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11. August 2019 21:37; Akt: 11.08.2019 21:37 Print

So kommst du ans Geld für dein Studium

Lebensunterhalt und Studium unter einen Hut zu bringen, bereitet nicht wenigen Studierenden finanzielle Probleme. Stipendien können Abhilfe schaffen.

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Tatsache ist: Noch lange können es sich nicht alle Familien leisten, ihren Kindern ein Studium zu finanzieren. Auch für etwas ältere Studenten, denen die finanzielle Unterstützung der Eltern nicht mehr zugutekommt, ist es zuweilen schwer, den Lebensunterhalt neben einem Studium alleine zu stemmen. In einer eigenen Bleibe belaufen sich die Lebenskosten auf ungefähr 2300 Franken pro Monat. Darin enthalten sind beispielsweise die Monatsmiete, Krankenkassenbeiträge, die Verpflegung oder auch der Ausgang. Wer nicht mindestens zwei Tage pro Woche arbeitet, kann sich dies ohne zusätzliche Unterstützung kaum leisten. Genau hier setzen kantonale Stipendien an.

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Hast du schon Stipendien bezogen?

Grundsätzlich wird zwischen Stipendien und Darlehen unterschieden, Letztere müssen innert geregelter Fristen, meistens einige Jahre nach Beendigung des Studiums, zurückgezahlt werden, Stipendien hingegen nicht. 2017 vergaben die Kantone 343 Mio. Franken an Ausbildungsbeträgen, wovon 95 Prozent als Stipendien ausbezahlt wurden. Dies entspricht einem Prozent der gesamten öffentlichen Bildungsausgaben des Jahres 2017. Die Kriterien für die Höhe der individuellen Beträge variieren jedoch stark von Kanton zu Kanton. Faktoren wie die Höhe des Einkommens der Eltern sowie deren Besitz von Wohneigentum spielen u.a. eine Rolle bei der Einschätzung.

So gehst du vor:

1) Vor dem Studium ist es wichtig zu klären, ob du von der kantonalen Stipendienstelle Unterstützung erhalten kannst. Hierzu gibt es verschiedene Stipendienrechner.

2) Ziehe parallel dazu auch Anfragen bei Stiftungen, Fonds und Vereinen in Erwägung.

3) Falls du keine Stipendien erhalten solltest, hast du auch Chancen auf ein kantonales Darlehen. Hier liegen die Zinssätze meist unter 5 Prozent und du kannst die Beträge über mehrere Jahre zurückzahlen.

Wie hoch die Ausbildungsbeträge schliesslich sind, die du bekommst, wird erst durch ein tatsächliches Gesuch ersichtlich. Vorsicht ist jedoch immer geboten: Die meisten Stipendien sind subsidiär, decken also die Lebenskosten nicht voll ab, weshalb ein kleiner Nebenjob während des Studiums fast unumgänglich ist. Mit diesem kannst du unerwartete Rechnungen begleichen oder dir sogar mal einen Wochenendtrip leisten und zusätzlich wertvolle Arbeitserfahrung sammeln.

(20min)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Trea am 11.08.2019 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2 Tage arbeiten sollen reichen?

    Ich arbeite 2 Tage neben dem Studium also das reicht nirgendwohin. Was denken die was für einen Stundenansatz man als Student bekommt? 2'300 bei 40% schön wärs....

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  • Mohd am 11.08.2019 21:48 Report Diesen Beitrag melden

    .....

    Stipendien bekommt man auch nur wenn man guten Kontakt zu den Eltern pflegt da man die Steuererklärungen den Eltern braucht um Stipendien zu bekommen. Kontakt zu Eltern hatte ich keinen, deshalb bekam ich keine Stipendien. Hab dann im Fernstudium studiert, so konnte ich neben dem Studium arbeiten und mir alles selbst finanzieren.

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  • Strega am 11.08.2019 22:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gerecht werden die Stipendien eh nicht verteilt

    Was ich nicht verstehe bei der Stipendienvergabe: Warum wird bei geschiedenen immer die Steuererklärung beider Eltern berücksichtigt??? Schlussendlich ist doch der Elternteil massgebend bei dem das studierende Kind lebt oder nicht?? Komisch finde ich auch, dass Kolleginnen meiner Tochter Stipendien erhalten obwohl die Eltern sicher mehr als genug Geld haben und meine Kinder gar nichts erhalten haben.... irgendwie scheint mir der Verteilschlüssel undurchsichtig.....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bla am 12.08.2019 22:54 Report Diesen Beitrag melden

    Stipendien,..tja ja schön wärs

    Im Kanton Bern hat man als normaler Mensch null Chancen auf ein Stipendium!! Die Stipendien gehen an Personen, die es nicht nötig haben und es auf ein Sparkonto legen...

  • Manu-L am 12.08.2019 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Die liebe Arbeit

    Arbeiten. Ja, ich musste mein Studium mit Arbeit finanzieren. Von den Eltern konnte ich keine Unterstützung erwarten und der Kanton wollte mir kein Stipendium geben. Ich hab's geschafft, Studium und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Tatsächlich ist es harte Arbeit. Es hat sich aber schlussendlich gelohnt.

  • Markus Ramseier am 12.08.2019 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Leere machen

    Ich habe eine Leere gemacht und wärend der Leere hatte ich nie Geldprobleme da zu hause gewont. Jetzt lebe ich mit 4k eigentlich gut

    • lusa64 am 12.08.2019 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bina

      Was meinen Sie mit dem??

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  • Svenja Zumbühl am 12.08.2019 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hart aber machbar

    Ich habe mein ganzes ETH-Studium inkl. WG ohne Eltern finanziert. War hart, ging nicht anders aber ist machbar. Habe viel eingesteckt, Ferien, neue Kleider und Ausgang waren nicht mehr möglich aber ich habe es überlebt

  • Risk analyst am 12.08.2019 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    im Ausland studieren

    Ich habe in Argentinien an der Uni of Buenos Aires VWL studiert. Man zahlt keine Studiengebühren also gar nichts, nada und das Leben ist relativ günstig. Eine Single Wohnung im Stadtzentrum kostet um die 300Fr im Monat und für Leben und anderer Rechnungen braucht man etwa noch 450Fr. Das tolle ist auch nach 2 Jahren bekommt man bereits die argentinische Staatsbürgerschaft. Bin nun Doppelbürger. Würde vielen raten im Ausland zu studieren, dann schafft man es meist auch ohne Stipendien.