Zensur-Gate

09. Oktober 2019 16:04; Akt: 09.10.2019 16:04 Print

China verbietet «South Park» wegen Winnie Puuh

«South Park» und Winnie Puuh haben nicht viel gemeinsam. Trotzdem wurde «South Park» wegen des Kult-Bären in China gelöscht.

Das Netz wird von Winnie-Puuh-Memes und Präsident Xi geflutet. (Quelle: Wibbitz mit Material von Twitter und Southpark)
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Es ist kein Geheimnis, dass der chinesische Präsident Xi Jinping kein Fan der Trickfilm-Figur Winnie Puuh ist. Der Grund: ein Meme aus dem Jahr 2013. Dieses zeigt Xi bei einem Treffen mit dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama. Als Vergleich daneben wird Xi als Puuh und Obama als Tiger gezeigt.

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Die Realverfilmung des Schweizer Regisseurs Marc Forster aus dem Jahr 2018 wurde in chinesischen Kinos gar nicht gezeigt. Puuh steht mittlerweile auf der schwarzen Liste: Zu oft nutzen Regimekritiker das Aussehen des Bären und vergleichen ihn mit Xi Jinping.

Sind wir wieder Freunde, China?

Dies haben die Macher von «South Park» in ihrer China-Episode ebenfalls aufgenommen. In einer aktuellen Folge reist die Figur Stan Marsh nach China, um ihren illegalen Hanfhandel auszuweiten. Dafür kommt Marsh ins chinesische Gefängnis, wo er auf den eingesperrten Winnie Puuh trifft. Marsh erhält gar den Auftrag, den kultigen Bären zu töten.

«South Park» wurde in China mittlerweile ebenfalls gänzlich verboten und im Internet unzugänglich gemacht. Die «South Park»-Macher entschuldigten sich anschliessend mit einem ironischen Unterton. Im Text steht: «Xi sieht wirklich ganz und gar nicht aus, wie Winnie Puuh. Alles wieder gut, China?»

Das Netz dreht durch und immer mehr Memes werden in den sozialen Medien hochgeladen. Auch Kurzvideos werden dabei produziert. Eine Auswahl der besten Memes findet ihr im Video oben.

(fss)