«DGST»

14. März 2011 15:35; Akt: 14.03.2011 16:15 Print

Wozu braucht die Schweiz diese Talente?

Neun Acts sind in der letzten Runde von «Die grössten Schweizer Talente». Doch was haben die Finalisten zu bieten, was wir nicht schon mal gesehen haben?

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Sie tanzen Boogie-Woogie, singen Oper oder verdrehen ihren Körper: Selbstverständlich verfügen die Finalisten von «Die grössten Schweizer Talente» allesamt über eine Begabung. Allerdings sind die Talente, die sie zur Schau stellen, alles andere als einzigartig: Im Boogie-Woogie werden Weltmeisterschaften ausgetragen, Opernhäuser gibt es in jeder grösseren Stadt und wer Feuertänzer bestaunen möchte, kann dazu in den Zirkus gehen. Der einzige Unterscheid: Wer dort auftritt, ist längst über das Hobby-Niveau hinaus.

Das Fernsehen bekommt die Quote, die Kandidaten das Sprungbrett

Wozu also die ganze Show? Aus Sicht des Schweizer Fernsehens natürlich für die Quote: Die voyeuristisch angehauchte Unterhaltungsshow erwies sich schon im Ausland als garantierter Publikumsmagnet. Und auch in der Schweiz darf man sich über sehr gute Zahlen freuen: Im Schnitt erreichte das SF mit «DGST» circa 750 000 Zuschauer, was einem beachtlichen Marktanteil von um die 40 Prozent entspricht. Auch das Schweizer Publikum fühlt sich also bestens bespasst.

Zum Firmenanlass wird es allemal reichen

Auch für die Kandidaten ist die Teilnahme an der Show durchaus lohnend. Selbst wenn es nicht zum Sieg reicht, kann die Sendung zum Sprungbrett in die Professionalität werden. So konnten sich etwa die St.Galler Bubble Beatz nach ihrem Auftritt beim deutschen «Supertalent» vor Aufträgen kaum retten. Michael Hirte, der die erste Staffel von «Das Supertalent» gewann, lebt heute von seinem Mundharmonika-Spiel. Obwohl professionelle Tiertrainer die Tricks, die Yvo Antoni seiner Hündin Prima Donna beibrachte, aus dem Effeff beherrschen, beeindruckte auch er die TV-Gemeinde und gewann die zweite «Supertalent»-Staffel. Heute tingeln Herrchen und Hund als eingespieltes Team durch die Republik.

Nicht zu vergessen: Auch Paul Potts und Susan Boyle, die heute weltweit unterwegs sind und Millionen von Platten verkauften, wurden durch das britische Pendant «Britain's Got Talent» bekannt. Ob das Schweizer Fernsehen Künstler dieses Formats hervorbringen wird, ist jedoch fraglich. Am beeindruckendsten waren bislang die Auftritte von Schlangenfrau Nina Burri und den Bewegungskünstlern Rauf Yasit und Oliver Malicdem, die professionelle Akrobatik mit dem gewissen Etwas boten. Zum einen oder anderen Auftritt an einem Firmenevent dürfte es aber auch den Robo-Tänzern und Seilspringern von «DGST» reichen.

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Was halten Sie von den Qualitäten der «DGST»-Teilnehmer? Diskutieren Sie im Talkback!

(sei)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herbert Tobler am 14.03.2011 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Talent vs Rarität

    So wie der Schweine Bauer Fremdsprachen imitieren kann, dazu noch aktuelles in seinen mehrsprachigen Redefluss einbauen kann - z.T. auch passend und sehr lustig gar schweizerdeutsche Worte verwendet - da ist Talent. Sonst haben Sie recht mit ihrem Artikel. Oper ? Hab ich. Zirkus ? Hab ich. Sänger ? Naja es gibt bessere als bei DGST. Aber der Sprachen-Bauer ! DAS finde ich Talent und ich wüsste nicht, wo ich sonst eine solch lustige Show besuchen könnte.

  • läck bobby am 15.03.2011 08:10 Report Diesen Beitrag melden

    Überflüssig....

    Ich habe mir diese Sendung nur ein einziges mal angetan. Es war so langweilig, dass ich lieber mein Buch gelesen habe statt die Sendung bis zum Ende anzuschauen. In 2 Monaten weiss eh fast niemand mehr wer gewonnen hat. Überflüssige Sendung.

  • John am 14.03.2011 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso so negativ?

