«Tagesschau» abgebrochen

26. Januar 2015 13:20; Akt: 26.01.2015 16:04 Print

«Ich wäre ein Arsch, hätte ich weitermoderiert»

Sportmoderator Sascha Ruefer musste die «Tagesschau»-Sendung nach dem Kollaps seiner Kollegin abbrechen. Jetzt erklärt er, was ihm dabei durch den Kopf ging.

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«Was für eine Tagesschau-Sendung gestern Abend! Auf vieles ist man vorbereitet, aber nicht darauf, dass eine Kollegin während der Sendung kollabiert», beginnt der Facebook-Eintrag von SRF-Moderator Sascha Ruefer.

Weil Moderationskollegin Cornelia Boesch während der 19.30-Uhr- «Tagesschau» vom Sonntagabend unter plötzlichem Unwohlsein litt, erschien plötzlich Ruefer auf dem Bildschirm. Er moderierte kurz die Sportnews und gab dann das vorzeitige Ende der Sendung bekannt. Der Entscheid wurde vom «Tagesschau»-Produzenten gefällt.

Viele Leute hätten ihn danach gefragt, weshalb er die Sendung nicht selbst zu Ende geführt habe, schreibt Ruefer auf Facebook. Seine Antwort: «Ich hätte die Sendung zu Ende bringen können. Womöglich auch fehlerlos. Und vielleicht hätte ich so TV-Geschichte geschrieben.»

«Menschlich wär ich ein Arsch gewesen»

Und weiter: «Menschlich aber wär ich ein Arsch gewesen. Ein ganz grosses sogar. Wenn beim Paarlaufen einer stürzt oder gar ohnmächtig wird, zieht der Partner die Show auch nicht allein durch. Er bricht ab und kümmert sich um seinen Partner», schreibt Ruefer.

Das Fernsehen sei keine One-Man- oder One-Woman-Show, sondern Teamplay und Conny eine geschätzte Kollegin. Er habe sich rasch um die ohnmächtige Kollegin kümmern wollen.

Der letzte Satz ist an Cornelia Boesch gerichtet: «Schön, geht’s Dir wieder besser @CorneliaBoesch!»

(pat)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hans pressant am 26.01.2015 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es nervt!

    Jetzt wurde einmal eine Tagesschau abgebrochen und es wird ein riesen Ding daraus gemacht. Das sind auch nur Menschen, die krank werden können. Heute Abend könnt ihr wieder eure Tagesschau sehen, hoffentlich hört das Rumgeheule dann auf!

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  • selbstverständlich am 26.01.2015 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Charakter vor Show

    Herr Rufer, Hut ab.

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  • Barbara am 26.01.2015 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Das bisschen Fieber

    Das kommt davon, wenn man sich bei Krankheit nicht schont. Aber der Schweizer ist ja noch stolz darauf, wenn er trotz 40 Grad Fieber zur Arbeit geht, er dort kollabiert, dann ist er ein Held. Super! Dann sich irgendwann über den Herzinfarkt mit 50 wundern, ja ja. Wer krank ist, gehört ins Bett. Punkt. In dem Sinne gute Besserung an Frau Boesch.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anna Pla am 27.01.2015 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    richtige Entscheidung

    genau meine Meinung und dank an Herrn Rufer für die kollegiale Haltung.

  • Bumü am 27.01.2015 09:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lohnkürzung

    Vermutlich ist das Unternehmen SRF auch ein Arbeitgeber der die ersten drei Tage der Krankheit nicht bezahlt da muss man halt mit Fieber arbeiten wenn man keine Kürzung des Lohns in kauf nehmen will.

  • Alex am 27.01.2015 08:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte langsamer kommentieren

    Es ist auch gut haben Sie nicht weiter kommentier. Mit ihrer verwaschenen und unpräzisen Aussprache versteht man sie sowieso schlecht. Bei Sportübertragungen wäre es auch sehr angenehm, wenn sie langsamer und und deutlicher reden würden.

  • Irène Nünlist am 27.01.2015 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der Mensch steht im Vordergrund

    Ich finde es gut,hat Herr Rufer so reagiert. Hut ab Herr Rufer.

  • Reporter am 27.01.2015 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Paar?

    Das ist ja kollegial, dass sich der Moderator um seine Kollegin sorgen macht. Gab es aber keine anderen Leute die vor Ort waren um ihr zu helfen? Vielleicht läuft da mehr als nur Teamgeist zwischen den beiden Moderatoren..sie soll ja schwanger sein...hmmm