Griechenland am Abgrund

12. Juni 2012 11:42; Akt: 12.06.2012 14:55 Print

«Wir verbluten langsam»

Seit dem Ausbruch der Schuldenkrise haben die Griechen 80 Milliarden Euro aus ihren Banken abgezogen – und täglich kommt bis zu einer halben Milliarde dazu.

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Lange Warteschlangen vor den Instituten wie bei einem klassischen «Bank-Run» gibt es noch nicht. (Bild: Reuters)

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Vor den griechischen Wahlen am 17. Juni ziehen Sparer immer mehr Geld von ihren Konten ab. Seit Anfang Juni flössen täglich zwischen 100 und 500 Mio. Euro aus den Banken ab, sagte ein hoher Angestellter einer griechischen Privatbank der Nachrichtenagentur DPA am Dienstag.

Hält die Kapitalflucht in dem Tempo an, könnte die Summe im Juni deutlich über den 5 Mrd. Euro liegen, die Griechen im Mai ins Ausland geschickt oder in Safes deponiert hatten. «Wir verbluten langsam. Wir brauchen dringend eine handlungsfähige Regierung», sagte der Banker.

Kein klassischer «Bank-Run»

Nach offiziellen Angaben sind seit Ausbruch der Krise im Jahr 2009 rund 80 Mrd. Euro aus den Banken abgezogen worden. Lange Warteschlangen vor den Instituten wie bei einem klassischen «Bank-Run» gibt es aber nicht.

Das griechische Banksystem erhielt vergangene Woche eine dringend notwendige Finanzspritze in Höhe von 18 Mrd. Euro. Diese Gelder hatte der Staat als Teil des 130 Mrd. Euro schweren zweiten Rettungspakets für Griechenland bekommen.

(whr/sda/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Isodor am 12.06.2012 12:43 Report Diesen Beitrag melden

    Ach ja

    Wie soll die EU auch funktionieren, wenn alle die gleiche Währung haben und dennoch selbständig Wirtschaften......Das kann gar nicht funktionieren, ausser man ist ein Land mit einer Regierung, einer Politik, Steuer, Polizei usw. Aber, dass will ja der Mensch nicht, man will ja seine Eigenständigkeit nicht verlieren.

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  • Calimero am 12.06.2012 12:37 Report Diesen Beitrag melden

    Am 18. Juni 2012

    wird die Unregierbarkeit Griechenlands besiegelt. Praktisch der Anfang vom Ende der EUro. 500 Mio Bürger Europas lassen sich durch die Brüsseler Diktatur nicht am Nasenring durch die Arena ziehen. Gut so!

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  • Schweizer am 12.06.2012 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja

    Wird zeit zu arbeiten und steuern zu bezahlen, wie wir alle.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kellet am 12.06.2012 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz

    Bin froh das die schweiz kein euro hatt und bei dem verein nicht mit macht. Bringt mehr vorteile als nachteile.

  • Elleniko am 12.06.2012 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Reiche Griechen ?

    80 Milliarden abgezogen bei 10 Millionen Einwohner. Auch nicht schlecht was da jeder auf dem Konto hat.....

    • Jobs am 12.06.2012 14:08 Report Diesen Beitrag melden

      Reich?

      Das macht dann 8000 Euro pro Einwohner, angenommen jeder haette ein Konto. Reich ist wohl anders

    • Popolzd am 12.06.2012 14:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Grld

      Jeder im schnitt 8000euro....ist doch nicht viel!?

    • flip am 12.06.2012 14:10 Report Diesen Beitrag melden

      ...nee

      soviel ist das gar nicht.....

    • Römell am 12.06.2012 14:24 Report Diesen Beitrag melden

      Ja....

      ...unglaubliche 8000.-

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  • Eidgenosse am 12.06.2012 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    Aendern wird nichts !

    Nur weiter so .... Konzerne oder KMU's würden ohne Augenzwinkern in den Konkurs geschickt wenn keine Besserung oder Aenderung in Aussicht ist. Wer glaubt in der Wirtschaftspolitik von Griechenland, Spanien oder Italien würde sich was ändern der sieht sich getäuscht. Was hat geändert in Griechenland seit der ersten Mia. Unterstützung ? Geeeeenau nämlich rein gar nichts ... wahrscheinlich sind die Mia. im Korruptionssumpf der Politik versunken ... und genau so wird es in Spanien und vielleicht auch Italien gehen .... wer anderes glaubt hat Scheuerklappen vor Augen. Mentalität bleibt !

  • Guido aus Bern am 12.06.2012 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Revolution

    Es wird Zeit in Europa aufzuwachen und die sozialen Missstände endlich anzupacken!!! Banken retten statt Bevölkerungsgruppen, super! ihr Politiker der EU und der normale Bürger ist am "verhungern". Die Geschichte wird sich wiederholen, wie zu Zeiten der französischen Revolution.

    • Christoph Blust am 12.06.2012 14:31 Report Diesen Beitrag melden

      langweilig

      Viva la Revolution, nieder mit dem Kapitalismus.... Bla bla bla.... Werd langsam langweilig oder ? ;)

    • Peter Silie am 12.06.2012 15:34 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht zu vergessen

      ist, dass wir dieses Szenario den Sozialisten zu verdanken haben! Hätte man den freien Markt auch tatsächlich praktiziert, wäre es NIE so weit gekommen!

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  • milan m. am 12.06.2012 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    EU ist nicht Schuld....

    ....schuld sind die EU Länder, die über ihre Verhältnisse leben!!! es ist einfach ein Kredit aufzunehmen, aber dan noch zurück zahlen, wird schwierig. (siehe unser junge Menschen) In Griechenland hat man 15 Monatslöhne plus Bonus. Das kann nicht verheben und dann nach solidarität "Grosser Bruder EU" schreien!!!

    • Emilio am 12.06.2012 14:33 Report Diesen Beitrag melden

      @milan

      ja klar, da die Länder Schuld sind bekommen die Banken Geld.....

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