Bankensanierung

20. Juli 2012 15:49; Akt: 20.07.2012 17:17 Print

Eurogruppe beschliesst Spanien-Hilfe

Die Finanzminister der Euro-Länder haben das 100 Mrd. Euro Rettungspaket für die maroden spanischen Banken freigegeben. 30 Mrd. Euro werden als Sofortmassnahme bereitgestellt.

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Der spanische Finanzminister Jurado (2.v.l.) und Eurogruppenchef Juncker (rechts) nach einem Ministertreffen am 19. Juli 2012 in Brüssel. (Bild: Keystone)

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Einen Tag nach dem grünen Licht des Bundestages hat die Eurogruppe das 100 Mrd. Euro schwere Rettungspaket für spanische Banken formell beschlossen. Das teilte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker nach einer Videokonferenz der Euro-Finanzminister am Freitag mit.

Das Geld soll in vier Tranchen an den spanischen Bankenrettungsfonds Frob überwiesen werden, um den Finanzsektor zu stabilisieren. Eine erste Notreserve von 30 Mrd. Euro wird sofort bereitgestellt.

«Die spanische Regierung behält die volle Verantwortung für die Unterstützung», heisst es unmissverständlich in der Erklärung der Eurogruppe.

Spanien muss Bankensektor neu ordnen

Im Gegenzug für die Hilfe muss Madrid seinen Bankensektor neu ordnen: Alle Massnahmen müssen in Einklang mit den strengen EU- Beihilferegeln stehen. Nicht überlebensfähige Institute müssen abgewickelt werden, zudem ist die Einrichtung einer Bad Bank für faule Kredite im Volumen von 25 Mrd. Euro vorgesehen.

Die Europartner verlangen von der Regierung aber auch eine Stärkung der Bankenaufsicht. Die entsprechende Vereinbarung, die auch schon dem Bundestagsbeschluss zugrunde lag, soll in den kommenden Tagen mit Madrid unterzeichnet werden.

Das Geld kommt zunächst aus dem befristeten Schirm EFSF. Sobald der dauerhafte und robustere ESM aufgespannt ist, wird die Finanzhilfe für Spanien vom ESM geleistet. Wie hoch die Notkredite jeweils genau ausfallen, soll sich jeweils durch den spezifischen Bedarf einzelner Banken ergeben. Der soll im September ermittelt sein. Die durchschnittliche Laufzeit beträgt 12,5 Jahre. Die letzten Darlehen müssen 2028 wieder zurückgezahlt werden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco Hofer am 20.07.2012 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Aus Bürge wird nun ein Bezüger

    So, so Spanien garantiert 83,326 Mrd. Euro anteilsmässig vom ESM und bezieht nun 100 Mrd. Euro als Rettungspaket für die spanischen Banken? Wie soll das gehen und wer steht am Schluss noch für welche Beträge im ESM glaubhaft ein?

  • Calvin W. am 20.07.2012 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    Falsch

    Bitte hört doch endlich damit auf von "Spanienhilfe", "Unterstützung für Griechenland" usw. zu schreiben und zu sprechen. Nicht die Länder werden unterstützt, sondern die geldgierigen Banken, die in unverantwortlicherweise Kredite vergeben haben! Bezahlen, ja, das müssen dan die Bürger dieser Staaten. Wer kann es ihnen da verübeln, dass sie auf die Strasse gehen?

    einklappen einklappen
  • Markus am 20.07.2012 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    100 Mia versinken

    Die Darlehen müssen zurückbezahlt werden :) daran glaubt ja wohl niemand.... oder? Bankensektor neu ordnen: also Tausende von Mitarbeitern entlassen die dann dem Arbeitsamt auf der Tasche liegen und die desaströse Lage Spaniens noch verschlimmern - welcher Mist wird uns eigentlich noch alles aufgetischt? Firmen wandern aus Italien ab weil dort die Steuern zu hoch sind und die Deutschen legen seit vielen Jahren ihr Geld in der Schweiz an. Einheimische können sich in Portugal kein Grundstück mehr kaufen und die Arbeitslosenquoten sind enorm hoch - wie sollen das die Staaten finanzieren?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marco Hofer am 20.07.2012 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Aus Bürge wird nun ein Bezüger

    So, so Spanien garantiert 83,326 Mrd. Euro anteilsmässig vom ESM und bezieht nun 100 Mrd. Euro als Rettungspaket für die spanischen Banken? Wie soll das gehen und wer steht am Schluss noch für welche Beträge im ESM glaubhaft ein?

  • Calvin W. am 20.07.2012 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    Falsch

    Bitte hört doch endlich damit auf von "Spanienhilfe", "Unterstützung für Griechenland" usw. zu schreiben und zu sprechen. Nicht die Länder werden unterstützt, sondern die geldgierigen Banken, die in unverantwortlicherweise Kredite vergeben haben! Bezahlen, ja, das müssen dan die Bürger dieser Staaten. Wer kann es ihnen da verübeln, dass sie auf die Strasse gehen?

    • Patrick E am 20.07.2012 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ist das so???

      Bei Spanien ja, aber bei Griechenland wird sehr wohl der Staat unterstützt. Und selbst bei Spanien wird der Staat indirekt unterstützt, weil dieser kein Geld hat, seine eigene Banken zu unterstützen.

    einklappen einklappen
  • Markus am 20.07.2012 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    100 Mia versinken

    Die Darlehen müssen zurückbezahlt werden :) daran glaubt ja wohl niemand.... oder? Bankensektor neu ordnen: also Tausende von Mitarbeitern entlassen die dann dem Arbeitsamt auf der Tasche liegen und die desaströse Lage Spaniens noch verschlimmern - welcher Mist wird uns eigentlich noch alles aufgetischt? Firmen wandern aus Italien ab weil dort die Steuern zu hoch sind und die Deutschen legen seit vielen Jahren ihr Geld in der Schweiz an. Einheimische können sich in Portugal kein Grundstück mehr kaufen und die Arbeitslosenquoten sind enorm hoch - wie sollen das die Staaten finanzieren?

  • Toasty am 20.07.2012 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verraten die banken sich selber?

    was haben die banken mit der armut der bevölkerung zu tun ? sind die banken etwa daran schuld das es den spaniern schlecht geht oder die politiker? wer verwaltet in spanien die finanzen ?

  • Finanzer am 20.07.2012 16:16 Report Diesen Beitrag melden

    Die Märkte glaubens nicht mehr

    Obwohl 100 Milliarden bewilligt wurden, glauben es die Märkte nicht mehr. Der Euro-Kurs zum Dollar fällt weiter. Der Euro-Crash ist nicht mehr weit. Denn setzt die Kapitalflucht noch mehr ein, ist schnell Game over.