Beschäftigungsprogramm

29. Dezember 2011 11:04; Akt: 29.12.2011 11:18 Print

Athen will 150'000 Stellen schaffen

Mit den Geldern aus der EU versucht Griechenland, in den kommenden drei Monaten neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 18 Prozent – Tendenz steigend.

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Die Wirtschaft ist in Griechenland im Jahr 2011 um etwa 5,5 Prozent geschrumpft. (Bild: Keystone)

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Die Regierung des griechischen Ministerpräsidenten Lucas Papademos will versuchen, in den kommenden drei Monaten 150 000 Arbeitsplätze in dem von der Schuldenkrise heimgesuchten Land zu schaffen. Dies gab Papademos nach einem Treffen seines Ministerrats am Mittwochabend bekannt.

«Die Krise und die Arbeitslosigkeit haben tausende Familien getroffen», erklärte Papademos. Athen wolle in den kommenden drei Monaten hauptsächlich mit Geldern aus der EU die neuen Arbeitsplätze schaffen. Zudem soll bedürftigen Menschen unter die Arme gegriffen werden. An dem ehrgeizigen Projekt sollen sich auch die Städte, Gemeinden und die orthodoxe Kirche in Athen beteiligen.

Hohe Arbeitslosigkeit

In Griechenland ist allein dieses Jahr die Wirtschaft um etwa 5,5 Prozent geschrumpft. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 18 Prozent mit stark steigender Tendenz. Nach Angaben der nationalen Notenbank leben in Griechenland mittlerweile 500 000 Menschen in Familien, deren beide Eltern ohne Arbeit geblieben sind.

Das neue Beschäftigungsprogramm soll eine Höhe von 900 Millionen Euro haben. Die meisten Gelder sollen aus EU-Fonds kommen. Details darüber, in welchen Projekten genau diese Menschen Arbeit finden sollen, nannte der Regierungschef zunächst nicht.

Kirche hilft kräftig mit

Humanitäre Organisationen und die Orthodoxe Kirche in Griechenland unterstützten in der Krise zehntausende Menschen. Allein die Kirche versorgt 250 000 Menschen im Land mit Lebensmittelhilfen und Mahlzeiten. An der Aktion «Alle zusammen - wir können es schaffen» nehmen auch tausende Bürger und fast alle Supermärkte des Landes teil.

In Griechenland erhalten Arbeitslose für höchstens ein Jahr Arbeitslosengeld. Danach gibt es keine Hilfe vom Staat mehr. Erwerbslose sind auf die Hilfe von Verwandten oder von kirchlichen und anderen humanitären Organisationen angewiesen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin am 30.12.2011 01:33 Report Diesen Beitrag melden

    Sollte Griechenland jetzt nicht sparen?

    Das soll jetzt noch einer verstehen. Zuerst werden die Griechen gerüffelt, dass sie zuviele Staatsangestellten haben und Geld ausgeben, dass sie nicht haben, jetzt will der Staat genau solche Stellen wieder schaffen? Das funktioniert nicht. Was Griechenland braucht ist ihre eigene Währung, die massiv abgewertet werden muss. Erst danach kann es für die Griechen besser gehen.

  • D.R. am 29.12.2011 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    verwöhnt

    Komische Kommentare, was haben wir in der Schweiz für eine Industrie? Die Banken, die verwöhnten Menschen welche denken die Schweiz sei eine Insel? Die Betriebe welche wir ins Ausland verkauft haben oder die Betriebe welche ums überleben kämpfen? Mals sehen wie der Schweizer aus der Wäsche schaut wenn auch hier die Wirtschaft unaufhaltsam unter geht. Man sollte denken die Menschen müssten eigentlich wach sein....

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  • Andy M am 29.12.2011 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Griechenland wacht endlich auf, handelt!

