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13. Februar 2019 14:40; Akt: 13.02.2019 14:41 Print

Ich bin pleite – was kann ich tun?

Leasingvertrag, Miete, Mobilfunkrechnung: Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen seit Wochen. Wie der Schuldenspirale vorbeugen?

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Flut bei den Ausgaben, Ebbe auf dem Konto. Doch Rechnungen müssen trotzdem bezahlt werden. Bei grösseren Ausgaben gelobt der rettende Gedanke an eine Kreditaufnahme vermeintliche Besserung. Doch dies ist selten die beste Lösung. Laut dem Bundesamt für Statistik (BFS) ist in der Schweiz der häufigste Verschuldungsgrund der Erwerb eines Fahrzeugs durch Leasing, eine Kreditaufnahme, aber auch Darlehen von Bekannten.

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Frag deine Familie

Familie und Freunde sind meistens gerne bereit, das Geld für die Monatsmiete vorzuschiessen. Der Vorteil: die Vorschüsse gibts (meistens) zinsfrei.

Aber Achtung: die Gefahr bei privaten Darlehen ist die oft fehlende rechtliche Verbindlichkeit. Will heissen: Weil die Familie die Rückzahlung nicht per Mahnung oder Betreibung einfordert, kann dies zur weiteren Anhäufung von Schulden führen.

Das private Darlehen wird verdrängt und gaukelt ausserdem finanzielle Stabilität vor: die Lebensumstände des Gläubigers können sich plötzlich verändern, er braucht unerwartet Geld und verlangt die Rückzahlung der Schuld früher als gedacht. Darauf solltest du vorbereitet sein.

Ausgaben reduzieren

Zuallererst sollten Massnahmen zur Vorbeugung getroffen werden, denn ein Vorschuss ist nur ein temporäres Pflaster. Reduziere zuallererst deine Ausgaben und erstelle ein genaues Budget (zum Beispiel mit der Daily Budget-App), der Morgenkaffee muss nicht unbedingt von Starbucks sein.

Auch in Betracht ziehen sollte man die zwischenzeitliche Rückkehr ins Elternhaus. So können einige Monate günstiges Wohnen sowie eine finanzielle Neuausrichtung bereits Wunder bewirken – ruhigere Nächte garantiert.

Ein Viertel ist verschuldet

Studien lassen vermuten, dass bereits ein Viertel aller Jungen in der Schweiz verschuldet ist. Wie viele davon ihre Schulden bei Kreditanbietern haben, ist jedoch umstritten.

Nur in den dringendsten Fällen sollte die Aufnahme eines Kredites in Betracht gezogen werden, denn dies kommt den Schuldner auf Dauer teuer zu stehen, auch wenn die Anreize auf kurze Sicht verlockend erscheinen.

Der Verein Caritas bietet in verschiedenen Kantonen eine kostenlose Schuldenberatung an. Zögere also nicht, auch bei geringeren Schuldbeträgen professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. So liegt auch Starbucks mal wieder drin.

(20min/20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wasch Baer am 13.02.2019 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen

    Auch wenn es schwer fällt: Erst sparen - dann kaufen! Auch wenn die wirtschaftliche Lage momentan gut ist kann sich das schnell einmal ändern (Krankheit, Arbeitslosigkeit usw.).

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  • Kain am 13.02.2019 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ausgaben Einnahmen

    Wenn man jeden Monat 1.-- weniger ausgibt als man einnimmt hat man nie Probleme, wenn man jeden Monat 1.-- mehr ausgibt als einnimmt kommt man aus den Problemen nicht hinaus.

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  • Markus Sauer am 13.02.2019 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    Kredite machen die Welt fairer

    Kredite sind die beste Erfindung der Welt: Sie belohnen langfristiges, planendes Handeln (-> Geld verleihen) und bestrafen impulsives "muss ich sofort haben" - Verhalten (Geld leihen). Man stelle sich vor, wie es um unsere Gesellschaft bestellt wäre, würde das gegenteilige Verhalten gefördert! Deshalb bin ich um jeden Leasingnehmer und jeden Kleinkreditaufnehmer unendlich dankbar: Sie kurbeln die Wirtschaft an, lernen (meist schmerzhaft) eine wichtige Lektion für ihr zukünftiges Leben und knechten dabei niemand anderen als sich selbst.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • TheBoy am 21.02.2019 00:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Brunnen

    Ich suche nach Geld in den Brunnen.

  • Frau Fuzzinello am 15.02.2019 21:30 Report Diesen Beitrag melden

    haha

    Wie wärs mit arbeiten? Ah ja, stimmt wir Schweizer haben das nicht nötig. Hauptsache coole Hobbies.

  • EMMM am 14.02.2019 22:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zitat

    ((Ich bin pleite-was kann ich tun?)) Eigentlich müsste es heissen, Ich bin zu Reich-was kann ich tun? Ich frage mich manchmal schon, woher der zunehmende Soziale ungleichgewicht kommt.

  • W.W am 14.02.2019 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Antwort fehlt

    Bei der Umfrage fehlt noch die Antwort: ich habe immer genug Geld.

  • Martina Langenegger am 14.02.2019 20:51 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Beneide alle hier die Ihre Rechnungen zahlen und noch Geld für den rest des Monats haben. Ich muss jeden Monat kämpfen damit ich meine Miete bezahlen kann. Habe Schulden und Betreibungen KK etc. Seit ich alleine 3 Kinder grossgezogen habe geht es mir finanziell extrem schlecht. Schätzt was ihr habt. Nicht alle hatten dieses Glück.