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08. September 2019 19:41; Akt: 08.09.2019 19:41 Print

Darf ich das Wi-Fi mit dem Nachbarn teilen?

Wer sich die monatlichen Kosten fürs Surfen sparen will, teilt den Internetanschluss einfach mit dem Nachbarn. Dies kann jedoch zu Problemen führen.

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Wer nicht ein Handyabo mit unlimitiertem Internet besitzt, muss sich früher oder später einen Anschluss zulegen. Folglich gibt es in vielen Häusern ebenso viele Netzwerke wie Wohnungen. Die Internetabopreise liegen hier je nach Angebot und Kombination schnell mal bei 140 Franken pro Monat. Nicht nur aus Kostengründen sollte man sich daher überlegen, mit den Nachbarn einen Anschluss zu teilen. Ohne zu fragen, das WLAN des Nachbarn zu benutzen, scheint zwar vielen eine gute Alternative. Und grundsätzlich macht man sich in der Schweiz damit auch nicht strafbar. Jedoch muss bei Problemen mit den Behörden, z. B. illegalen Aktivitäten, der Anschlussinhaber haften, weshalb auch Telekommunikationsanbieter von einer gemeinsamen Nutzung abraten. Wenn du dich mit den Nachbarsparteien geeinigt hast, gilt es folgende vier Fragen zu berücksichtigen:

Umfrage
Besitzt du einen eigenen Internetanschluss?

1. Wie weit reicht die Verbindung?
Die Bauweise des Gebäudes beeinflusst die Reichweite des Funknetzes stark. Vor allem Beton- und Gipswände stellen meist ein grosses Hindernis dar, weshalb die Signalstärke nach ein bis zwei Wänden bereits stark abnimmt.

2. Welche Infrastruktur wird benötigt?
Die besten Verbindungen sind nach wie vor jene übers Netzwerkkabel. Benötigst du eine äusserst gute Internetverbindung, solltest du die Installation eines professionellen Netzwerkes mit dezentralen Basisstationen in Betracht ziehen, die das Signal gleichmässig in den Wohnungen verteilen. Eine solche Installation kostet zwar, ist aber hinsichtlich des Einsparens von Abokosten sicher eine gute Investition.

3. Was ist mit der Privatsphäre?
Da im Heimnetzwerk auch private Daten kursieren, wie beispielsweise jene fürs E-Banking, solltest du getrennte Router einsetzen. Man kann sich sogar überlegen, seinen Gästen den Zugang zu einem abgetrennten Gästenetz zu ermöglichen.

4. Wer haftet bei Problemen?
Sollten über das Netzwerk illegale Aktivitäten aufgedeckt werden, haftet zunächst der Abonnent. Daher empfiehlt sich die Verschlüsselung des Netzwerkes, vor allem, wenn nicht bekannt ist, wer das Netzwerk sonst noch so mitbenutzt.

(20min)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Laferi am 08.09.2019 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sorry

    Würde gern abstimmen, kann mich aber nicht zwischen 1 oder 3 entscheiden, kann mir jemand helfen?

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  • Manuel Müller am 08.09.2019 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    In der Familie

    Meine Familie wohnt in einem Doppeleinfamilienhaus. In der andern hälfte wohnt meine Schwiegermutter. Wir teilen schon seit Jahren das Internet, Sunrise Tv, Netflix und noch andere Sachen

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  • Peter Tomaschett am 08.09.2019 19:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einfach

    für das habe ich ein Gast WLAN

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Die neusten Leser-Kommentare

  • notes713 am 09.09.2019 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Thema verfehlt

    Wenn ich den Titel lese "Darf ich das Wi-Fi mit dem Nachbarn teilen?" und danach die erste Frage "1. Wie weit reicht die Verbindung?" habe ich das Gefühl, dass man mit diesem Artikel den Nagel nicht auf den Kopf getroffen hat.

    • Lotus911 am 09.09.2019 16:56 Report Diesen Beitrag melden

      Nö gar nicht Thema verfehlt

      Sein WLAN teilen kann man erst, wenn es überhaupt genug weit strahlt. Insofern ist eine genügende Reichweite Grundvoraussetzung. Punkt 1 trifft den Nagel perfekt auf den Kopf.

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  • Stolz wie Otto am 09.09.2019 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Seht mich an, ich hab's geschaft!

    Ich darf ganz stolz verkünden; JA! Ich bin der Besitzer eines Internetanschlusses! Die Warteliste war lang, die Ansprüche hoch, doch ich habe mich durchgesetzt.

    • Schüttel-Lanze am 09.09.2019 16:57 Report Diesen Beitrag melden

      Teilen Sie oder teilen Sie nicht?

      Das ist hier die Frage, @Stolz wie Otto.

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  • sam am 09.09.2019 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicher nicht

    Niemals,!! Wenn wirklich was schief geht haften beide für ihre Dummheiten. Nur eigener Anschluss haben mit sehr gutem Passwort gesichert.

    • Ini Tiative am 09.09.2019 17:24 Report Diesen Beitrag melden

      No Fear!

      Ich wüsste gar nicht was "passieren" könnte?

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  • Fredi Kuster am 09.09.2019 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Haftungsbeschreibung bei RA Steiger

    Der Rechtsanwalt Martin Steiger beschreibt auf seiner Webseite unter dem Titel "Public WLAN in der Schweiz: Merkblatt der Digitalen Gesellschaft" genauer, was insbesondere für Wohngemeinschaften an rechtlichen Konsequenzen gilt. Auch welchen Einfluss das neue BÜPF hat, wird im Merkblatt beschrieben, abrufbar unter digitale-gesellschaft punkt ch slash publicwlan)

  • Marco am 09.09.2019 11:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung zu WLAN

    Eine Aufklärung zum Unterschied WLAN und LAN wäre mal sehr lobenswert. 70% der Nutzer geben dem Provider die Schuld wen Ihr Internet zu langsam ist oder die Verbindung verliert, obwohl der nichts dafür kann. Eigentlich sollte es logisch sein das eine Drahtlose Verbindung starken Schwankungen unterliegt. Das haben aber leider viele bis heute nicht verstanden....