Grow Up

24. August 2019 13:27; Akt: 24.08.2019 21:17 Print

Preisverhandlungen im Fachgeschäft – geht das?

Der auf dem Schild angegebene Preis für den Fernseher steht fest, hier gibts nichts zu rütteln. Oder etwa doch?

So drückst du die Preise im Fachgeschäft! (Video: 20 Minuten)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Preisverhandlungen sind uns vor allem aus dem Ausland bekannt, wo man auf dem lokalen Bazar die Preise für Gewürze oder Antiquitäten zu drücken versucht. Hierzulande trauen sich Konsumenten jedoch selten, beim Einkaufen zu feilschen: Die Beträge auf dem Schild gelten als unumstösslich. Je nach Warenkategorie oder Dienstleistung, etwa in Hotels, bei Möbeln oder Elektronikartikeln, kann man sein Glück jedoch durchaus versuchen.

Umfrage
Verhandelst du beim Einkaufen oft die Preise?

Darauf solltest du bei Preisverhandlungen unbedingt achten:

1) Im Vorfeld informieren, wie teuer die gewünschte Ware bei der Konkurrenz ist, und dies im Gespräch erwähnen (Niedrigpreisgarantie ist für viele Händler eine gängige Praxis).

2) Einen niedrigeren Preis bieten – mit dem Versprechen, das Produkt sofort mitzunehmen.

3) Auf den Zeitpunkt achten: Wer beispielsweise ein Auto kauft, sollte wissen, dass die Autoverkäufer vor allem gegen Ende des Jahres auslaufende Modelle loswerden wollen.

4) In jedem Fall höflich bleiben! Freundlichkeit hilft vor allem in unseren Breitengraden enorm beim Feilschen.

5) Selbstbewusst nach einer Reduktion fragen oder signalisieren: «Das ist mir zu teuer» oder «das muss ich mir in Ruhe nochmals überlegen».

6) Erwarte nicht zu viel: Realistisch sind Reduktionen von 10 bis 20 Prozent, in kleineren Geschäften auch beispielsweise «3 für 2»-Aktionen.

Selbst wenn Verhandeln nicht zu deinen Stärken gehört, kann auch die gezielte Nachfrage nach Ausstellungsstücken oder Auslaufmodellen eine Taktik sein, hier liegen sehr oft grosse Rabatte drin. In unserer Einteilung siehst du, wo sich Preise drücken lassen und wo eher nicht:

Hier gibts allenfalls Verhandlungsspielraum:

• Fachgeschäfte wie Elektronikhandel oder Möbelhäuser
• Im Autohandel lassen sich Preise gut drücken, wenn man ganz genaue Vorstellungen hat
• Kleinere, inhabergeführte Geschäfte
• Bei Hotelübernachtungen
• Auch Taxifahrten sind hierzulande verhandelbar (allerdings unbedingt vor Antritt der Fahrt)

Hier stehen die Preise fest:

• Bei ÖV-Tickets
• Im Supermarkt
• Im Restaurant
• Bei grossen Kleiderketten oder Einkaufshäusern

(20min)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • erik f. am 24.08.2019 14:44 Report Diesen Beitrag melden

    geiz ist geil... :-(

    ja genau, vor allem der tipp, dass es sich bei "Kleineren, inhabergeführten Geschäften" lohnt zu feilschen, finde ich ja gaaaanz toll. als ob es nicht schon reichen würde, dass viele dieser spezialgeschäfte (dank beratungsklau, ungebremstem 24h-onlineshopping bei ein paar wenigen marktgiganten und der allgemeinen geiz-ist-geil mentalität) mit existenzproblemen zu schaffen haben...

    einklappen einklappen
  • Bobby Box am 24.08.2019 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    Wie wäre es mit weniger?

    Einfach mal den Konsum auf das zurückschrauben, was man sich auch leisten kann. Kauft man nur alle 10 Jahre einen Fernseher, so ist es auch egal, ober der 500.- oder 1500.- kostet.

    einklappen einklappen
  • Sparfuchs am 24.08.2019 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum immer neu?

