«DSDS»

26. Februar 2011 22:32; Akt: 28.02.2011 13:48 Print

Zazou ist weiter

Geschafft! Trotz schlechter Vorboten konnte sich die Schweizer Kandidatin Zazou Mall ihren Platz in der nächsten Runde von «Deutschland sucht den Superstar» sichern.

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Willkommen zur ersten Mottoshow von «Deutschland sucht den Superstar». Das Motto: Mega-Hits. Die verbliebenen zehn Kandidaten stellen sich vor. Moderator Marco Schreyl begrüsst das Publikum und stellt gleich die Jury vor - alle mit einem einprägsamen Attribut ... ... so ist Jurorin Fernanda Brandao eine «Gesamtgranate» ... ... während der Schweizer Patrick Nuo als «Singer-Songwriter und Augenweide» tituliert wird. Apropos Titel: Dieter Bohlen wird als «Unser Unterhaltungsminister, Doktor Dieter Bohlen» angekündigt. In Deutschland geht man mit Doktortiteln lockerer um als im Ausland, so scheint es. Und los gehts mit dem Österreicher Marco Angelini, der für den heutigen Auftritt stylingmässig offenbar alles vom Onkel, der in den 80ger Jahren der Dorfheld war, auslieh. Nur das Puch Maxi fehlte. Publikum und Jury gefiel der Auftritt. «Fehlerlos», so Nuo. «Die Fresse! Wer war das denn? Sieht aus wie eine Granate!» Moderator Schreyl hat die Zürcherin Zazou Mall längst als «unsere kleine Tanzmaus» abgestempelt. Zazou bringt «Don't Stop the Music» von Rihanna – nicht unbedingt der vorteilhafteste Song, um Gesangskönnen zu demonstrieren (starker Beat, schwache Melodie). Doch der Auftritt sitzt: Das Tanzen ist gewohnt souverän, der Gesang treffsicher und gut (was man von etlichen anderen Kandidaten nicht behaupten konnte …) Doch die Jury hat offenbar jene verinnerlicht, die prophezeiten, für Zazou würde es eng werden und meckert schonungslos am Auftritt herum. Nuo: «Stimmlich schwach.» Fernanda: «In dir steckt mindestens 40 Prozent mehr Gas.» Bohlen gewohnt in Alt-Macho-Manier: «Deine Beine sind dünner als Rihanna – die Stimme auch.» Sie müsse einfach mal richtig ins Mikro brüllen, die Sau rauslassen, sonst werde sie hier nicht lange überleben. Zazou lässt die Kritik über sich ergehen und bleibt cool. Ebenfalls auf der Abschussliste ist Nina Richel. Moderation und Jury spricht des Längerem über kürzlich geschossenen Bikini-Fotos und die Frage, wie viel Speck an den Hüften zu ertragen sei – wahrlich keine aufmunternde Song-Vorbereitung! Mit «Breakaway» von Kelly Clarkson ist eine Power-Ballade angesagt – eine schlaue Wahl, denn die zeitweiligen schrägen Töne werden vom Bombast-Arrangement grosszügig kaschiert. Nuo ist aber «enttäuscht». Bohlen: «Du hast abgenommen – aber an der falschen Stelle, an den Stimmbändern.» Fernanda verrät: Nina sei heute krank – von daher gesehen wars ein guter Auftritt. Ardian gilt als Favorit. Grund genug, seinen despektierlichen Ausraster gegenüber gewissen Konkurrentinnen in der vergangenen Woche des langem und breiten auszuwalzen. Der als «Knuddel-Macho» Titulierte zeigt Reue ob seiner Blödheit und gelobt Besserung. Und schon kanns zum Auftritt gehen! Er singt einen angeblichen Megahit, den niemand kennt, ein einfaches Melodielein, das