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18. Mai 2019 17:27; Akt: 18.05.2019 17:27 Print

Erledigen statt verschieben – so gehts!

Viel vorgenommen, wenig geschafft. Von der Steuererklärung bis hin zum PET-Entsorgen: So verbesserst du dein Termin-Management.

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Das sogenannte Prokrastinieren ist ein chronisches Problem, mit dem etwa 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung zu kämpfen hat. Doch wieso verschieben wir ständig die Erledigung von wichtigen Aufgaben? Die Antwort ist simpel: Es ist halt einfacher, Dinge zu vertagen statt sie möglichst schnell abzuhaken.

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Erledigst du wichtige Dinge immer sofort?

Die fünf verschiedenen Aufschieber-Typen

1. Der plötzliche Saubermann: Obwohl er sich im Chaos sehr wohl fühlt, muss vor der Abgabe zu Hause plötzlich alles blitzblank sein. Angesichts der anstehenden Aufgabe fühlt er sich überfordert und weiss schlicht nicht, wo er anfangen soll.

2. Die Panikmacherin: Da die Deadline noch in weiter Ferne liegt, ist sie zu Beginn noch relativ gelassen und widmet sich angenehmeren Dingen. Als sie dann plötzlich realisiert, wie viel Zeit sie hat verstreichen lassen, verrennt sie sich in Panik, wodurch auch das Endergebnis leidet.

3. Der Listen-Schreiber: Ohne Liste geht gar nichts. Er erstellt nur allzu gern To-do-Listen für alles Mögliche und verzettelt sich dadurch in Nebensächlichkeiten, während die wichtigen Dinge auf der Strecke bleiben.

4. Die Multitaskerin: Am liebsten arbeitet sie an mehreren Projekten gleichzeitig und widmet sich je nach Mühsamkeitslevel einfach einer anderen Aufgabe, die sie dann jedoch ebenfalls nicht beendet. Es stapeln sich folglich unzählige Aufgaben, von denen dann keine wirklich fertig wird.

5. Der Internet-Junkie: Ununterbrochen checkt er seinen Instagram-Account und auch der Youtube-Algorithmus setzt ihm ein Video nach dem anderen vor die Nase. Ständig muss er sich kurzfristig belohnen, die eigentlichen Aufgaben bleiben dabei jedoch auf der Strecke.

Studien zeigen, dass wer im Job Dinge vertagt, dies auch im Privaten tut. Zum Ziel führt eine einfache Erkenntnis: Beim Versuch, es uns durchs Verschieben leichter zu machen, machen wir es uns tatsächlich viel schwerer. Denn die Aufgaben unter Hochdruck zu vollführen, kostet uns im Endeffekt ein Vielfaches an Energie, und auch die Qualität der Arbeit leidet sehr darunter. Und am Ende des Tages fühlt es sich einfach grossartig an, etwas geschafft zu haben.

(20min)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan am 19.05.2019 07:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Rezept wie's funktioniert

    nach langem Üben bin zu folgendem gelangt. Alles was weniger als 5 Minuten braucht, mach ich sofort. Alles andere kommt auf die Liste. Pro Tag werden drei der Dringlichen/Wichtigen Punkte von der Liste abgearbeitet. Das Unwichtige streich ich grosszügig von der Liste weg. Funktioniert winderbar - habe heute sogar ein eigenes Geschäft.

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  • AbraCadaBra am 18.05.2019 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Zauberei

    Guter Artikel. Niemand hat es leicht, seine Arbeiten zu erledigen. Aber ich würde sagen, ohne Arbeiten hat man es auch nicht leicht. Es fehlt einem halt der Sinn. Die Liste finde ich speziell cool. Keine leichtere Arbeit, als eine Liste zu erstellen..

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  • Dave74 am 18.05.2019 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fauler Hund

    Nur ja nichts ein zweites Mal angehen müssen. Einmal und dann richtig. Ja, funktioniert auch nicht immer. ;)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Steff am 21.05.2019 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann viel Zeit gewinnen

    wenn man anstatt eine nach der anderen, eine Aufgabe vor der anderen erledigt.

  • pit am 21.05.2019 09:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was soll's

    Als Prokrastinier kann ich dem lieben Journalisten sagen, dass seine Tipps überhaupt nichts nützen, da sie jeder Prokrastinier kennt. "so geht's" gar nicht ! Wenn ich diese journalistische Leistung betrachte, bin ich mit mir wieder ganz zufrieden.

  • Bartli am 20.05.2019 22:47 Report Diesen Beitrag melden

    Fragerei und Erziehung am Laufmeter

    Solche erzieherischen Typs hat es früher nicht mal im Bravo gegeben. Journalismus vom Feinsten.

  • ist Kay am 20.05.2019 22:38 Report Diesen Beitrag melden

    Gut erzogen

    Schön brav arbeitet das Volk.

    • Bartli am 20.05.2019 22:58 Report Diesen Beitrag melden

      Äzend, wenn es zu viel ist

      Entweder oberschlaue Fragen (Ausfragerei) oder Erziehungsmassnahmen in diesem Onlineblättli. Gut gibt es noch Alternativen, nur leider immer weniger. Man muss sich bald schämen, wenn man hier noch postet.

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  • Dr. Bequeme am 19.05.2019 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Toyota-Metode

    Ich schreibe Epics und hänge sie auf die Kanbantafel auf. Und dort verweilen dann die Epics. Papier ist bekanntlich geduldig.

    • Bartli am 20.05.2019 23:54 Report Diesen Beitrag melden

      Via Medien?

      Population Control Establishment. Wir werden ja richtig auf Kurs gebracht, in allen Belangen unseres Lebens. ,-))

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