Kritik an SNB-Politik

12. Juni 2012 19:58; Akt: 12.06.2012 21:58 Print

Mindestkurs ist «absolut notwendig»

Der von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) festgelegte Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken sollte nicht diskutiert werden, sagte Bundesrat Schneider-Ammann. Er kritisiert jene, die die SNB-Euro-Politik anprangern.

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Die Kritik an der Verteidigung der Euro- Wechselkursuntergrenze ist laut Bundesrat Johann Schneider-Ammann unverantwortlich. (Bild: Keystone)

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Die Kritik an der Verteidigung der Euro- Wechselkursuntergrenze ist laut Bundesrat Johann Schneider-Ammann unverantwortlich. Der von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) festgelegte Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken sollte nicht diskutiert werden, sagte der Volkswirtschaftsminister am Dienstag im Club Suisse de la Presse in Genf.

«Ich bin sehr überrascht, dass sich Persönlichkeiten erlauben, öffentlich über diese für die Wirtschaft entscheidende Grenze zu diskutieren», sagte Schneider-Ammann, der zuvor an der 101. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz teilgenommen hatte. «Sie haben nicht das Recht, unser Land zu destabilisieren, indem sie öffentlich über diese Politik diskutieren.»

«Das kann teuer werden»

Der Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements betonte, dass jene, die hinter der Politik der SNB stünden, nach wie vor in der Mehrheit seien.

Er könne sich vorstellen, dass Marktteilnehmer und Spekulanten realisierten, dass es in der Schweiz unterschiedliche Meinungen gebe. «Das ist eine Einladung, zu testen, ob die SNB wirklich bereit ist, die Untergrenze zu verteidigen», warnte der Bundesrat. «Das kann teuer werden.»

Schneider-Ammann sagte weiter, inzwischen würden die meisten Parteien die Bedeutung der Untergrenze zu begreifen beginnen. «Es ist klar, dass der Mindestkurs absolut notwendig ist, um unsere Wirtschaft zu verteidigen.»

(sda)