    Junge Griechen nehmt endlich die Zügel euerer Heimat in die eigenen Hände. Wird Zeit das Ihr den Beamten, Eurokraten, Abzockern den Tarif durch gibt und die korrupten, uneffizienten kündigt. Der ganze schwerfällige Staatsapparat muss viel schlanker werden. Macht Griechenland wieder attraktiv damit auch ausgewanderte kapitalkräftige Griechen wieder in der alten Heimat investieren. Dafür braucht es ein faires Steuersystem. Vor dem EU-Beitritt stand doch Griechenland wirtschaftlich noch viel besser da oder nicht! Also krempelt die Arme hoch & packt euer Chanche!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin am 30.12.2011 01:33 Report Diesen Beitrag melden

    Sollte Griechenland jetzt nicht sparen?

    Das soll jetzt noch einer verstehen. Zuerst werden die Griechen gerüffelt, dass sie zuviele Staatsangestellten haben und Geld ausgeben, dass sie nicht haben, jetzt will der Staat genau solche Stellen wieder schaffen? Das funktioniert nicht. Was Griechenland braucht ist ihre eigene Währung, die massiv abgewertet werden muss. Erst danach kann es für die Griechen besser gehen.

  • Euro Krat am 29.12.2011 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Patt Situation

    Also eines verstehe ich nicht. Griechenland hat wegen den hohen Schulden Leute entlassen um ihr Defizit zu verringern im Auftrag der EU. Nun sollen neue Arbeitsplätze mit dem Geld der EU geschaffen werden. Dann hätte man doch alles beim alten belassen können. Dass nenne ich Bürokratie.

  • Michael Palomino (*1964) am 29.12.2011 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Für Modernisierungen bleibt kein Geld

    Nun, für Umstrukturierungen und Modernisierungen bleibt dann kein Geld mehr übrig. Man sieht: Griechische Politik geht nicht einmal bis zum Nasespitz.

  • Andy M am 29.12.2011 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Griechenland wacht endlich auf, handelt!

    Junge Griechen nehmt endlich die Zügel euerer Heimat in die eigenen Hände. Wird Zeit das Ihr den Beamten, Eurokraten, Abzockern den Tarif durch gibt und die korrupten, uneffizienten kündigt. Der ganze schwerfällige Staatsapparat muss viel schlanker werden. Macht Griechenland wieder attraktiv damit auch ausgewanderte kapitalkräftige Griechen wieder in der alten Heimat investieren. Dafür braucht es ein faires Steuersystem. Vor dem EU-Beitritt stand doch Griechenland wirtschaftlich noch viel besser da oder nicht! Also krempelt die Arme hoch & packt euer Chanche!

    • R Wetter am 29.12.2011 15:22 Report Diesen Beitrag melden

      Oh nein

      Oh nein @Andy M, GR stand vor dem EU Beitritt nicht besser da. Das war ein armes Land wie es die anderen Länder auf dem südlichen Balkan auch sind. GR hat nur die Chance nicht gepack und die Entwicklungsgelder für nutzlose Dinge verpulvert (Rüstung, Beamtenapparat, Olympiade...) Der Grieche muss grundsätzlich eine andere Einstellung zum Staat entwickeln

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  • D.R. am 29.12.2011 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    verwöhnt

    Komische Kommentare, was haben wir in der Schweiz für eine Industrie? Die Banken, die verwöhnten Menschen welche denken die Schweiz sei eine Insel? Die Betriebe welche wir ins Ausland verkauft haben oder die Betriebe welche ums überleben kämpfen? Mals sehen wie der Schweizer aus der Wäsche schaut wenn auch hier die Wirtschaft unaufhaltsam unter geht. Man sollte denken die Menschen müssten eigentlich wach sein....

    • Stefan am 29.12.2011 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nicht alle tragen Schuld

      Dem kann ich nur zustimmen. Man sollte nicht alles so verallgemeinern und jedem Griechen die Schuld geben, denn schlussendlich sind genau die, welche heute betteln müssen, diejenigen, welche am wenigsten Schuld an der Miesere trifft!

    • R. Bühl am 29.12.2011 15:34 Report Diesen Beitrag melden

      Schweiz hatte Hausaufgaben gemacht.

      Die Schweiz hat die Hausaufgaben aber schon längst gemacht. Nicht viel mehr ausgeben als einnehmen. Du sollst nicht zokken.

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