Verwirrung um den Euro

01. Januar 2019 18:30; Akt: 01.01.2019 18:34 Print

Fehlerhafte Datenquelle führt zu Kurssprung

Am 1. Januar ist der Euro im Vergleich zum Franken laut Finanzplattformen plötzlich massiv teurer geworden. Grund war eine fehlerhafte Datenquelle.

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1.21 Franken kostet ein Euro am Dienstag um 13 Uhr. 10 Stunden vorher waren es noch 1.13 Franken gewesen. Das zeigen die Kurstableaus von finanzen.ch und cash.ch.

Jetzt ist klar, was den Kurssprung ausgelöst hatte. Gemäss Jürg Schneider, Head of Media Relations beim Schweizer Finanzinfrastrukturkonzern SIX, führte eine fehlerhafte Datenquelle zum Kurssprung. Der Fehler sei inzwischen korrigiert worden.

Zuvor hatten mehrere Wirtschaftsjournalisten vermutet, dass eine Intervention der Schweizerischen Nationalbank zum Anstieg des Euros führte.


«Das ist ein Fake»

Die UBS und viele andere Plattformen boten den Euro aber weiterhin für 1.13 Franken an. Ausserdem sind am 1. Januar die Börsen weltweit geschlossen. Es wird also nur mit sehr geringen Volumen gehandelt.

Für Bankenprofessor Hans Geiger war klar: «Das ist ein Fake. Würde der Euro tatsächlich so zulegen, dann müsste sich diese Entwicklung auch beim Euro-Dollar-Kurs oder dem Dollar-Franken-Kurs niederschlagen – was nicht der Fall ist.»

(20M)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simu am 01.01.2019 14:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das war ich

    Ich hab heute ein par Euro am Automaren bezogen! Vileicht deswegen..!

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  • Besitzloser am 01.01.2019 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Staatsmonopol

    Finanzwesen ist schon lange nichts mehr seriöses. Es ist eine reines Casino. Manchmal mit einer Staatsgarantie (siehe UBS und Konsorten) und der Steuerzahler bezahlt die Zeche.

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  • Autofahrer am 01.01.2019 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wer es sieht....

    Wir werden schon seit Jahren von allen Banken (Kurse/Hypotheken/Zinsen/ usw.)massiv über den Tisch gezogen....wieso soll da die SNB nicht mitmachen???

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mandrlo iz Splita am 02.01.2019 17:53 Report Diesen Beitrag melden

    Nehmt die Datenquelle...

    die den Euro auf 0.80 Franken setzt... und ab dem 23. eines Monats immer dann wieder auf 1.80 damit die EU bei uns einkaufen kann. Vorher eben auf 0.80 damit wir Konstanz auskaufen können...

  • Leser am 02.01.2019 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Testschuss für den Brexit?

    Im Fall eines harten Brexit verlören sowohl das Pfund als auch der Euro an Wert und Einfluss. Hoffentlich obsiegt im neuen Jahr bei Politikern hüben und drüben realwirtschaftliche Vernunft über illusionäre Machtspiele.

  • Schranz Jäger am 02.01.2019 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Denkapperat kaputt?

    Peinlich für Reto Lipp, Grundlagen der Ökonomie nicht verstanden. Selber denken ist schwierig...

  • Realist am 02.01.2019 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    Der wahre Wert von Währungen

    Nachdem der Wert von Währungen nach Volumen und Frequenz handelsrelevant durch Computer gesteuert wird und weniger nach intrinsischem Wert, wird das Momentum überbewertet und der wahre Wert währt nur im einen Augenblick des Tausches.

    • i. e. am 02.01.2019 13:00 Report Diesen Beitrag melden

      Genial definiert...

      Folgerichtig sind dann Handelskriege und Handelshemnisse währungsschädigend und gehen an die Substanz von Volkswirtschaften. Substanzverluste spürt man umsomehr weil sie wertevernichtend sind.

    • #ergo am 02.01.2019 13:19 Report Diesen Beitrag melden

      Weiterer Schluss

      Demzufolge, wenn es um werterhaltende volkswirtschaftliche Substanz geht, hat freier Handel von Gütern und Währungen Priorität vor pauschal definierter Personenfreizügigkeit. Das gilt es zu Bedenken. Auch inhaltlich bei Rahmenabkommen und Neuaushandlung von Wirtschaftsverträgen.

    • #sum am 02.01.2019 13:43 Report Diesen Beitrag melden

      Kurzformel

      Währungen sind Mittel zum Zweck. Ohne Freihandel verlieren Geldwährungen an Wert. Auch in Bilanzen oder unter der Matratze.

    • #dubio am 02.01.2019 14:01 Report Diesen Beitrag melden

      Endlich Durchblick, ich habs

      Sie haben meinen Konflikt gelöst: anstatt Volkswirtschaft studiere ich jetzt Ingenieurwesen. Geld und Kurswerte sind computergestützte Glaubenssache, Ökonomie unsere Religion und Politik Bauernfängerei...

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  • Katja am 02.01.2019 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    Finanzwesen und Nationalbanken

    haben nichts mehr mit der Realität zu tun. Die USA hat deshalb auch unsere SNB undter Beobachtung gestellt. Mit gedrucktem wertlosen Geld Konzerne aufkaufen und die Arbeiter für sich arbeiten zu lassen gehört sich einfach nicht liebe Schweizer.

    • Chris am 02.01.2019 13:14 Report Diesen Beitrag melden

      Hüben wie drüben

      Tja, wer den Amis ins Handwerk pfuscht, der ist automatisch ein Feind. Sobald es passt, fallen hier die US-Bomben auf unsere Köpfe.

    • Xeno72 am 02.01.2019 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      wie es wirklich ist@Katja

      Jede Nationalbank steuert die Geldmenge ("druckt Geld"). Das ist nämlich ihre mit Abstand wichtigste Aufgabe. Und dass die FED angeblich die SNB beobachte, ist ein Kompliment für die SNB.

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