«Jö» gegen Punk

15. Dezember 2011 23:00; Akt: 16.12.2011 15:51 Print

Schweizer Duell beim «Supertalent»

Sie gehören beide zu den «Supertalenten» der Stunde. In der RTL-Show haben Jörg Perreten und Ricky Kam mit herausragendem Piano-Spiel das Finale erreicht. Eine Gegenüberstellung.

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Ricky Kam (l.) und Jörg Perreten (r.).

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Wunderkind? Ricky Kam aus Bern
Motsi Mabuse findet Ricky Kam (5) «sowas von süss» und für Sylvie van der Vaart ist der kleine Berner sogar ein «Wunderkind». Im Alter von zweieinhalb Jahren setzte er sich zum ersten Mal an den Flügel. Ein Fünf­jähriger erobert die TV-Bühne.

■ Seine Kindheit: Die dauert noch an. Da ist Papa Kam strikt. Der Sohnemann spiele aus Freude und nicht, weil Mami und Papi das so wollten. Ricky geht schwimmen, spielt Fussball und ist ein normaler Fünfjähriger, der seine grossen Brüder ärgert – nur mit flinken Fingern und absolutem Gehör.

■ Sein Leben: Ricky geht in den Kindergarten und Plüschaffe Ching-Ching weicht nicht von seiner Seite. Auftritte macht er nur ganz selten. Wenn er morgen Abend gewinnt, schwänzt er am Montag aber sicher nicht den Chindsgi.

■ Sein Stil: Mozart. Und Mozart. Ohne Spezial-Kinderklavier. Affe Ching-Ching wacht auf dem Klavier und Papa Kam daneben über die Kunst des kühnen Kleinen.

■ Seine Ausbildung: Ricky hat jeden Sonntag Klavierunterricht bei seinem Lieblingslehrer Albert Sidler. Pro Tag übt er zwei Stunden – aus Freude, nicht weil er müsse.

■ Sein Ziel: Er hätte gerne eine Power-Rangers-Figur. Das Siegergeld käme aufs Sparbüchlein.

Hoffnungsvoller Punk: Jörg Perreten
Jörg Perreten (23) blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Der Gstaader Punk spielte sich beim «Supertalent»-Casting mit einer Eigenkomposition in die Herzen der Jury. Bei Sylvie van der Vaart glitzerten sogar ein paar Tränen in den Augen. Von Dieter Bohlen bekam der Nachwuchs-Pianist aber auch den Marsch geblasen. Was hatte er bloss ausgefressen und wie stehen seine Chancen im Finale morgen Abend?

■ Kindheit ohne die Eltern: Mit «12 oder 13» wurde Jörg nach eigener Aussage seiner Mutter weggenommen. Die Eltern hätten sich getrennt, man habe nicht geglaubt, dass die Mutter allein auf ihn aufpassen könne, sagte Jörg im Interview mit RTL. Jörg kam zu Pflegeeltern auf einen Bauernhof: «Ich habe mich als Sklave gefühlt», resümiert er im Fernsehen. Drogen und Alkohol gehörten zum Leben.

■ Jugendzeit: Jörg flog zweimal von der Schule, schloss sich mit 16 der Punk-Szene an: «Ich ­habe randaliert und war nicht immer nett.» Er dachte an Selbstmord und litt unter Psychosen.

■ Sein Stil: Beim Casting sagte er, er könne die Noten nicht mit den Tasten­ zusammenbringen. Er spielt einfach und komponiert eigene Stücke.

■ Ausbildung: Jörg nahm während einer Woche Musikstunden.
Sein Ziel: dank dem «Supertalent» eine zweite Chance zu ­bekommen.

(20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kelly S. am 16.12.2011 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    Jörg

    Ich will ihn heiraten :)

  • Tabaluga am 16.12.2011 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Immer wieder das selbe

    1. Ich finde es eine Sauerei, dass man kleine Kinder ans Fernsehen verkauft. RTL möchte hier doch nur Geld machen, hohe Einschaltquoten, usw. Das übliche was man vom Sender kennt! Aber die Eltern sollten ihr Kind schützen... 2. Meiner Meinung nach hat der Typ wirklich Talent (der kleine Junge natürlich auch :) ). Aber um eine 2. Chance zu erhalten, sollte man im "normalen Leben" weitermachen. Sprich, eine Lehre absolvieren, Job suchen, usw. Eine zweite Chance über eine Castingshow wird wohl nicht der richtige Weg sein, um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

  • Jana K. am 16.12.2011 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Beides Talente

    Beides sind Talente, keine Frage! Der kleine Ricky kann Mozart spielen und das nach 2,5Jahren üben.. Für "Nicht-Klavierspieler" ist es wahrscheinlich nicht so verständlich, aber was er kann, braucht viel viel Fleiss und Können und obwohl ich schon vorher Noten lesen konnte, war es sogar nach einigen Jahren noch wirklich schwierig solche Lieder richtig zu spielen (und auswendig zu können).. Genau wie der Jörg, der hat einfach ein unglaubliches Gefühl für die verschiedenen Töne und welche Höhen etc. harmonieren

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tabaluga am 16.12.2011 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Immer wieder das selbe

    1. Ich finde es eine Sauerei, dass man kleine Kinder ans Fernsehen verkauft. RTL möchte hier doch nur Geld machen, hohe Einschaltquoten, usw. Das übliche was man vom Sender kennt! Aber die Eltern sollten ihr Kind schützen... 2. Meiner Meinung nach hat der Typ wirklich Talent (der kleine Junge natürlich auch :) ). Aber um eine 2. Chance zu erhalten, sollte man im "normalen Leben" weitermachen. Sprich, eine Lehre absolvieren, Job suchen, usw. Eine zweite Chance über eine Castingshow wird wohl nicht der richtige Weg sein, um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

  • Jana K. am 16.12.2011 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Beides Talente

    Beides sind Talente, keine Frage! Der kleine Ricky kann Mozart spielen und das nach 2,5Jahren üben.. Für "Nicht-Klavierspieler" ist es wahrscheinlich nicht so verständlich, aber was er kann, braucht viel viel Fleiss und Können und obwohl ich schon vorher Noten lesen konnte, war es sogar nach einigen Jahren noch wirklich schwierig solche Lieder richtig zu spielen (und auswendig zu können).. Genau wie der Jörg, der hat einfach ein unglaubliches Gefühl für die verschiedenen Töne und welche Höhen etc. harmonieren

  • Kelly S. am 16.12.2011 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    Jörg

    Ich will ihn heiraten :)