Griechenland-Sanierung

02. Oktober 2011 04:30; Akt: 02.10.2011 04:36 Print

Die Alten sollen gehen

Ältere Beschäftigte sollen die geplanten Stellenstreichungen in Griechenlands öffentlichem Dienst hauptsächlich tragen. Darauf haben sich die Regierung und die Troika geeinigt

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Premierminister George Papandreou muss sein Land kurieren. (Bild: Keystone/AP/Kostas Tsironis)

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Eine Lösung scheint gefunden: Vertreter von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) hätten dem Vorschlag zugestimmt, dass die meisten der Kürzungen über 60 Jahre alte Staatsdiener kurz vor der Rente betreffen sollen, berichtete der private Fernsehsender Mega am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise.

Das Kabinett muss der Vereinbarung noch zustimmen, dafür ist am (heutigen) Sonntagabend eine Sitzung geplant. Den Vorschlag hatten Finanzminister Evangelos Venizelos und der Minister für Reformen im Öffentlichen Dienst, Dimitris Reppas, erarbeitet.

Ab in die Reserve

Bis Ende des Jahres sollen in Griechenland im öffentlichen Dienst 30 000 Stellen gestrichen werden. Bis zu 23 000 ältere und kurz vor der Rente stehende Beamte würden demnach Ende des Jahres in eine sogenannte Reserve-Stellung mit geringerer Bezahlung versetzt, weitere 7000 Stellenkürzungen sollen sich aus der Abschaffung oder Fusion von etwa 150 staatlichen Behörden ergeben. Die Fusionen wurden bereits im vergangenen Jahr beschlossen, bislang aber kaum umgesetzt. In den wenigen Fällen, in denen es tatsächlich zu Fusionen kam, wurde bislang niemand entlassen.

Das Emirat Katar will unterdessen in ein griechisches Goldabbauunternehmen einsteigen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde bei einem Treffen des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou mit dem Emir von Katar, Scheich Hamad Bin Chalifa Al Thani, am Samstag unterzeichnet. Die Vereinbarung zeige, dass Katar Vertrauen in die griechische Wirtschaft habe, sagte Papandreou nach dem Treffen.

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Homo politicus am 03.10.2011 06:24 Report Diesen Beitrag melden

    Denkfehler und Denkfallen!

    Denkfehler 1: also zu glauben, dass die Politos, die den Karren an die Wand gefahren haben, ihn da wieder loskratzen, irrt. Denkfehler 2: Die heutigen Regierungen der Pleitegeier-Staaten versprechen jegliche Sparmassnahmen und Restrukturierungen lediglich um ihre Pfründe zu sichern. Denkfehler 3: Diese sogenannten Rettungsschirme sind doch nicht für das (dumme) Volk; nein, diese Milliarden gehen doch nur an die Banken und Reichen, die das Geld in S'pore, Cayman, usw. "horten".

  • Hans Vetsch am 02.10.2011 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    Volk muss sich wehren...

    Die Gründe für die schlimme Situation in Griechenland haben ihre Politiker zu verantworten. Leider habe ich bis heute nichts gehört, dass Politiker-Gehälter und Spesen ab sofort halbiert werden, resp. Höchstgehälter festgesetzt werden. Auch muss garaniert sein, dass die EU-Milliarden nicht einfach versickern. Das Volk hat in keinem Fall darunter zu leiden und ich hoffe, dass es sich zu wehren weiss.

  • Uh Sheep am 02.10.2011 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Alten sollen gehen

    Betet für alle Menschen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Homo politicus am 03.10.2011 06:24 Report Diesen Beitrag melden

    Denkfehler und Denkfallen!

    Denkfehler 1: also zu glauben, dass die Politos, die den Karren an die Wand gefahren haben, ihn da wieder loskratzen, irrt. Denkfehler 2: Die heutigen Regierungen der Pleitegeier-Staaten versprechen jegliche Sparmassnahmen und Restrukturierungen lediglich um ihre Pfründe zu sichern. Denkfehler 3: Diese sogenannten Rettungsschirme sind doch nicht für das (dumme) Volk; nein, diese Milliarden gehen doch nur an die Banken und Reichen, die das Geld in S'pore, Cayman, usw. "horten".

  • Hans Vetsch am 02.10.2011 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    Volk muss sich wehren...

    Die Gründe für die schlimme Situation in Griechenland haben ihre Politiker zu verantworten. Leider habe ich bis heute nichts gehört, dass Politiker-Gehälter und Spesen ab sofort halbiert werden, resp. Höchstgehälter festgesetzt werden. Auch muss garaniert sein, dass die EU-Milliarden nicht einfach versickern. Das Volk hat in keinem Fall darunter zu leiden und ich hoffe, dass es sich zu wehren weiss.

  • Buchhalter am 02.10.2011 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Das beste für Griechenland....

    Das Beste für Griechenland wäre der Konkurs - mit einem Schlag sind alle Schulden weggefegt und die Griechen können ihre frühere Währung wieder einführen. Dasselbe gilt für Spanien, Portugal, Italien und Irland. Der Euroraum ist kein Segen, im Gegenteil

  • Uh Sheep am 02.10.2011 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Alten sollen gehen

    Betet für alle Menschen!