«Das Supertalent»

19. Dezember 2011 13:07; Akt: 19.12.2011 13:48 Print

Wie lange bläst Bohlens Flötenmann?

Mit seiner Panflöte verzauberte der Strassenkünstler Leo Rojas bei «Das Supertalent» ein Millionenpublikum. Fragt sich nur, wie lange noch? Von seinen Vorgängern jedenfalls hört man nichts mehr.

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Der Panflötenzauberer Leo Rojas holte sich am Wochenende bei «Das Supertalent» den Sieg. Unglaubliche 31,93 Prozent der TV-Zuschauer haben für den Indianer zum Hörer gegriffen. Der Zweitplatzierte, Sven Müller, erreichte gerade mal 13,68 Prozent der Anrufe. Knapp dahinter liegt mit 13,23 Prozent der Berner Knirps Ricky Kam. Überraschend ist das Ergebnis des Schweizer Punk-Pianisten Jörg Perreten: Trotz harscher Bohlen-Kritik belegt er mit 10,68 Prozent des Telefon-Votings Platz vier.

Reitet Rojas jetzt etwa auf der Erfolgswelle in Richtung Superstar? Wohl kaum. Denn ein Blick in die Vergangenheit zeigt düstere Aussichten: So verschwand etwa der Sieger von 2009, Yvo Antoni, mit seiner Hündin Prima Donna nach dem Finale gleich wieder in die Versenkung. Ebenso geriet Vorjahres-Sieger Freddy Sahin-Scholl nach der Show in Vergessenheit. Geschweige denn Ricardo Marinello. An den Gewinner von 2006 kann sich wohl gar niemand mehr erinnern.

Wann kommt die Versenkung?

Einziger Hoffnungsschimmer am Supertalent-Horizont ist Michael Hirte. Der Mundharmonika-Spieler veröffentlichte seit seinem Sieg 2008 fünf Alben – sein erstes schaffte es sogar an die Spitze der deutschen Charts. Wie lange der besagte Drittel aller Anrufer seinen Schützling mit der Panflöte unterstützen wird? Wir sind gespannt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pia am 19.12.2011 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt der Optimismus?

    Wieso müssen alle immer so negativ sein?

  • Hansi Tobler am 19.12.2011 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist ja der Witz

    Ist doch egal wie lange man von ihm hört. Bei all diesen Sendungen wird sinnloserweise das Casting und nicht das nachher vermarktet. Das ist ja auch der Witz daran, jeder der mitmacht wird im Grunde verarscht. Nur die Jury, die wird reich. :)

  • Ivan Bichsel am 19.12.2011 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Ziel erreicht...

    Ob Talent oder nicht. Ob Star oder bald pure Luft, dass ist doch egal. Der junge Mann hat sein Ziel erreicht - Supertalent 2011 zu werden und die 100'000 Euro zu gewinnen, damit er seine Familie in seiner Heimat finanzieren kann. Dazu kann man ihn doch nur beglückwünschen, oder?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fernsehgucker am 19.12.2011 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    glaube nicht lange..

    all die Sternchen die da mit viel tam tam im Fernsehen zu Super-, Popstars oder Talenten mit X-Factor hochgejubelt wurden verblassen zimlich schnell. So wird der "Flötenmann" auch bald ausgeblasen haben und keiner erinnerst sich - oder kann mir jemand sagen wer der Pop-, Superstar bzw. X-Factor Supertalent im Jahre 2010 war? Sicher schnellen die Verkäufe oder Downloads kurz nach Bekanntgabe des Gewinners in die Höhe, aber die wirklichen Gewinner sind Bohlen und Co - dort sprudelt seit es die Castingshows gibt ununterbrochen der Geldregen. Naja, wers mag soll sich daran ergözen.

  • Julian am 19.12.2011 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    Mit Ignoranz Scheisse zu Gold machen.

    Hey Deutschland Du hast doch echt einen an der Waffel! Ich stamme aus Ecuador und kann nicht glauben, dass so ein Mist es in eine Casting Show schafft, welche angeblich das Supertalent sucht. Dieses kitschige Panflötengeduddel wird man in Ecuador selbst nicht einmal im Warteraum der billigsten Pseudo-Shamanen-Wahrsager-Show hören können. Aber für Leute bei denen der Horizont in Malle aufhört wirkt es eben sehr "kulturell". Arm...Sehr arm.

  • Hansi Tobler am 19.12.2011 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist ja der Witz

    Ist doch egal wie lange man von ihm hört. Bei all diesen Sendungen wird sinnloserweise das Casting und nicht das nachher vermarktet. Das ist ja auch der Witz daran, jeder der mitmacht wird im Grunde verarscht. Nur die Jury, die wird reich. :)

  • John Kipkoech am 19.12.2011 16:38 Report Diesen Beitrag melden

    Plagiat Rojas

    Was mich stört ist, dass Rojas nichts Neues gebracht hat. Dieser moderne Musikstil ist in Ecuador seit etwa 12 Jahren bekannt und seine Melodie ist uralt (Condor Pasa wurde vor 40 Jahren durch "Los Incas" berühmt) - nichts eigenes.

  • Musikfreund am 19.12.2011 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Er ist so gut wie Zamfir

    Gheorghe Zamfir wurde auch ohne unsere Stimmabgabe der weltbekannteste Panflötenbläser.