebaut!" "Dan Reed Regisseur sagt, jetzt wo die Geschichte widerlegt wurde, sei das Ende des Missbrauchs von Safechuck halt mit 16/17 Jahren gewesen und nicht mit 14." irgendwie unglaubwürdig...

  • Simba am 08.04.2019 20:37 Report Diesen Beitrag melden

    Zum nachdenken...

    An alle die glauben MJ sei zu 100% unschuldig. Hättet Ihr eure kleinen Kinder MJ anvertraut? Sie bei Ihm im selben Bett übernachten lassen? Wenn nein, weshalb nicht?

  • Realist am 08.04.2019 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Pädophil

    Ich verstehe das Theater nicht, unter der Islamische Bevölkerung ist das normal. Da stört es doch auch niemanden, wieso macht man hier ein Fass auf?

  • Christian am 08.04.2019 20:34 Report Diesen Beitrag melden

    Weiter so

    Einen Teil ist wahrscheinlich wahr. Aber mich würde freuen wenn es einen solchen Film über den Vatikan Angestellten gäbe.