Weckruf

16. Dezember 2011 14:34; Akt: 16.12.2011 15:07 Print

Parallelen zur «Grossen Depression»

Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, warnt vor einer düsteren Zukunft für die Weltwirtschaft.

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IWF-Direktorin Lagarde:«Den Problemen wirklich ins Auge sehen, nicht die Augen vor der Wahrheit zu verschliessen, die Wahrheit zu akzeptieren, die Realität zu akzeptieren, dann damit umgehen». (Bild: AFP)

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Sollten die aktuellen Probleme nicht entschieden angegangen werden, könnte sich die globale Wirtschaft den gleichen Bedrohungen ausgesetzt sehen wie vor der «Great Depression» (Grosse Depression) in den 1930er-Jahren, mahnte IWF-Direktorin Lagarde am Donnerstag bei einer Konferenz des US-Aussenministeriums in Washington.
Lagarde rief alle Länder zu gemeinsamen Bemühungen im Kampf gegen die europäische Schuldenkrise auf. Europa könne seine Probleme nicht alleine lösen, sagte sie. Die «Great Depression» dauerte rund zehn Jahre. Sie nahm ihren Ausgang am «Schwarzen Freitag», am 24. Oktober 1929, als die New Yorker Börse an der Wall Street abstürzte. In der Folge gingen weltweit Banken und Unternehmen pleite, zuerst in den USA.

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Finanzmärkte sollen Staaten Zeit lassen

Es gehe darum «den Problemen wirklich ins Auge zu sehen, nicht die Augen vor der Wahrheit zu verschliessen, die Wahrheit zu akzeptieren, die Realität zu akzeptieren, dann damit umzugehen», sagte Lagarde am Donnerstag.

Welche Schritte sie von einzelnen Ländern oder dem IWF erwartet, erwähnte Lagarde nicht. Die IWF-Chefin rief die Finanzmärkte auf, Staaten genug Zeit zu lassen, um den politischen Prozess zu bewältigen und eine Lösung zu finden.

Vergangene Woche hatten mehrere europäische Länder angekündigt, dem IWF Darlehen zur Verfügung zu stellen, um dessen Ressourcen aufzustocken. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama erklärte jedoch, von den USA werde es keine zusätzliche Unterstützung für den IWF geben. Der Währungsfonds verfüge über ausreichend Ressourcen, hiess es zur Begründung.

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robert Müller am 17.12.2011 01:33 Report Diesen Beitrag melden

    es wird nicht besser

    Es gibt keine lösung für unser finazsystem da die grundsubstanz mit dem zins eine mathematisch komplett falsche lösung ist. es steht kurz vor dem zusammenbruch, legt euch einen vorrat an. es kommen harte zeiten auf uns zu.

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  • R.W. am 17.12.2011 08:14 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann es-

    drehen und wenden wie mans will,es kommt immer aufs gleiche raus!Ohne Moos nichts los.

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  • maler am 16.12.2011 15:24 Report Diesen Beitrag melden

    schwarz

    in den fetten Jahren werden jeweils Milliarden Gewinne an ein paar wenige verteilt. Wieso werden diese Gewinne nicht besser für schlechtere Jahre angelegt? Auf Dauer sehe ich schwarz für eine Wirtschaft die immer nur wachsen soll/muss.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • M. Blick am 18.12.2011 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Holen wir es endlich von den Superreichen

    Warren Buffet, (Star Investor) hatte bereits vor Monaten den amerikanischen Präsidenten gebeten, nun endlich die Superreichen und ihre Vermögen zur Kriesenbewältigung anzuschneiden. WARUM holen wir das Geld nicht da, wo es im unsinnigen Überschuss vorhanden ist? Wenn die 10000 reichsten Europäer 10% ihres Vermögens in die Schuldenkrise stecken würden, (ohne Verzinsung) wäre Europa aus den Schulden raus. Und 10% weiger zu haben, würde keinen der Milliardäre umbringen. Die Superreichen Banker sind ja auch nicht unschuldig und haben Jahre lang gigantische Vermögen verdient, auf unsere Kosten.

  • R.W. am 17.12.2011 08:14 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann es-

    drehen und wenden wie mans will,es kommt immer aufs gleiche raus!Ohne Moos nichts los.

    • PWAN am 18.12.2011 16:08 Report Diesen Beitrag melden

      Flasch

      Es ist nur Metall und Papier. Wer was kann, wird wohl tauschen können, bzw. kontinuierlich Geld zum aktuellen Wert verdienen. Wer allerding nichts kann ist dumm dran.

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  • Robert Müller am 17.12.2011 01:33 Report Diesen Beitrag melden

    es wird nicht besser

    Es gibt keine lösung für unser finazsystem da die grundsubstanz mit dem zins eine mathematisch komplett falsche lösung ist. es steht kurz vor dem zusammenbruch, legt euch einen vorrat an. es kommen harte zeiten auf uns zu.

    • Marc Brunner am 18.12.2011 07:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Richtig

      Richtig, das wird viel zu wenig angesprochen. Eine Zinswirtschaft führt systemisch bedingt IMMER zu einem Kollaps, geht aber relativ lange gut, sofern die Abschöpfung von Ressourcen einerseits sehr günstig und andererseits steigerbar ist. Ob wir mit was anderem besser dran sind, sei mal dahingestellt...

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  • Hans M. am 17.12.2011 00:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wer ist genau Pleite?

    Warum sollen unzählige Firmen pleite gehen, wenn vor allem die Staaten immer maroder werden? Der Markt reguliert sich auch dieses Mal. Und wenn das Geld zukünftig nicht mehr in Europa genereiert wird, dann werden die Firmen flexibel sein und gezwungener Massen auch die Menschen. Dumm für die Länder und deren Einwohner, wo plötzlich eine hohe Auswanderungsquote vorhanden wäre. Soweit mag ich aber nicht denken.

  • roland_rohrbach@bluewin.ch am 16.12.2011 19:39 Report Diesen Beitrag melden

    Es wird nicht klar Kommuniziert!

    Die Politiker setzen die Rahmenbedingungen gegenüber der Finanzbranche nicht um . Warum sagen Sie nicht bis hierher und nicht weiter? Weil sie immer noch zu viel Angst und Respekt gegenüber der Finanzbrache haben! Haben Sie Angst ihr Geld zu Verlieren?