Annette Frier

15. März 2011 14:17; Akt: 15.03.2011 14:17 Print

Und ewig grüsst der Anwalts-Witz

Seit Aktrice Annette Frier im Fernsehen die Anwältin «Danni Lowinski» verkörpert, muss sie sich immer den gleichen doofen Scherz über Advokaten gefallen lassen.

Der Trailer für die zweite Staffel. Quelle: YouTube
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Die gleiche Leier: Annette Frier wird seit ihrer Rolle als TV-Anwältin Danni Lowinski immer gefragt, wann sie sich mal wirklich in einem Gerichtssaal blicken lässt. Die «Sat.1»-Serie ist gerade in die zweite Runde gegangen und die Hauptdarstellerin kann sich über eine Top-Quote freuen: 3,76 Millionen Deutsche schalteten ein, was einem Marktanteil von 11,4 Prozent entspricht. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren es 2,13 Millionen (Marktanteil 15,5 Prozent). Für den Erfolg muss sich Frier aber auch seltsame Fragen gefallen lassen.

«Man ist ja höflich»

«Ich werde lustigerweise besonders von Anwälten und Friseusen angesprochen», verriet die Star-Blondine im Gespräch mit dem Medienportal «DWDL» und lästerte mit einem Augenzwinkern: «Aber Sie glauben nicht wie einfallslos die Anwälte sind. Da kommt eigentlich immer die gleiche Frage: 'Tach Frau Kollegin, sehen wir uns vor Gericht?' Ich lächele und nicke dann jedes Mal so als würde ich das zum ersten Mal hören. Man ist ja höflich.»

Dabei würde die Schauspielerin im wahren Leben keinen Gerichtssaal betreten, auch nicht zu Recherche-Zwecken. «Ganz ehrlich: Ich halte nicht viel davon, wenn man vor einem Dreh versucht sich in seine Rolle reinzufinden, indem man plötzlich Jura-Vorlesungen besucht oder ganz tief in die Sachmaterie einsteigen will. Das nützt mir gar nix für die Schauspielerei. Welche Paragraphen und Gesetze ich da zitiere in der Rolle - damit beschäftige ich mich nicht. Ich lasse mir natürlich einige Dinge erklären, aber 'Danni Lowinski' ist ja keine Dokumentation, natürlich verkürzen und vereinfachen wir», verdeutlichte die Künstlerin.

Freude über US-Interesse an «Danni Lowinski»

Im Herbst wurde bekannt, dass das Serien-Format in die USA verkauft wurde, Friers Rolle übernimmt die Schauspielerin Amanda Walsh. «Ist schon toll, wenn man sich vor Augen führt, dass das bislang noch nie passiert ist. An Ideen mangelt es in den USA ja eigentlich nicht. Und dann ist eine Idee aus Deutschland überzeugender als all die Kreativen drüben? Super», freute sich das deutsche Original.

Was ausser «Danni Lowinski» in diesem Jahr noch alles ansteht, konnte die Kölnerin übrigens in zwei Sätzen zusammenfassen: «Erstmal gibt es die Idee, den Plan und die garantierte Umsetzung einer sechswöchigen Pause in der ich nicht ans Telefon gehen werde. Und danach drehe ich einen Kinofilm mit Marianne Sägebrecht», lachte Annette Frier.

(Cover Media/phi)