Steuerkrieg

13. April 2010 15:23; Akt: 13.04.2010 15:24 Print

Italien kriegt gestohlene Bankdaten

Der Schweiz droht neues Ungemach: Italien kann die Liste mit Kontendaten einsehen, die der Informatiker Hervé Falciani bei der Genfer Filiale der HSBC Privatbank gestohlen hatte.

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Hervé Falciani hat die Daten bei der Genfer Filiale der HSBC Privatbank gestohlen (Bild: Keystone)

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«Ich habe heute Morgen erfahren, dass das Gericht von Turin ein Rechtshilfegesuch geschickt hat», erklärte der Staatsanwalt von Nizza, Eric de Montgolfier gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur adn-kronos. Er werde dem Anliegen entsprechen. Die italienischen Behörden könnten demnach die Dokumente «in den nächsten 20 Tagen» einsehen.

Die Liste enthält Daten von rund 10 000 angeblichen italienischen Steuersündern. Insgesamt enthalte die Liste rund 127 000 Kontendaten aus 180 Ländern, so der Staatsanwalt weiter. Im März hatte die Privatbank HSBC Suisse bekanntgegeben, dass bis zu 24 000 Kunden von der Datenklau-Affäre betroffen sind. Falciani hatte die Datensätze vor drei Jahren kopiert und sich Ende 2009 mit dem Diebesgut nach Frankreich abgesetzt.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Steuer Sünder am 14.04.2010 14:25 Report Diesen Beitrag melden

    Wetten, dass ...

    die Italiener die Sache bald unter den Tisch kehren werden, weil der Name Berlusconi auftaucht?

  • T.G. am 13.04.2010 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Gotthard nur noch

    gegen ein weggeld durchqueren fertig!

  • mario müller am 13.04.2010 18:15 Report Diesen Beitrag melden

    wie auch immer

    der typ kann einem schon leid tun... sollte nur ein mafioso unter diesen namen erscheinen kann der sich warm anziehen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Der Pate am 16.12.2010 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Alles hat einen Preis Herr Falciani

    Sollte auch nur ein Mafioso oder Politiker wegen Falciani erwischt werden, dann kann sich dieser Herr aber Warm anziehen ! Es gibt kein Platz auf dieser Welt, wo er oder seine Familie sich noch verstecken können ! Egal was passiert, Herr Falciani wird einen hohen Preis bezahlen müssen für seine Tat !

  • Fritz Münch am 21.04.2010 19:17 Report Diesen Beitrag melden

    Fragen

    Wie kann ein Mitarbeiter soviele Daten sammeln ohne dass bei der Bank Verdacht aufkommt. Selbst ein Systemprogrammierer muss so überwacht werden, dass das nicht geschehen kann. Und was soll es, die einen müssen aufgrund ihrer Lohnausweise Steuern bezahlen, andere schlüpfen durch die Maschen. Richtig, dass ein paar Tausend nicht mehr ruhig schlafen können und auf die Fahnder warten dürfen.

  • Steuer Sünder am 14.04.2010 14:25 Report Diesen Beitrag melden

    Wetten, dass ...

    die Italiener die Sache bald unter den Tisch kehren werden, weil der Name Berlusconi auftaucht?

  • Peter Heitz am 13.04.2010 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    Hehler unter sich...

    Hehler unter sich... und als nächstes will Frankreich von Italien Anteile an den 'Kuafbetrag' der gestohlenen Daten

  • Roger Egli am 13.04.2010 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    Niet

    Hervé Falciani ist eine Schande für mein Berufsstand. Mitleid mit den Reichen oder gar Neid? Nein sicher nicht. Jeder Mensch ist käuflich, jedoch darf man auch nicht vergessen, es gibt viele Private welche Ihr hartverdientes Geld von einem ungerechten Steuerfiskus in Sicherheit bringen wollen hier. Kein Land, keine Währung war und ist so sicher wie der Schweizer Franken. Gerade weil wir eine spezielle Extrawurst in allem haben. Wacht bitte auf, denn wenn wir nicht mehr so weitermachen, dann wird die Schweiz geschluckt und wir sind bald auf der Ebene wie DE, FR oder GR sein. 20% MWST kommt bald