aber beim Plebs Eindruck macht. Klar kommt er weiter! Es folgt «Schlagerkanone» Norman, der wiederum vollkommen ironiefrei einen Bierzelt-Halligalli übelster Sorte zum Besten gibt. Trotz angeblichen Textpatzern muss man ihm eines lassen: So selbstsicher wie er in seinem musikalischen Stil sind wenige am heutigen Abend. Sarah Engels singt Mariah Carey. Oh je. Auch die von der internationalen Castingshow-Polizei vorgeschriebenen Fensterputz-Handbewegungen können nicht davon ablenken, dass der Song eine Nummer zu gross für die 18-Jährige ist. Doch sie schlägt sich tapfer, was Nuo mit «beim letzten Mal wars Schokoriegel, heute Mousse au chocolat» quittiert. Auch Bohlen zeigt sich begeistert: «Du heisst Engel, hast auch so gesungen. Du warst bisher die Beste hier.» Sebastian «Justin Bieber» Wurth singt Westlife ganz passabel, obwohl er – 16-jährig – nicht so recht weiss, was er während dem Solo anstellen soll. Fernanda dazu: «Wir können gerne mal zusammen an der Körperhaltung arbeiten.» Die pubertären Hormone gehen in Kampfstellung. Pietro Lombardi singt «With You», der Megahit von Chris Brown – eine grauenhafte Plattitüde. Streng genommen ist der Song schwach gesungen und schwach performt. Doch Pietro wird von allen Seiten einen «riesengrossen Sympathiefaktor» (Bohlen) attestiert, was sich unter anderem darin bemerkbar macht, dass er seelenruhig in der Nase bohrt, während ihm die Jury die Leviten liest. «Hast du den Popel auch erwischt?», fragt Moderator Schreyl. «Ja, er hat auch geschmeckt!», so Pietro. Als «Puppenspielerin» wird Anna-Carina Woitschack tituliert – und gleich wird ihr Zickenkrieg mit Sarah Engel thematisiert. Reichlich sympathisch kommt sie dabei nicht weg. Und dann wagt sie sich noch an die Über-Ballade «I Will Always Love You». Gleich im ersten Refrain scheint sie der Mut zu verlassen. Der Tonartwechsel beim Schlussrefrain ist schliesslich ihr Tod. Die Halbtonschritte, die sie daneben liegt, sind geradezu schmerzhaft. Doch die Jury sieht darüber hinweg, moniert aber am optischen Auftritt: «Du wirktest wie ein eingesperrtes Tier», so etwa Bohlen. Marvin Cybulski, der Proll mit Soul, besticht durch seine sympathische Art, in der er sich konsequent den gängigen Normen der DSDS-Vorgaben widersetzt: Nein, keine doofen Tanzbewegungen! Nein, kein aufgesetzter, neuer Modeoutfit! Dafür liegt er mit der Songauswahl des gänzlich untrendigen Kenny-Rogers-Hit «We've Got Tonight» für seine Stimme haargenau richtig. Nuo: «Sehr, sehr, sehr geil gemacht.» Dieter: «Die Stimme ist fantastisch wie immer.» Auch bei der Schlussprognose waren sich Dieter, Fernanda und Patrick einig: Zazou und Nina packens nicht mehr. Doch siehe da! Zazou Mall kommt weiter! Eng wird es für Nina, Norman und Sarah, die zunächst als Zitterkandidaten ausharren müssen. Schlussendlich kommt Nina weiter. Sarah muss gehen. Somit erwiesen sich die Prognosen der Jury als komplett falsch. Das sind die neun verbliebenen Kandidaten: Marvin Cybulski, Marco Angelini, Anna-Carina Woitschak, Pietro Lombardi, Nina Richel, Sebastian Wurth, Zazou Mall, Norman Langen und Ardian Bujupi (v.l.).

