Finanzkrise

18. Dezember 2008 16:40; Akt: 18.12.2008 16:48 Print

CS zahlt illiquide Papiere als Boni

Die Grossbank Credit Suisse geht nach der Debatte um umstrittene Boni neue Wege: Managern soll ein «substantieller» Anteil des Bonus in Form von illiquiden Papieren ausbezahlt werden.

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Die Credit Suisse will insgesamt Papiere in Höhe von 5 Mrd. Fr. aus der Bilanz nehmen und deren Risiko per Bonuszahlung an die Manager verlagern. Rund 2000 Mitarbeiter auf Stufe Managing Director und Director im Investment Banking würden diese Form der Vergütung bekommen, wie aus einer internen Mitteilung der CS hervorgeht, die der Nachrichtenagentur SDA vorliegt.

«Die Credit Suisse beteiligt damit Mitarbeiter an diesen illiquiden Papieren und deren Erfolg oder Misserfolg», sagte CS- Sprecher Marc Dosch. Das Instrument nennt die CS «Partner Asset Facility» (PAF). Der PAF-Anteil im aktienbasieten Teil der Boni betrage 80 Prozent, so die Grossbank.

Die Aufteilung des Bonus einen Bar-Anteil und einen aktienbasierten Anteil war bei der CS wie auch bei anderen Banken bisher üblich. Der Aktienanteil beträgt nach bisheriger Regelung je nach Vergütung bis zu 65 Prozent des Gesamt-Bonus.

Die Boni würden generell tiefer, wie CS-Chef Brady Dougan bereits vor rund zwei Wochen angekündigt hatte. In Geschäftsbereichen der Grossbank, die gute Zahlen vorlegen, würden aber zwecks Motivation der Mitarbeiter weiter die bekannt hohen Vergütungen bezahlt.

Neu ist auch die Regelung, das CS-Mitarbeiter, die ihr Arbeitsverhältnis künden, den Bonus teilweise zurückzahlen müssen, wenn sie ihn vorgängig schon für ein Jahr bezogen haben.

(sda)