Staatsanleihen auf Rekordhoch

30. März 2011 11:52; Akt: 30.03.2011 12:36 Print

Es wird eng für Portugal

Die Zinsen für portugiesische Staatsanleihen sind auf den höchsten Stand seit dem Beitritt des Landes zum Euroraum gestiegen. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass Portugal internationale Hilfe in Anspruch nehmen muss.

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Erst am Dienstag hatte die Ratingagentur Standard & Poor's die Bonitätsnoten des Landes auf BBB-/A-3 und damit auf eine Stufe über Ramsch-Status herabgestuft. Die Zinsen für zehnjährige Anleihen kletterten am Mittwoch um 0,03 Punkte auf 8,02 Prozent.

Die enorme Schuldenlast und das schwache Wachstum der portugiesischen Wirtschaft machten die Notwendigkeit der Inanspruchnahme eines internationalen Rettungspakets immer wahrscheinlicher, begründete Standard & Poor's die Herabstufung.

Analysten gehen davon aus, dass Portugal Rettungskredite bis zu einer Höhe von 80 Milliarden Euro benötigen könnte. Im April steht dem Land der nächste Härtetest bevor, wenn es Kredite über 4,5 Milliarden Euro refinanzieren muss.

(ap)