Eurokrise

28. Dezember 2011 11:46; Akt: 28.12.2011 16:49 Print

Parkiertes Geld bei der EZB auf Rekordhoch

Das Misstrauen unter den Banken ist weiterhin gross: Sie handeln ihr Geld nicht untereinander, sondern parkieren es lieber bei der Europäischen Zentralbank (EZB).

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Die Europäische Zentralbank in Frankfurt als sicherer Hort für die Geschäftsbanken. (Bild: Keystone)

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Die eintägigen Einlagen der Geschäftsbanken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) sind am Mittwoch abermals stark gestiegen und haben einen Rekordwert erreicht. Die sogenannten Übernacht-Einlagen kletterten um rund 40 Mrd. auf 452 Mrd. Euro.

Das teilte die EZB in Frankfurt mit. Erst am Dienstag waren die kurzfristigen Einlagen erstmals über die Marke von 400 Mrd. Euro gesprungen. Das aktuelle Niveau liegt deutlich höher als während der ersten Finanzkrise 2008. Die eintägigen Bankausleihungen bei der EZB notieren derzeit mit 6,2 Mrd. Euro ebenfalls höher als üblich.

Indikator für Misstrauen

Die eintägigen Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB gelten als Indikator für das Misstrauen der Institute untereinander. Normalerweise meiden die Banken die Möglichkeit, bei der Notenbank kurzfristig Geld zu parken oder anzulegen, da die Konditionen ungünstig sind.

Wegen der europäischen Schuldenkrise und des starken Engagements der Banken in Staatsanleihen funktioniert der Geldhandel zwischen den Instituten aber nicht wie gewohnt. Darüber hinaus haben sich die Geldhäuser in der vergangenen Woche die Rekordsumme von fast 500 Mrd. Euro bei der EZB für drei Jahre geliehen. Einen Teil dieser Mittel scheinen die Banken zwischenzeitlich bei der EZB zu parken.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Realist am 28.12.2011 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    Fakten, Fakten,Fakten

    Quelle: ntv/ftd vom 28.12.2011:"Italien hat problemlos Geld zu günstigeren Konditionen bei Anlegern eingesammelt. Die Auktion einer Anleihe mit sechsmonatiger Laufzeit spülte 9 Mrd. Euro in die Staatskassen, teilte das Finanzministerium mit. Der durchschnittliche Zins lag mit 3,25 Prozent halb so hoch wie Ende November. Damals wurde mit 6,5 Prozent der höchste Zins seit Einführung des Euro fällig."

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  • Realist am 28.12.2011 14:06 Report Diesen Beitrag melden

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    Quelle: ntv/ftd vom 28.12.2011:"Italien hat problemlos Geld zu günstigeren Konditionen bei Anlegern eingesammelt. Die Auktion einer Anleihe mit sechsmonatiger Laufzeit spülte 9 Mrd. Euro in die Staatskassen, teilte das Finanzministerium mit. Der durchschnittliche Zins lag mit 3,25 Prozent halb so hoch wie Ende November. Damals wurde mit 6,5 Prozent der höchste Zins seit Einführung des Euro fällig."