Programm gestoppt

03. Oktober 2011 15:03; Akt: 03.10.2011 15:24 Print

Fertig gratis für Promis bei Air Berlin

Mehr als 100 Prominente und ihre Familien flogen jahrelang als «Markenbotschafter» gratis mit der defizitären Fluggesellschaft Air Berlin. Damit ist jetzt Schluss.

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Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG solle nun klären, ob dadurch die Airline und deren Aktionäre geschädigt wurden. (Bild: Keystone)

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Die Fluggesellschaft Air Berlin streicht Freiflüge für ausgewählte Prominente. Die Airline habe beschlossen, «das bestehende Programm vor dem Hintergrund der Neuausrichtung der Air Berlin zum Jahresende einzustellen», sagte ein Firmensprecher der Zeitung «Bild am Sonntag». Dem Bericht zufolge durften mehr als 100 Prominente aus Wirtschaft, Sport, Kultur und Unterhaltung sowie deren Familien die Flugverbindungen der defizitären Airline weltweit kostenlos nutzen.

Die Fluggesellschaft hielt sich am Montag zu den genauen Konditionen des Prominentenprogramms bedeckt, lediglich von «günstigen Konditionen» war die Rede. Die sogenannten Markenbotschafter unterstützten eine erfolgreiche Positionierung der Marke, hiess es. «Im Übrigen wurde bereits der Beschluss gefasst, das bestehende Programm vor dem Hintergrund der Neuausrichtung (...) zum Jahresende einzustellen.»

Airline zahlte auch Vorteil-Steuer

Dem Zeitungsbericht zufolge verfügten die ausgewählten Kunden über eine goldfarbene «Counter Card Premium Plus». Die Airline übernahm demnach für die VIPs auch die Versteuerung des geldwerten Vorteils bei Inanspruchnahme der Freiflug-Card. Das seit Jahren laufende Gratisflugprogramm sei nun ins das Visier der Konzernaufsicht geraten. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG solle nun klären, ob dadurch die Airline und deren Aktionäre geschädigt wurden.

Die Streichung des Promiprogramms ist Teil des Sanierungskurses, den der ehemalige Vorstandschef der Deutschen Bahn, Hartmut Mehdorn, eingeschlagen hat. Mehdorn übernahm am 1. September den Vorstandsvorsitz vom langjährigen Konzernchef Joachim Hunold. Air Berlin schreibt seit Jahren Verluste.

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • airliner am 04.10.2011 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konditionen müsste man kennen

    Linienflüge sind verderbliche Waren. Jeder Sitz, der nicht verkauft ist, verfällt. Also müsste man die Konditionen der Promis kennen, bevor man loballert. Wenn es nur Stand-by ist spielt das ganze eh keine Rolle, dann werden nämlich nur ungenutzte Kapazitäten verschenkt. Cleverer wäre aber, diese zu versteigern mit Startpreis 1.- Fr.

  • Ricoo am 03.10.2011 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts neues ;)

    Das ist nichts neues..!! von diesen Karten gibt es mehr als 2000!!! Ich habe sogar eine und ich bin kein Promii..hahahah...ich zahle einfach die Flughafentaxen also verdient AirBerlin nichts wenn ich mit ihnen fliege.. ;)

  • Herbert Kellerhals am 03.10.2011 21:50 Report Diesen Beitrag melden

    Geld rausgeschmissen

    Eine Marketingaktion sollte doch eigentlich dann auch die entsprechende Visibilität haben. Von diesen 100 Prominenten habe ich sogar in Deutschland nie etwas gehört oder gesehen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • airliner am 04.10.2011 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konditionen müsste man kennen

    Linienflüge sind verderbliche Waren. Jeder Sitz, der nicht verkauft ist, verfällt. Also müsste man die Konditionen der Promis kennen, bevor man loballert. Wenn es nur Stand-by ist spielt das ganze eh keine Rolle, dann werden nämlich nur ungenutzte Kapazitäten verschenkt. Cleverer wäre aber, diese zu versteigern mit Startpreis 1.- Fr.

  • Remo am 03.10.2011 22:42 Report Diesen Beitrag melden

    Einmal 180° bitte...

    Ich finde es mittlerweile echt nicht mehr toll, wie reiche Menschen noch mehr unterstützt werden. Sei es bei den Steuern oder sei es hier mit Gratisflügen.. weltweit, erste Klasse natürlich, und dann wahrscheinlich jeden zweiten Tag. Andere zahlen dafür mehrere tausend CHF/EUR! Diese VIPs schlürfen gemütlich bei 23° in einer Umgebung von -50° ihren auf 16° gekühlten Wein, während andere bei 40° im Schatten Kilometer für ein Glässchen Wasser laufen müssen.. ich wünsche mir die 180° Wende! Und wer das bestreitet, dem sei ein Platz auf dem Mond reserviert.

  • Herbert Kellerhals am 03.10.2011 21:50 Report Diesen Beitrag melden

    Geld rausgeschmissen

    Eine Marketingaktion sollte doch eigentlich dann auch die entsprechende Visibilität haben. Von diesen 100 Prominenten habe ich sogar in Deutschland nie etwas gehört oder gesehen.

    • Peter Meier am 04.10.2011 10:06 Report Diesen Beitrag melden

      Carsten

      Naja ich habe den Carsten Spengemann in Zürich am Flughafen gesehen in den Air Berlin Vogel steigen. Soviel zu Prominenz

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  • megge am 03.10.2011 19:37 Report Diesen Beitrag melden

    Aktionärskapital

    So wird das Aktionariat über den Tisch gezogen und deren Kapital verschleudert. Dafür bedient sich das Management noch mit hohen Salären und Boni.

  • Ricoo am 03.10.2011 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts neues ;)

    Das ist nichts neues..!! von diesen Karten gibt es mehr als 2000!!! Ich habe sogar eine und ich bin kein Promii..hahahah...ich zahle einfach die Flughafentaxen also verdient AirBerlin nichts wenn ich mit ihnen fliege.. ;)