Marcel Koller

28. Februar 2020 11:11; Akt: 28.02.2020 11:11 Print

«Wichtig ist, dass ihr es als Kracher verkauft»

von E. Tedesco - Am Freitagmittag weiss der FCB, gegen wen er im Achtelfinal der Europa League spielt. Trainer Marcel Koller hat einen Wunsch. Nicht nur, was den Gegner angeht.

Das sagt FCB-Trainer Marcel Koller auf die Frage nach einem möglichen Gegner. (Video: 20 Minuten)
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Der FC Basel steht als Achtelfinalist in der Europa League fest. Die Auslosung für die nächste Runde findet am Freitag ab 13 Uhr in Nyon statt. Auf den Zettelchen, die in die Kugeln für die Auslosung gepackt werden, stehen klingende Namen europäischer Clubs wie Inter Mailand, Manchester United, Bayer Leverkusen oder FC Sevilla.

Dem FCB werden einige weitere Namen sehr bekannt vorkommen. Zum Beispiel der des österreichischen Vertreters aus Linz oder auch Getafe. Gegen den LASK schieden die Basler im August 2019 in der 3. Qualifikationsrunde zur Champions League aus und mussten mit der Europa League vorlieb nehmen. Die Spanier verwies Rotblau in der Gruppenphase auf Rang 2 und schnappte sich den Gruppensieg und eine Prämie von 1 Million Euro. Apropos Prämie. Die Siege gegen Apoel bringen 1,14 Millionen und weitere 1,1 Millionen gibt es für die Achtelfinal-Qualifikation.

Die Zugabe

Gutes Reisegeld. Aber Fabian Frei hat einen Wunsch: Keinen langen Flug in den Osten. «Deutschland, Italien oder England – lieber die grossen Fussball-Destinationen», sagt der einzige Torschütze beim Sieg am Donnerstag gegen Apoel. «Ich glaube, wir haben es verdient, dass wir einmal einen geilen Gegner bekommen.»

Einen Kracher oder lieber einen machbaren Gegner, lautet die Frage an Marcel Koller. «Was in der Auslosung kommt, ist Zugabe. Wenn es ein Kracher wird, freuen wir uns darüber. Und wenn es kein grosser Name wird, ist es wichtig, dass ihr es als Kracher verkauft», richtet der FCB-Trainer das Wort an die Journalisten.

Kleine Namen – weniger Zuschauer

Koller nennt die letzten Gruppengegner Getafe, Trabzonspor und Krasnodar Top-Mannschaften, weil sie aber so weit weg sind, kenne sie keiner gut. «Und deshalb werden sie hier als schlecht verkauft.» Für seine Mannschaft sei das schade, denn sie würde das spüren, weil weniger Leute ins Stadion kommen. «Kleiner Hinweis», sagt Koller schmunzelnd, «egal wie es kommt – gut schreiben.»

Wohin die Reise geht weiss der FCB also ab 13 Uhr. Fix sind mit dem 12. und 19. März die Spieldaten. Und sicher ist auch: So locker wie gegen Apoel dürfte es in der Runde der letzten Sechzehn nicht mehr werden.