Netflix-Dok

05. Januar 2016 20:22; Akt: 05.01.2016 20:22 Print

Vermeintlicher Mörder bekommt jetzt Hilfe

Mit «Making A Murderer» hat Netflix einen Hit gelandet. Die Dokumentation über den vermeintlichen Mörder Steve Avery hat nun sogar eine Petition hervorgebracht.

Der Trailer zur Netflix-Dokumentations-Serie «Making A Murderer». (Quelle: Youtube/Netflix)
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Über die Weihnachtsfeiertage lief «Making A Murderer» in vielen Wohnzimmern in Dauerschleife. Die zehnteilige Dokumentation über den vermeintlichen Mörder Steven Avery und die offensichtlich marode Gerichtspolitik Amerikas schockierte und fesselte zugleich. So sehr, dass sogar eine Petition für Steven Averys Freilassung eingereicht wurde. Denn der Mann, der zuvor schon einmal 18 Jahre lang unschuldig im Gefängnis sass, beteuert immer noch, keinen Mord begangen zu haben.

Den Behauptungen Averys glauben aber immerhin über 150'000 amerikanische Bürger, die verschiedene Petitionen erstellt und unterschrieben haben, um den Dok-Darsteller zu befreien. Allein über 58'600 Unterschriften davon gingen bei einer offiziellen Petition an das Weisse Haus ein, die um ein Präsidenten-Pardon von Barack Obama bittet. Zwar ist diese Begnadigung sehr unwahrscheinlich, unmöglich ist sie aber nicht: US-Präsident Obama hat in seiner Amtszeit bereits 61 Straftäter begnadigt. Sein Vorgänger George W. Bush kam sogar auf 200 Kriminelle, die freigelassen wurden.

Auch Stars diskutieren über den Fall

Neben normalen US-Bürgern echauffieren sich auch Stars über das Gerichtsverfahren, das sie durch die Dokumentation fast schon hautnah miterleben konnten. So schreibt Mia Farrow auf Twitter, sie sei empört, nachdem sie alle zehn Folgen gesehen habe:


Auch Alec Baldwin ist entrüstet. Er findet, dass alle, die in Averys Geburtsort wohnen, Todesangst haben sollten.


Ricky Gervais hingegen lobpreist die Regisseurinnen Moira Demos und Laura Riccardi für ihre Meisterleistung: «Vergesst den Emmy oder den Oscar, ‹Making A Murderer› sollte einen Nobelpreis gewinnen. Die beste Dokumentation, die ich je gesehen habe.»


(ink)

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