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Vor der Show am 26. Februar schienen die Vorzeichen gesetzt: Laut den angeblich «streng geheimen» Abstimmungsergebnisse der letzten Sendung würde es für Zazou und Nina sehr, sehr eng werden, hiess es aus Insiderkreisen. So um die 100 000 Telefonanrufe würden ihnen fehlen. Und so wurden ebendiese Zazou und Nina von der Jury einiges strenger bewertet als manch einer ihrer Konkurrenten. Auch bei der Schlussprognose waren sich Dieter, Fernanda und Patrick einig: Die Mädels packens nicht mehr.

Dabei war der Auftritt der Zürcherin Zazou Mall wenn auch nicht überragend, so doch zumindest tadellos. Tänzerisch ist Zazou ohnehin selbstsicher wie keine Zweite bei DSDS. Leider ist «Don't Stop the Music» von Rihanna nicht zwingend der vorteilhafteste Song, um Gesangskönnen zu demonstrieren – starker Beat, schwache Melodie -, doch er sass. Ganz anders als etwa bei Norman mit seinen Textpatzern, Sebastian mit seinen schrägen Tönen oder Anna-Carina, die beim Schlussrefrain von «I Will Always Love You» geradezu kriminell falsch sang.

Die Jury hatte offenbar die streng geheimen Abstimmungsergebnisse vom letzten Mal verinnerlicht und Zazou schon abgeschrieben. Patrick Nuo meinte, sie sei «stimmlich schwach» gewesen. «In dir steckt mindestens 40 Prozent mehr Gas», meinte Fernanda Brandao, während Bohlen proletete: «Deine Beine sind dünner als Rihanna – die Stimme auch.» Sie müsse einfach mal richtig ins Mikro brüllen, die Sau rauslassen, sonst werde sie hier nicht lange überleben - was mit einem Zwischenruf aus dem Publikum quittiert wurde: «Du hast die Töne auch nicht immer getroffen, Dieter!»

«Ich werde einfach mein Ding machen und hoffen, dass es besser rauskommt als letztes Mal», hatte Zazou noch im Vorfeld gegenüber 20 Minuten zu Protokoll gegeben. «Zum Glück fliegt ja nur einer raus. Da bin ich zuversichtlich, dass es bei mir klappt.» Zazou lag mit ihrer Zuversicht richtig - ganz anders als die Jury, deren Prognosen sich allesamt als falsch erwiesen: Zwar wurde die ebenfalls fürs Ausscheiden gesetzte Nina Richel zunächst Zitterkandidatin, den Hut nehmen musste aber am Ende Sarah Engels.

Weiterhin im Rennen sind: Marco Angelini, Norman Langen, Sebastian Wurth, Pietro Lombardi, Ardian Bujupi, Anna-Carina Woitschak, Nina Richel, Marvin Cybulski und Zazou Mall.

(obi)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Yannick Degen am 27.02.2011 00:42 Report Diesen Beitrag melden

    Zazou

    Zazou mag vielleicht nicht die allerkräftigste Stimme haben, aber sie hat Starappeal und einen sympathischen starken Charakter! Sie soll es weit schaffen!!!

  • Remo-1969 am 27.02.2011 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Der Sieger steht längst fest!

    Und wohl klar, wer das sein wird - die deutsche Ausgabe von Justin Bieber (Sebastian oder wie der heisst). Kleine Mädchen rufen wie wild für den an - unabhängig von der gesanglichen Leistung.

  • Megafan :D am 27.02.2011 02:28 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr schön

    weiter so :)

Die neusten Leser-Kommentare

  • zimboh am 28.02.2011 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Niveau so flach wie der Moderator

    Ich würde mir wünschen, dass auch die Leistungen des Moderators bewertet würden. Dann wäre Herr Schreyl schon beim casting rausgeflogen. Was der von sich gibt, grenzt an Körperverletzung. Insgesamt ist das Niveau dieses Jahr sehr flach und Zazou sich nicht die Schlechteste

  • Gabi Giftig am 27.02.2011 23:49 Report Diesen Beitrag melden

    2011 Tiefstes DSDS Niveau !!!

    Dieses Jahr, dass hat man sicher bereits bemerkt, ist das Niveau das tiefste, seit es DSDS gibt. Leider muss man da ja sagen, denn das Zuschauen ist sehr anstrengend geworden. Immer schlechter werdenede Leistungen von allen.... Schade eigentlich. Nun müssen sie unter den schlechten den Besten auswählen ;-)

  • Tom Schumacher am 27.02.2011 23:38 Report Diesen Beitrag melden

    tja...

    die heisse singmaus ist nun raus und für mich ist daher die sendung aus die maus. schade!

  • Lisa am 27.02.2011 23:30 Report Diesen Beitrag melden

    Sturheit

    Tja liebe Marvin Fans, auch wenn er wirklich recht gut singt, seine Sturheit in Bezug auf etwas mehr Bewegung auf der Bühne, wird ihm das Rausticket bescheren. Keiner kann so viele Live-Shows überstehen ohne mit dem Hintern zu wackeln. Der verkauft sich wirklich schlecht.

  • Remo-1969 am 27.02.2011 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Der Sieger steht längst fest!

    Und wohl klar, wer das sein wird - die deutsche Ausgabe von Justin Bieber (Sebastian oder wie der heisst). Kleine Mädchen rufen wie wild für den an - unabhängig von der gesanglichen Leistung.