    Ich finde es Schade, dass 20 Min in letzter Zeit viele Artikel bringt, in denen sich der Autor über diverse Shows mokieren. Sei es nun DSDS mit dem Moderatoren Schreyl, bei dem jeder Kommentar kritisch unter die Lupe genommen wird oder die Talente die wir alle schon mal gesehen haben. Und trotzdem schauen sehr sehr viele Leute diese Shows. Paradox? Nun ja, es denkt nun mal sicherlich nicht jeder so negativ ;) Jeder Mensch weiss, dass die Hälfte inszeniert ist, aber das ist doch egal oder nicht? Sonst würden es kaum so viele Menschen schauen ;)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jan am 15.03.2011 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    Träume sind wichtig!

    Ich finde es eine gute Sache. Ist doch schön, wenn Buschauffeusen ihren grossen Auftritt im Leben bekommen. Warum tut ihr immer so "ghässig"? Es geht um Träume, die jeder von uns hat. Und auch wenn keine Riesenstars aus ihnen werden. Die Auftritte im Fernsehen und vor Publikum werden sie ihr Leben nicht vergessen und es wird eine tolle Erfahrung sein. Warum sollte man sowas absetzen? Ich sehe viel lieber echte Menschen im Fernsehen, die nach ihren Träumen greifen, als die 1000 Serie von Simpsons oder irgendeine neue CSI Serie.

  • läck bobby am 15.03.2011 08:10 Report Diesen Beitrag melden

    Überflüssig....

    Ich habe mir diese Sendung nur ein einziges mal angetan. Es war so langweilig, dass ich lieber mein Buch gelesen habe statt die Sendung bis zum Ende anzuschauen. In 2 Monaten weiss eh fast niemand mehr wer gewonnen hat. Überflüssige Sendung.

  • Gutzi am 15.03.2011 07:14 Report Diesen Beitrag melden

    WIR.. also die Schweizer

    brauchen das nicht. Aber das SF braucht das, um ihre miesen Einschaltquoten nach oben zu treiben. Wird Zeit, dem SF den Geldhan abzudrehen, damit sie wieder beginnen, Qualität zu produzieren.

    • Dani P. am 18.03.2011 17:35 Report Diesen Beitrag melden

      ICH...also nur 1 Schweizer

      brauche die Sendung auch nicht, aber wenn 750000 diesen Käse angucken, dann hat es wohl eine gewisse Berechtigung. Im übrigen verkörpern diese 750000 Zuschauer mindestens so sehr "die Schweizer" wie Ihre Einzelmeinung.....oder sogar ein bisschen mehr ;)

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  • John am 14.03.2011 22:12 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso so negativ?

    Ich finde es Schade, dass 20 Min in letzter Zeit viele Artikel bringt, in denen sich der Autor über diverse Shows mokieren. Sei es nun DSDS mit dem Moderatoren Schreyl, bei dem jeder Kommentar kritisch unter die Lupe genommen wird oder die Talente die wir alle schon mal gesehen haben. Und trotzdem schauen sehr sehr viele Leute diese Shows. Paradox? Nun ja, es denkt nun mal sicherlich nicht jeder so negativ ;) Jeder Mensch weiss, dass die Hälfte inszeniert ist, aber das ist doch egal oder nicht? Sonst würden es kaum so viele Menschen schauen ;)

  • A. Herzog am 14.03.2011 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Wahl zum Final

    Der Bauer als Sprachimitator war einzigartig und unterhaltsam. Schade, dass Christa Rigozzi einmal mehr aus dem Rahmen fiel mit ihrer Wahl!! Mit "je wie herzig" etc. findet sie sich wahrscheinlich "de Hammer"!Die 14jährige "Sängerin" ist noch lange nicht ein Talent!

    • toine us züri am 14.03.2011 22:16 Report Diesen Beitrag melden

      Altersbonus?

      es soll kein Kinder- oder Altersbonus geben! Ich habe schon viel bessere "Amateuro" gehört.

    • Leon am 15.03.2011 06:08 Report Diesen Beitrag melden

      Raudy Ysit und Oliver Mailcdem -zusammen --Amnesia

      Rauf und Oliver ....ich sag nur Hammer geile Show die die beiden liefern, unvorstellbar wieviel Kraft und Können hinter dieser Akrobatik steckt!Die beiden sind einzigartig und deshalb sind sie auch verdient im Finale,und ich hoffe die SChweizer rufen auch genug an,damit sie das Finale rocken können.....Finaleeee oh oh hooo....Ich beiden seit super duper!.Go Schweiz Go..

    • ME am 15.03.2011 08:42 Report Diesen Beitrag melden

      Abendfüllendes Programm

      Der Bauer war wirklich gut, sein Problem war aber meiner Meinung nach dass er nur diese eine Nummer beherrscht. Selbst bei der Firmen-Weihnachtsfeier füllt man damit nicht mehr als 10 Minuten. Beim ersten Mal hab ich mich noch schief gelacht, beim zweiten Mal wars zwar unterhaltsam aber nichts neues mehr, ein drittes Mal hätte ich mich vermutlich gelangweilt.

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