«Homerun»-Test Teil 1

19. März 2012 07:30; Akt: 20.03.2012 09:27 Print

Wenn der Chef dich in den Urwald schickt

von Isabelle Riederer - Die Schweizer Survival-Show «Homerun» geht in Thailand in die zweite Runde. Und was macht mein Chef? Er schickt mich in den Dschungel, um herauszufinden, ob die Show echt ist. Danke! Und ja, sie ist echt!

Redaktorin Isabelle Riederer wagt das «Homerun»-Experiment und versucht im Dschungel von Thailand zu überleben. (Kamera: Rob Holub/Isabelle Riederer, Schnitt: Debby Galka)
Fehler gesehen?

Die zweite Staffel von «Homerun» steht an und mein Chef will, dass ich im Dschungel ums Überleben kämpfe. Ich ganz allein im Dschungel, das kann ja wohl nur ein Scherz sein. Doch es war keiner. Bereits wenige Tage später sass ich im Flieger nach Thailand. Ich soll herausfinden, wie echt und hart die Schweizer Survival-Show «Homerun» wirklich ist. Tolle Idee, danke!

Zwar habe ich die erste Staffel von «Homerun» in Namibia gesehen, doch der Dschungel im Norden von Thailand ist eben nicht Afrika. So startete ich mein «Homerun»-Experiment erst einmal damit, mich ausführlich mit der Flora und Fauna des Goldenen Dreiecks zu befassen - hätte ich es mal lieber nicht getan.

Panische Angst vor Spinnen

Kurz zu mir: Ich bin ein echtes Stadtmädchen, wilde Tiere leben im Zoo und die Natur ist ein kosmetischer Zusatz oder sorgt dafür, dass ich in meinem Garten Blumen habe. Ich will weder eins werden mit ihr, noch will ich in ihr überleben müssen. Ein wichtiger Punkt vorweg: Ich habe panische Angst vor Spinnen. Diese Tiere sorgen regelmässig dafür, dass ich in eine Art Schockstarre falle. In Thailand gibt es Millionen von Spinnen: Vogelspinnen, Springspinnen, Krabbenspinnen, Radnetz-Spinnen, kleine, grosse, allein, zu zweit oder in Massen. Und so war es ja wohl klar, dass ich bereits kurz nach meiner Ankunft im Nirgendwo Kontakt mit den achtbeinigen Tierchen hatte. Danke, Chef!

Zwei Tage und eine Nacht im Dschungel überleben

Aber zurück zu meinem Experiment - ich hatte ja einen Auftrag: Herausfinden, wie schlimm «Homerun» wirklich ist. Das Schweizer Produktionsteam von Mediafisch mit Produzent Björn Hering sorgte dafür, dass mein «Homerun» unter den gleichen Bedingungen stattfindet wie bei den Kandidaten. Und so wusste ich auch nicht, was auf mich zukommen wird. Zwei Tage und eine Nacht sollte ich im Dschungel überleben, die Kandidaten müssen ganze zwölf Tage überleben.

Keine Ahnung, wo ich bin

Nach 16 Stunden Flug und einer holprigen Autofahrt in den Norden von Thailand nahm mich Björn Hering in Empfang. Mein Experiment sollte sogleich starten. Schuhe wechseln, Hut anziehen und Insektenspray auftragen. Dann marschierten wir los, rein in den Dschungel. Ich hatte keine Ahnung, wo wir sind. Wie lange wir wohl unterwegs sein werden? Björn Hering wollte mir keine Auskunft geben und grinste hämisch. Bestimmt hat er sich mit meinem Chef abgesprochen.

Giftige Baumschlangen sind die grösste Gefahr

Es war heiss, feucht und die Kletterei setzte mir echt zu. Damit aber nicht genug. Überall lauern Gefahren. Einfach so gemütlich durch den Dschungel spazieren, kann tödlich enden. Jeder Baumstamm, jede Pflanze, jeder wackelige Stein muss erst genau inspiziert werden, denn Skorpione und besonders die giftigen Baumschlangen verstecken sich gern an solchen Orten. Wenn eine solche Schlange dich beisst, kannst du innert weniger Stunden tot sein. Super, danke Chef! Zum Glück habe ich nur eine aus der Ferne gesehen.

Ein Fall für zwei Springspinnen

Plötzlich hält Björn an und murmelt was von Spinnen. Ich werde nervös. Zwei Springspinnen sitzen nur wenige Meter vor mir im Unterholz. Björn versucht, mich zu beruhigen. «Wenn sie dich anspringen, einfach nicht nervös werden», meint er. Ja klar, wenn mich so ein Ding anspringt, schreie ich, bis Tarzan mich retten wird. Panisch renne ich an den Spinnen vorbei und falle dabei über meine eigenen Füsse.

Handy, Sonnenbrille, Lippenpflege - alles musste ich abgeben

Es war Nachmittag, als wir zum Übergabepunkt kamen, wo bereits mein «Homerun»-Experte Roman auf mich wartete. Björn Hering war zuversichtlich, dass ich es schaffen werde - ich nicht. Ich war jetzt schon mit meinen Kräften am Ende und das Schlimmste lag noch vor mir - die Nacht allein im Dschungel. Bevor Hering mich mit Roman allein liess, musste ich noch meine Habseligkeiten abgeben. Mein Handy, meine Sonnenbrille, nicht einmal meine Lippenpflege durfte ich behalten. Danke, Chef!

Wie es weitergeht mit unserer Redaktorin im Dschungel, sehen Sie morgen im zweiten Teil.

Homerun startet am 21. März um 19 Uhr auf Sat1 Schweiz

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daniel am 22.03.2012 23:58 Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Das Danke Chef gefällt mir dafür besonders :-) Bin gespannt auf Teil 2

  • Simone am 21.03.2012 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Chef.... -.-

    Das "Danke Chef" nervt... Ansonsten super Beitrag!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel am 22.03.2012 23:58 Report Diesen Beitrag melden

    Toll

    Das Danke Chef gefällt mir dafür besonders :-) Bin gespannt auf Teil 2

  • Simone am 21.03.2012 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Chef.... -.-

    Das "Danke Chef" nervt... Ansonsten super Beitrag!