Märkte USA

12. Dezember 2011 22:42; Akt: 12.12.2011 22:52 Print

Wall Street startet schlecht

Eine Umsatzwarnung des Chipherstellers Intel und Zweifel an den jüngsten EU-Beschlüssen zur Bekämpfung der Schuldenkrise haben die US-Aktienmärkte am Montag ins Minus gezogen.

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Branchenprimus Intel senkte wegen Lieferengpässen im Zuge der Überschwemmungen in Thailand seine Erwartung für den Erlös im vierten Quartal um rund eine Milliarde Dollar.

Zudem warnten die drei grossen US-Ratingagenturen zu Wochenbeginn, die Beschlüsse der EU-Staats- und Regierungschefs vom vergangenen Freitag gingen nicht weit genug. Auf den Verkaufszetteln standen vor allem Bankentitel.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,3 Prozent schwächer bei 12 021 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 11 940 und 12 181 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 1,5 Prozent auf 1236 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,3 Prozent auf 2612 Punkte. Der Dax rutschte um 3,4 Prozent auf 5785 Zähler ab und schloss damit auf dem tiefsten Stand seit Ende November.

Hochwasser schadet Intel

Bei den Einzelwerten fielen die Aktien von Intel um rund vier Prozent. Der weltgrösste Chiphersteller hatte die Umsatzwarnung für das vierte Quartal kurz vor Börsenbeginn ausgesprochen. Das US- Unternehmen rechnet nun mit 13,7 Milliarden Dollar - plus oder minus 300 Millionen. Bislang hatte die Firmenprognose bei 14,7 Milliarden Dollar gelegen.

Bei der Hochwasserkatastrophe in Thailand wurden zahlreiche Werke von Festplatten-Herstellern überschwemmt, was zu Produktionsengpässen führte und die Preise in die Höhe trieb.

Zu den Verlierern zählten ausserdem Bankenwerte. Händler machten Ängste vor einer Kreditklemme in Europa im Zuge der Schuldenkrise für die Abschläge verantwortlich. Die Anteilsscheine der Bank of America verbilligten sich um 4,7 Prozent, die der Citigroup um 5,4 Prozent. Die Papiere von Goldman Sachs liessen 3,4 Prozent nach.

(sda)