Schweizer Märkte

01. März 2011 18:17; Akt: 01.03.2011 18:24 Print

Unruhen in arabischer Welt bremsen Börse

Die anhaltenden politischen Unruhen im arabischen Raum haben am Dienstag auch an der Schweizer Börse für Nervosität gesorgt.

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Es gab am Nachmittag auch uneinheitliche Konjunktursignale aus den USA. Die US-Bauausgaben im Januar waren überraschend deutlich gesunken, gleichzeitig hellte sich die Stimmung der Einkaufsmanager für das Verarbeitende Gewerbe im Februar stärker als erwartet auf.

US-Notenbankchef Ben Bernanke zufolge dürfte der Ölpreisschub wohl keine Auswirkungen auf die US-Wirtschaft haben. Sollte der Anstieg aber anhalten, könnte er zu einem schwächeren Wachstum und einer höheren Inflation führen, sagte Bernanke vor dem Bankenauschuss des US-Senats.

Der Leitindex SMI schloss um 0,13 Prozent fester auf 6619,36 Punkten (Tageshoch 6667). Der breite SPI stieg um 0,16 Prozent auf 5962,11 Zähler.

Bei den Blue Chips standen die Aktien des Ölbohrkonzerns Transocean ( 2,8 Prozent) an der Tabellenspitze. Die US-Behörden hatten knapp ein Jahr nach der «Deepwater Horizon»-Katastrophe erstmals wieder eine Tiefseebohrung im Golf von Mexiko genehmigt.

Nach oben ging es auch für Richemont ( 1,5 Prozent) und Swatch ( 1,0 Prozent). Der Monat Januar sei gemessen am Umsatz der viertbeste Monat in der Geschichte des Konzerns gewesen, sagte CEO Nick Hayek im Interview mit der Zeitung «Le Temps».

Im Aufwind befanden sich auch Novartis ( 1,9 Prozent) und stützen damit den SMI. Marktteilnehmer verwiesen auf den laufenden Aktienrückkauf.

Verhaltener schlossen die übrigen Schwergewichte. Kühne Nagel (- 2,9 Prozent) wurden nach Jahreszahlen tiefer gestellt und waren Schlusslicht unter den Bluechips. Das Unternehmen profitierte von der Erholung des Welthandels, konnte die Analystenerwartungen jedoch nicht ganz erfüllen.

(sda)