Franken-Stärke

12. Januar 2011 20:51; Akt: 13.01.2011 01:15 Print

Chefökonom verabreicht Beruhigungspille

Aymo Brunetti vom SECO glaubt nicht, dass das Franken-Hoch die Rezession zurückbringt. Einige Branchen müssten zwar leiden, die Gesamtwirtschaft bleibe aber auf Kurs.

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Vor dem Treffen zur Frankenstärke am Freitag ist das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) Ängste vor einer Rezession entgegengetreten. Laut SECO-Chefökonom Aymo Brunetti werde die Gesamtwirtschaft gebremst, aber nicht ins Minus zurückfallen.

Zwar seien einige Branchen von der Frankenstärke stark betroffen, sagte Brunetti in einem Interview mit der Zeitschrift «L'Hebdo», das am Donnerstag erscheint. Der plötzliche Anstieg der Kosten drücke die Margen. «Aber wir wissen nicht sicher, was diese Aufwertung des Frankens für den Rest der Wirtschaft bedeutet», betonte der Chefökonom.

In den 1990er Jahren hatte die Schweiz nicht nur mit einem starken Franken sondern auch mit strukturellen Problemen und einer schweren Rezession zu kämpfen. Die aktuelle wirtschaftliche Situation sei ungleich günstiger, sagte Brunetti.

Zwar werde die Aufwertung des Frankens das Wachstum negativ beeinflussen. Doch es sei unwahrscheinlich, dass dieser Faktor alleine eine Rezession verursache.

Das SECO hat Arbeitgeber und Gewerkschafter zu einer Diskussionsrunde über die Wirtschaftslage und den starken Franken eingeladen. Das Treffen soll dazu dienen, «die Situation zu analysieren und Rückmeldungen einzuholen», sagte Brunetti.

(sda)