    Warum muss es unbedingt immer neu sein? Auf Ricardo &Co findet man gebrauchtes zu günstigen Preisen. Natürlich muss man dort besonders aufpassen was man zu wieviel kauft. Habe aber bis jetzt gute Erfahrung gemacht.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thomas Conrad am 27.08.2019 01:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geht...

    Ich habe im Fust dem Verkäufer das günstigste Angebot der Schweiz für ein NAS gezeigt und habe 20 Franken darüber gezahlt, 40 weniger als ursprünglich gefordert...

  • Wer meint, den ausgeschrieben Preis am 26.08.2019 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    eines Produktes heruntersetzen zu Müssen

    Setzt sich selbst um diesen Prozentwertherunter. Seltsam, beim Lohn/Salär bestehen eben jene auf 100% -ige und pünktliche Auszahlungen. Passt irgendwie nicht Zusammen. Ich selbst gehe ganz Gewöhnlich meine Einkäufe machen, dabei sind dann oft vom Anbieter selbst auf Sonderkonditionen gesetzte Artikel, da Greife ich Natürlich zu (aber auch nur dann) , so ich ohnehin am Erwerb dieses Artikels war.

  • Rigorosa am 26.08.2019 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Klar

    Wenn ich mich beim Einkaufen so umsehe, ist mir klar, warum so manch einer denkt, er sei auf einem Bazar.

  • CH-Konsument am 25.08.2019 22:43 Report Diesen Beitrag melden

    Preise herunter zu markten

    entspricht grundsätzlich nicht meiner Kultur. Entweder deckt sich der angeschriebene Preis mit meinen Vorstellungen oder ich lasse es sein.

  • Roger am 25.08.2019 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Autokauf in Deutschland

    Ich habe einen Ford Nugget (kleines Wohnmobil) in Deutschland gekauft,13 000 Euro günstiger als in der Schweiz! Klar,ich habe mit dem Verkäufer gehandelt wie auf einem arabischen Kamelmarkt, aber offenbar hat er immer noch genug dabei verdient ... Warum sollte ich bei gleicher Leistung so viel mehr bezahlen? 1. Service gemäss Kostenvoranschlag in der Schweiz: 946 Fr, in Deutschland 417 EURO, noch Fragen?

    • Stefan Müller am 25.08.2019 22:21 Report Diesen Beitrag melden

      Kaufkraft

      Mal schauen was du sagen würdest, wenn man dir einen deutschen Lohn zahlen würde... keine Ahnung von Wirtschaft und nur auf sich selbst fokussiert - du hast sicher auch für 6 Wochen Ferien abgestimmt...

    • maico am 26.08.2019 09:02 Report Diesen Beitrag melden

      @Stefan Müller

      Wer hier Nachhilfe in Wirtschaft braucht, kann man sich Fragen. Gewusst, dass ein Deutscher Arbeitnehmer unter dem Strich mehr kostet als ein Schweizer? Das wird natürlich nicht gerne publiziert, ist aber so. Die Lohnnebenkosten machen es aus, zudem sind Steuern & KK schon bezahlt.

    • Rrene am 26.08.2019 10:47 Report Diesen Beitrag melden

      Kaufkraft

      Würdest du in meinem Betrieb Arbeiten währst du der erste dem ich Künden würde noch diese Woche.

    • M.G. am 26.08.2019 19:15 Report Diesen Beitrag melden

      Zu wenig herausgeholt

      Autos kauft man neu in Dänemark. Da bekommt man als Exporteur des Fahrzeugs die 180% - Autosteuer die im Bruttopreis enthalten ist nicht angerechnet. Da die Bruttopreise nur geringfügig höher sind als in Deutschland bekommt man Neuwagen bis zu 30% günstiger. Und das schönste dabei ist das die Garagisten hier die Garantie- und Wartungsarbeiten bei DK-Importen nicht verweigern dürfen. Der EuGH hatte die Autokonzerne zu 500 Mio. EURO verdonnert weil sie ihre Vertragsgaragisten angewiesen hatten DK-Importe zu boykottieren. Seither halten Garagisten und Autokonzerne die Füsse still.

    einklappen einklappen