Börse Tokio

15. März 2011 06:32; Akt: 15.03.2011 08:07 Print

Nikkei fällt ins Bodenlose

Nach dem verheerenden Erdbeben sind die Aktienkurse in Japan den zweiten Tag in Folge deutlich gefallen. Der Nikkei-Index sank um zwölf Prozent.

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Die japanische Zentralbank pumpte am Dienstag weitere fünf Billionen Yen (56 Milliarden CHF) in die Geldmärkte. (Bild: AFP)

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Nach Handelsbeginn am Dienstag sank der Nikkei-Index um zwölf Prozent auf 8.422 Zähler. Am ersten Handelstag nach dem Beben und dem anschliessenden Tsunami war der Nikkei-Index am Montag um sechs Prozent eingebrochen. Der breiter aufgestellte Topix-Index sank am Dienstag um 6,4 Prozent.

Die japanische Zentralbank pumpte weitere fünf Billionen Yen (56 Milliarden CHF) in die Geldmärkte. Die Bank hatte die Märkte bereits am Montag mit der Rekordsumme von 15 Billionen Yen (170 Milliarden CHF) versorgt.

Die weiterhin angespannte Lage im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi wirkte sich vor allem auf Unternehmen der Nuklearindustrie aus. Die Aktien von Hitachi gaben am Dienstag um 7,8 Prozent nach, der Kurs der Schwerindustriesparte von Mitsubishi sank um neun Prozent. Die Papiere des grössten Uran-Produzenten der Welt, Energy Resources of Australia, fielen um 8,6 Prozent.

Aktien von Cosmo Oil sanken um acht Prozent

Die Aktien des Mineralölkonzerns Cosmo Oil, in dessen Raffinerie nach dem Erdbeben am Freitag Feuer ausgebrochen war, sanken um acht Prozent.

Von den Kurseinbrüchen war auch die japanische Autobranche betroffen, die im Erdbebengebiet im Nordosten Japans zahlreiche Werke unterhält. Die Aktien des weltgrössten Autobauers Toyota fielen um 4,7 Prozent, Honda verlor 4,4 Prozent und Nissan fünf Prozent. Die Autosparte von Mitsubishi büsste 6,2 Prozent ein und die Papiere des Nutzfahrzeugherstellers Isuzu Motors gaben um 8,6 Prozent nach.


(ap)